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SV Seeon/Seebruck patzt wieder in einem Heimspiel

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Luftkampf zwischen dem Schützen des 0:2, Martin Lochner, und Alexander Hohenleitner (links) vom SV Seeon/Seebruck. (Foto: Weitz)

Seine »schwarze Serie« auf heimischer Anlage setzte der SV Seeon/Seebruck in der Fußball-Kreisklasse Gruppe II weiterhin fort. Es gab im Spitzenspiel gegen den SV Waldhausen die zweite Heimniederlage nacheinander und im Jahr 2013 wurde überhaupt erst ein Heimspiel gewonnen. Der Aufsteiger entführte mit einem 2:1-Erfolg vor 150 Zuschauern in der SVS-Arena die Punkte und verhinderte damit den Sprung der Hausherren an die Tabellenspitze.


In der ersten Hälfte knüpfte die Rößler-Elf an die schwache Leistung vom letzten Heimauftritt gegen Eiselfing (1:2) nahtlos an und lag zurecht mit 0:2 im Rückstand. Martin Lochner und Co. hebelten die Deckung ein ums andere mal aus. Los ging es schon nach acht Minuten, Andreas Hilger setzte sich am rechten Flügel durch und seine Hereingabe verfehlte Lochner nur um Millimeter.

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Auf der Gegenseite nahm Daniel Axthammer ein Zuspiel von Marco Erber per Direktabnahme, der Ball flog aber in die Wolken (13.). Fünf Minuten später klingelte es im Seeoner Kasten. Hilger verlängerte einen scharf getretenen Freistoß per Kopf unhaltbar für Christoph Weidinger zur Gästeführung. In der offensiv ausgerichteten Partie kam Christian Zehetmaier mit einem Rechtsschuss gefährlich vor das Gehäuse, der Ball rauschte haarscharf links vorbei (21.).

Die nächsten Minuten gehörten wieder den Gästen, Sebastian Rost traf aus 18 Metern das Lattenkreuz (24.), Thiemo Leupoldt verfehlte mit einem Weitschuss nur knapp das Ziel und schließlich musste sich Weidinger gegen einen Maxi-Mühlegger-Schlenzer gehörig strecken (35.). Im Gegenzug wurde Michi Gernhäuser abgeblockt und Zehetmaiers Kopfball flog knapp vorbei. Drei Minuten vor der Pause zeigte Martin Lochner seine Klasse. Holger Ganss verstolperte im Mittelfeld das Leder und Lochner zog auf und davon. Trotz Bedrängnis durch zwei Verteidiger hämmerte er den Ball aus zwölf Metern unter die Latte – 0:2.

Nach dem Wechsel spielte die Heimelf den Aufsteiger 25 Minuten an die Wand. Aber es wurden beste Chancen vergeben. SVS-Trainer Ralf Rößler konnte es nicht fassen: »Irgendwann muss der Ball halt mal ins Tor!« Zuerst hatte aber Gästeakteur Thiemo Leupoldt die Vorentscheidung auf dem Fuß, sein Schuss ging knapp vorbei (47.).

Ab diesem Zeitpunkt war viel los im Strafraum des SVW. Erber spielte Tommi Mitterer frei, der scheiterte am herausstürzenden Christian Reiter, Erbers Nachschuss wurde auf der Linie geklärt und Mitterer drosch das Leder über den Querbalken (52.). Sechs Minuten später traf Michi Gernhäuser an den linken Pfosten, den zurückspringenden Ball schob Zehetmaier am leeren Tor vorbei – eine ganz klare Chance.

Nur kurz darauf lenkte Reiter einen Erber-Freistoß zur Ecke, diese kam herein und Tommi Mitterer köpfte Reiter den Ball aus drei Metern Torentfernung in die Arme.

Die Gäste konnten sich aus der Umklammerung wieder etwas befreien. Der eingewechselte Elvis Nurikic prüfte Weidinger mit einem Freistoß (75.), dann gelang doch noch der Anschlusstreffer. Patrick Kopecky verwandelte einen Pfostenschuss von Erber zum 1:2.

Nun begann der letzte Sturmlauf der Gastgeber, Alex Hohenleitner scheiterte an Reiter (89.). In der Nachspielzeit landete Kopeckys Heber auf dem Tor und bei der letzten Aktion ging Daniel Axthammers 18-Meter-Freistoßhammer am Tor vorbei. Dazwischen musste Gästeakteur Jürgen Westerberger mit der Ampelkarte vom Feld.

SVW-Sturmführer Martin Lochner konnte sein Glück kaum fassen: »Von den letzten Siegen war das der unverdienteste für uns, aber das ist auch egal. Nun sind wir schon 30 Spiele ungeschlagen – Wahnsinn!« td