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SV Seeon/Seebruck verschenkt im Kellerderby den Sieg

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Er war für den SVS frühzeitig zum 1:0 erfolgreich: Florian Linner, der aber später gefoult wurde und sich dabei einen Außenbandriss zuzog. (Foto: Wukits)

Am Ende gab es lange Gesichter, die genauso trist wie das Wetter waren, auf Seiten der Heimelf. Der SV Seeon/Seebruck hat im Kellerderby – Vorletzter gegen Letzter – der Fußball-Kreisliga II den vermeintlich sicheren Sieg gegen den TSV Neumarkt/St. Veit verspielt. Nach einer 2:0-Führung Mitte der zweiten Hälfte fing man sich in der Schlussphase zwei Strafstöße ein und musste sich am Ende mit einem 2:2-Unentschieden begnügen.


Damit ähnelt die Situation der Heimelf der Premierensaison vor einem Jahr. Ein Sieg und zehn nicht gewonnene Spiele in Folge standen da zu Buche. Nun ist man nach dem Auftaktsieg in Töging bei sechs Spielen ohne Sieg angelangt.

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Dabei war gegen Neumarkt/St. Veit mehr drin. Der SVS legte im ersten Heimspiel seit zweieinhalb Jahren im Seebrucker Moskitostadion furios los: Florian Linner zog nach einem Christian-Zehetmaier-Pass los und schob das Leder unter Torwart Felix Neumeier hindurch zum 1:0 in die Maschen. Die Rößler-Schützlinge bestimmten das Geschehen und hatten im ersten Spielabschnitt noch zwei Hochkaräter: Zehetmaier tauchte nach einem Anspiel von Michi Gernhäuser alleine vor Neumeier auf, der mit einem tollen Fußreflex klärte (21.). Neumeier klärte auch gegen Linner und hielt damit seine Farben im Spiel (38.).

Der Tabellenletzte hatte in dieser Phase nur eine Möglichkeit: Markus Windhager prüfte SVS-Schlussmann Michael Prambs – der den Vorzug von Manuel Hömmerich erhielt – dieser ließ sich aber aus der Distanz nicht überraschen. Mit der knappen SVS-Führung wurden die Seiten getauscht.

Auch danach blieben die Rößler-Schützlinge am Drücker. Zuerst hatte aber der Gast eine Möglichkeit, Matthias Spirkl trat freistehend über das Leder. Auf der Gegenseite prüfte Daniel Axthammer Neumeier (52.). Zehn Minuten später gab es den ersten von drei Elfmetern in dieser Partie: Florian Linner wurde von Schlussmann Neumeier gefällt: Die Folge war ein Strafstoß und ein Außenbandriss beim SVS-Stürmer. Daniel Axthammer verwandelte sicher zum 2:0. So schien alles für den zweiten Saisonsieg vorbereitet.

Doch in den letzten zehn Minuten kam alles ganz anders: Nach einer scharfen Flanke behinderte Alexander Hohenleitner Markus Reiter mit einem Schubser von hinten und der Schiedsrichter wertete diese Aktion als strafstoßwürdiges Foul. Andreas Hausberger überwand Prambs zum 1:2, der Torhüter war nahe dran, konnte aber nicht abwehren (80.).

Sechs Minuten später kassierten die Seeoner einen weiteren Tiefschlag: Christian Zehetmaier rutschte aus, foulte dabei Johann Friesen und es gab erneut einen Elfmeter. Hausberger verwandelte dieses Mal ohne Abwehrchance für Prambs zum 2:2. In den Schlussminuten kassierte TSV-Akteur Reiter noch die Ampelkarte, der SVS drückte ein letztes Mal, doch der »Lucky Punch« wollte nicht mehr gelingen. Rößler war dementsprechend bedient: »Das haben wir uns heute anders vorgestellt«, klagte er. Nun steigt am Freitag um 20 Uhr in der SVS-Arena in Seeon das Spiel gegen den TSV Tittmoning. td