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SV Seeon/Seebruck gelingt der Befreiungsschlag

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Seeons Michael Gernhäuser (rechts, hier im Duell mit Tittmonings Benedikt Berger) war beim 6:2-Sieg seiner Mannschaft an fünf Toren beteiligt, eins erzielte er selbst. (Foto: Weitz)

Nach drei Niederlagen in Folge ist dem SV Seeon/Seebruck im Kellerderby der Fußball-Kreisliga II der Befreiungsschlag gelungen. Gegen den SV Aschau/Inn holte sich die Ralf-Rößler-Elf die Punkte mit einem 6:2-Sieg, der aufgrund der zweiten Hälfte verdient war. Der Trainer war am Ende erleichtert über den vierten Saisonerfolg: »Das war ein Sieg genau zum richtigen Zeitpunkt.« Eine überragende Leistung zeigten Christian Zehetmaier, der gleich dreifach für den SV Seeon/Seebruck traf, und Michi Gernhäuser, der an den ersten fünf Toren beteiligt war.


Dabei sah es im ersten Spielabschnitt des »Sechs-Punkte-Spiels« nicht nach einem klaren Erfolg der Chiemseer aus. Der Minutenzeiger hatte wie in der Vorwoche gegen Hammerau – Michi Gernhäuser hatte schon nach 15 Sekunden getroffen – keine Umdrehung geschafft, da lag die Kugel hinter SVS-Torwart Michael Prambs im Tor. Die Gäste hatten einen ersten langen Ball in die Spitze gespielt, die Innenverteidigung war nicht konsequent und Seyed Hoseyni bedankte sich mit einem Treffer. Er kam an der Strafraumgrenze frei zum Schuss, Prambs war noch am Ball, aber der hüpfte ins Tor – 0:1 nach 45 Sekunden.

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Gernhäuser zeigt seine Torjäger-Qualitäten

Die 150 Zuschauer in der SVS-Arena in Seeon sahen daraufhin eine verunsicherte Heimelf, Prambs verhinderte, nachdem er den Ball Johannes Asanger maßgerecht aufgelegt hatte, mit der folgenden Glanztat das 0:2 (12. Minute). In der 25. Minute zeigte Gernhäuser seine Torjägerqualitäten, er traf mit einem Drehschuss aus zehn Meter ins kurze Eck. Doch die Freude wehrte nur fünf Minuten: Prambs unterlief eine Flanke, Hoseynis Schrägschuss ging auf das verwaiste Tor und Alexander Hohenleitners Rettungsversuch ging schief, er versenkte die Kugel im eigenen Netz.

Beide Deckungsreihen machten nicht den sichersten Eindruck und so schaffte Christian Zehetmaier den neuerlichen Ausgleich, als er zielstrebig im Getümmel nach einer Gernhäuser-Auflage nachsetzte und schneller als ein Verteidigerbein war. Christoph Pfeiffer hätte die Seeoner um ein Haar in einen weiteren Schockzustand versetzt, doch er scheiterte am rechten Pfosten (41.).

Zu Beginn der zweiten Hälfte verpasste Johannes Asanger das Heimtor mit seinem Kopfball nur um Zentimeter (48.). Im Gegenzug lief Florian Linner alleine auf das Tor zu, wurde vom Verteidiger bedrängt und schoss am linken Pfosten vorbei. Schiedsrichter Nicolas Junk (FC Grünthal) wertete die Aktion als Foulspiel, es gab 20 Meter vor dem Tor Freistoß. Daniel Axthammers Geschoss war allerdings Beute von Tobias Neumann.

Doch der nächste Angriff saß: Gernhäuser tanzte an der rechten Seitenlinie seinen Gegenspieler aus und Linner versenkte die scharfe Hereingabe zur erstmaligen Führung für den SV Seeon/Seebruck (54.). Zehetmaiers Lupfer hätte das 4:2 bedeutet, doch Neumann machte sich lang (59.). Trotzdem war es Zehetmaier, der die Vorentscheidung herbeiführte: Er zog alleine auf Neumann zu und traf per Flachschuss zum vierten Tor (72.).

Dann zog Gernhäuser im linken Teil der Gästehälfte los, bediente Daniel Axthammer, der den Gästeschlussmann mit einem trockenen Schuss von der Strafraumgrenze ins entlegene Eck überwand (85.). Den Schlusspunkt setzte wiederum Zehetmaier, der wieder sträflich alleine gelassen wurde und das halbe Dutzend vollmachte. »Respekt, was ihr in der zweiten Halbzeit gespielt habt«, zollte Gästetrainer Samir Demirovic Ralf Rößler Lob. »Der Sieg war verdient.« td