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SV Unterwössen ist stolz auf Niki und Tim Hronek

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Am Ende der Jahreshauptversammlung des SV Unterwössen konnte Claudia Daxenberger vom Kreissportverband (Zweite von rechts) und Vorstand Philipp Weißenbacher (links) verdiente Mitglieder ehren. Martin Färbinger (von links) ist fünf Jahre im SV Unterwössen, Heidi Angerer-Schuster 20 Jahre. Auf 25 Jahre bringt es Stefan Hofmann. Bernhard Eisenberger ist zehn Jahre dabei. Nicht im Bild sind Guido Mönch (5 Jahre) und Thomas Ager (20 Jahre). (Foto: Flug)

Es tut sich was im SV Unterwössen. Das zeigte die Jahreshauptversammlung im Sportlerheim. Vorstand Philipp Weißenbacher freute sich sehr über die enge Verbundenheit der Sportgrößen Niki und Tim Hronek zum SV Unterwössen. Die Ski-Weltcup-Rennläuferin stürzte nach ersten guten Ergebnissen bei der Weltmeisterschaft und trug eine langwierige Verletzung des bereits lädierten Knies davon.


Während Niki im Urlaub ist, waren die Eltern und Bruder Tim zur Hauptversammlung gekommen. Tim ist vor kurzem bei der Junioren-Weltmeisterschaft im Skicross Zweiter geworden. Er brachte eindrucksvolle Sportfotos aus seinen Bewerben mit, die einen Eindruck von seiner Sportart vermitteln.

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Masten der Flutlichtanlage werden bald erneuert

Weißenbacher berichtete über den Stand der Renovierungsarbeiten im Sanitärbereich des Sportlerheims und er gab eine Vorschau auf die weiteren Maßnahmen im Untergeschoss. Für die Zukunft plant der Verein, die Holzmasten der Flutlichtanlage zu erneuern. Für die beiden Großveranstaltungen des SV Unterwössen, den Hochgernlauf und den Halbmarathon, rief er die Mitglieder auf, die Veranstaltungen zu unterstützen.

Aus der Fußballabteilung berichtete Tobias Kaindl. Als sich ein Riss zwischen erster Mannschaft und Trainer auftat, sei trotz unbestreitbarer Verdienste von Steffen Rieth der Trainerwechsel unvermeidbar gewesen. Tom Aberger sprang kurzfristig als Trainer ein. Kaindl sieht die Erste im Aufwind. »Wir sind in einer Aufbauphase und hoffen mittelfristig auf den Aufstieg.«

Am Beispiel eines Hauses zeigte Kaindl den Zustand der Abteilung auf. Auf dem Fundament sollten sechs Säulen an Fußballmannschaften der sechs Altersklassen von A bis F-Jugend stehen. Darüber strecke sich das Dach der Herrenmannschaft. Problematisch sieht die Fußballabteilung, dass es keine A- und B-Jugend gibt. Die C-Jugend meldete die Abteilung unter der Saison vom Spielbetrieb ab, weil zu wenig Spieler da waren. Und weil einige Jugendtrainer aufhören werden, bröckelt das Fundament. Kaindl betonte, dass auch die Vereinsnachbarn vor ähnlichen Problemen stehen.

Auf diese Analyse baute Benjamin Riegel mit seinem Blick in die Zukunft auf. Dass die A- und B-Jugend fehlen, sei nicht zu lösen. Marquartstein und Grassau schließen sich voraussichtlich in der Jugend zu einer Spielvereinigung zusammen. Aus Sicht von Riegel macht das Sinn. Unterwössen könnte sich dort oder mit Reit im Winkl oder Schleching zusammentun. Riegel sieht, dass im Jugendbereich nur noch Spielgemeinschaften eine Zukunft hätten.

Für Martin Färbinger, den Vorstand der Abteilung Ski, war es ein toller Winter am Balsberglift. Über 70 Leute halfen, den ehrenamtlichen Skibetrieb dort aufrechtzuerhalten. 850 Stunden haben die uneigennützig eingebracht. Die gebraucht angeschaffte Pistenraupe hat jetzt im zweiten Jahr ihre erste Winterprüfung bestanden. An der diesjährigen Clubmeisterschaft hätten sich über 40 Kinder beteiligt. Ein Aktionstag mit dem bayerischen Skiverband sei ein toller Erfolg gewesen. Viele Kinder hätten erste Schritte im Langlauf versucht. Tim Hronek ist heuer Sieger im Skirennen auf der Naturpiste um die Jochberggams. Für seine Erfolge im letzten Winter überreichte ihm der Abteilungsvorstand einen Gutschein für den Mountainbikepark Samerberg.

Die Tourenbeauftragte in der Abteilung Ski, Waltraud Schillmeier, erinnerte an schöne Abend- und Ganztagestouren im Winter. Über den Sommer stehen Radtouren an.

Aus der Volleyballabteilung berichtete Hans-Peter Lohrmann vom Trainingsbetrieb jeweils dienstags und samstags in der Turnhalle. Andrea Schuster schilderte das Angebot in der Gymnastikabteilung. Stefan Hofmann hofft, dass sich im Sommer viele Kinder zum Tennisunterricht anmelden. Der Trainingsbetrieb wird in Kooperation mit Reit im Winkl aufrechterhalten.

Der Winterbetrieb läuft gut

Die Kasse des Vereins hat nach dem Bericht von Stefan Fuchs ein Minus im vierstelligen Bereich eingefahren. Eine erste Abschlagszahlung an die Pistenraupeninvestoren verdoppelt das. Die Mitglieder diskutierten den Verlust ausführlich. Die Vorstandschaft stellt die Kosten für die Weihnachtsfeier auf den Prüfstand. Martin Färbinger nahm der Diskussion um die Zahlung an die Raupeninvestoren die Spitze, als er ausführte, dass der Winterbetrieb den Fehlbetrag längst eingefahren hätte. Das wirkt sich im Haushalt 2015 aus.

Bürgermeister Ludwig Entfellner betonte in seinem Grußwort, dass der Verein vielfältig aufgestellt und das Angebot hervorragend sei. Die Abteilung Ski strahle mit dem Balsberglift nach außen. »Die Situation der Fußballer darf uns nicht kalt lassen. Es braucht die Kooperation. Aber achtet darauf, nicht alles abzugeben«, warnte der Bürgermeister. lukk