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SV Seeon/Seebruck dreht verloren geglaubte Partie

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Sie waren Seeons Erfolgsgaranten: Simon Heitauer und Christian Zehetmaier (rechts). (Foto: Weitz)

Dramatischer hätte das Wochenende für den SV Seeon/Seebruck in der Fußball-Kreisliga II nicht laufen können. Zuerst hatte am Samstag die komplette Konkurrenz der Ralf-Rößler-Elf gewonnen, dann riss der SVS ein verloren geglaubtes Spiel gegen den TSV Peterskirchen noch aus dem Feuer. Nun hat der Aufsteiger zwei Spieltage vor Schluss den Klassenerhalt so gut wie sicher. Rößler war nach dem Spiel erledigt: »Ich kann nichts mehr sagen, was heute los war ist unglaublich«.


Was sich in der SVS-Arena vor 300 Derbyfans abspielte, war dann auch unglaublich. Die Gäste aus Peterskirchen, die auf Spielmacher Dominik Schlögl verzichten mussten, zeigten in der ersten Viertelstunde, wer der Herr im Haus ist. Und nach dem 8:2-Sieg gegen den TSV Buchbach stand es nach acht Minuten schon 2:0 für den Ex-Bezirksligisten.

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Erster Angriff bringt erstes Gegentor

Mit dem ersten Angriff klingelte es auch schon hinter Michael Prambs: Kapitän Anton Urbauer zirkelte eine Flanke scharf vor das Tor und Martin Mayer bedankte sich mit dem Einschuss aus fünf Metern. Kaum hatten sich die Seeoner wieder gesammelt, mussten sie schon den zweiten Rückschlag einstecken. Florian Rudholzner nahm einen Ball aus 18 Meter per Dropkick und das Leder schlug halbhoch im linken Eck ein. Prambs war auch bei diesem Treffer chancenlos.

TSV-Vize-Abteilungsleiter Reinhard »Tago« Binder war sehr zufrieden: »Wir spielen zielstrebig nach vorne.« In der 13. Minute sah er den dritten Torschuss seiner Elf – und wieder war es brandgefährlich: Urbauers Freistoß-Geschoss flog nur um Zentimeter über den Querbalken. Aber die Rößler-Elf gab sich keinesfalls geschlagen und hatte mit ihrer ersten Chance schon Erfolg: Florian Linner flankte nach innen und Sebastian Axthammer drückte den Ball per Kopf in die Maschen, Markus Mittermaiers spektakuläre Parade war vergebens - 1:2 (25.).

Aber noch zeigte die SVS-Defensive Schwächen und die Gäste um Spielertrainer Daniel Winklmaier hatten weiter ihre Möglichkeiten: Rudholzner kam wieder in eine aussichtsreiche Position, seinen Schrägschuss aus 15 Meter konnte aber Prambs mit beiden Fäusten zur Ecke ablenken (35.). Vor der Pause schickte Daniel Axthammer Florian Linner auf die Reise, der fand aber auch in Mittermaier seinen Meister.

»Wir haben immer noch unsere Möglichkeiten«

»Wir liegen nur einen Treffer zurück und haben immer noch unsere Möglichkeiten«, so schwor Rößler seine Truppe auf den zweiten Durchgang ein. Und der sollte nochmals dramatisch werden. Peterskirchen war gleich wieder frischer und kam durch Benedikt Randlinger zu einer Großchance. Er prüfte Prambs aus zehn Meter, den Nachschuss brachte die Sturmreihe nicht über die Linie.

In der 55. Minute gab es eine umstrittene Aktion, Florian Linner stieg etwas forsch gegen einen Gästespieler ein, doch der sehr gut leitende Referee Gerhard Burghart (SV Westerndorf) ließ weiterlaufen. Das passte Jürgen Wengler nicht. In der nächsten Spielunterbrechung ließ er sich zu einer Schiedsrichterbeleidigung hinreißen und sah zurecht die Rote Karte. Das sollte sich rächen: Zwar verfehlte zunächst Anton Urbauer mit einem weiteren gefährlichen Freistoß nur knapp das Ziel (73.), doch ein Doppelschlag stellte eine Viertelstunde vor Schluss die Partie auf den Kopf.

Treffer durch Heitauer und Zehetmaier

Marco Erber zog eine scharfe Rechtsflanke vor das Tor, Simon Heitauer spritzte in den Fünfmeterraum und bugsierte die Kugel per Kopf über die Linie (76.). Eine ähnliche Szene gab es 120 Sekunden später. Der Abnehmer war aber nun Christian Zehetmaier, der zum 3:2 erfolgreich war.

Nun waren die Weichen auf Sieg gestellt. Es entwickelte sich eine Abwehrschlacht, die fast noch zum Ausgleich geführt hätte: Martin Mayer umspielte an der Strafraumgrenze Schlussmann Michael Prambs, doch SVS-Kapitän Holger Ganss blockierte den Torschuss und verhinderte den fast sicheren Treffer.

Nach dem Ende war der Jubel der Hausherren riesengroß, das Saisonziel steht nun unmittelbar vor der Tür. Am Samstag folgt die Partie beim Mitfavoriten um den Titel, dem TSV Teisendorf. td