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SV Wacker will lange Serie des KSC stoppen

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Er baut immer wieder Talente in die Mannschaft ein und hat heute gegen den KSC fast alle Mann an Bord: Wackers Trainer Georgi Donkov, hier mit Maxi Thiel. (Foto: Butzhammer)

Ein Hauch von Zweitliga-Fußball weht heute (Anstoß: 14 Uhr) durch die Wacker-Arena. Nicht nur weil die Burghauser Drittliga-Kicker mit dem Karlsruher SC den aktuellen Tabellenführer und somit einen potenziellen Aufsteiger erwarten, sondern auch deshalb, weil Erinnerungen an glorreiche Zweitliga-Zeiten wach werden.


In den fünf Wacker-Jahren in der II. Liga (2002 bis 2007) trafen die Burghauser und der KSC nämlich zehnmal aufeinander. Die Blau-Weißen sind also einer der wenigen Vereine, der in der kompletten Zweitliga-Zeit der Salzachstädter ein Gegner war. Das ist aber längst nicht die einzige Besonderheit vor dem heutigen Aufeinandertreffen. Pikant ist auch, dass die Mannen von KSC-Trainer Markus Kauczinski im Hinspiel am 22. September 2012 eine 1:2-Niederlage kassierten und seitdem nie mehr als Verlierer vom Platz gingen.

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18 Mal in Folge blieb der Ex-Verein von Giganten wie Oliver Kahn, Mehmet Scholl oder Trainer Winnie Schäfer ungeschlagen – und diese tolle Serie wollen die Mannen um den baumlangen niederländischen Torjäger Koen van der Biezen (zwölf Saisontreffer) in der Wacker-Arena unbedingt fortsetzen. »Wir werden nicht damit anfangen, uns eine Blöße zu geben«, sagte Kauczinski, »wir haben aus den Fehlern gelernt.«

Die Crew von Wacker-Trainer Georgi Donkov hat in dieser englischen Woche schon ein großes Pensum hinter sich gebracht. »Vor allem die lange Busfahrt nach Rostock war kein Zuckerschlecken, denn die einfache Fahrzeit hat 13 Stunden betragen«, beschreibt Pressesprecher Martin Lex die Strapazen. Dass dieser große Aufwand nicht mit einem Punkt belohnt wurde (0:1-Niederlage am Mittwochabend/wir berichteten), sei zwar jammerschade, doch nun konzentrieren sich die Wackerianer ausschließlich auf den heutigen Höhepunkt gegen den KSC.

Georgi Donkov hat bis auf Heiko Schwarz (Knöchelverletzung), Ronald Schmidt (Knieprobleme) und Ersatztorwart Alexander Eiban (Muskelfaserriss) alle Mann an Bord. Auch Christoph Burkhard kehrt nach seiner abgesessenen Gelb-Rot-Sperre in die Viererkette zurück, wo er zuletzt vom 21-jährigen Debütanten Ulrich Taffertshofer gut vertreten wurde. »Er hat sich den Einsatz verdient, weil er eine gute Entwicklung gemacht hat«, so Florian Hahn über den Ex-Löwen, der vom Regionalliga-Team des TSV 1860 München an die Salzach gewechselt war. Dass Taffertshofer heute wieder ins zweite Glied zurückkehren wird, ist trotz seiner ordentlichen Vorstellung an der Ostsee zu erwarten. Die Ausgangslage vor der Begegnung mit dem UEFA-Cup-Halbfinalisten von 1993/94 und zweimaligen DFB-Pokalsieger (1955 und ’56) ist insofern höchst interessant, weil die Kauczinski-Schützlinge nur ein dünnes Vier-Punkte-Polster auf den undankbaren vierten Rang (derzeit Preußen Münster) aufweisen. Zudem haben die Preußen eine Partie weniger ausgetragen als die Blau-Weißen.

Eines ist also klar: Die Mannschaft aus der baden-württembergischen 300 000-Einwohner-Stadt darf sich auf gar keinen Fall einen Ausrutscher leisten – die Konkurrenz sitzt dem KSC fest im Nacken.

Dagegen können die Burghauser ziemlich unbeschwert aufspielen: Bei 20 Punkten Rückstand auf Platz drei sind die Aufstiegsränge für den Tabellenachten in unerreichbare Ferne gerückt. Andererseits beträgt der Wacker-Vorsprung auf die »rote Zone« komfortable elf Zähler, sodass nach hinten auch nichts mehr anbrennen dürfte. Für die Vorstandschaft bedeutet dies natürlich eine gewisse Planungssicherheit für die Spielzeit 2013/14 – man darf also schon jetzt gespannt sein, was Präsident Klaus Schultheiss, Manager Florian Hahn und Co. unter diesen nahezu idealen Umständen alles bewegen können. cs