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SV Ruhpolding und TSV Palling im Kopf-an-Kopf-Rennen

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Traunreuts Kapitän Matthias Raue (links) kann mit seiner Mannschaft darauf hoffen, noch mal ins Titelrennen einzugreifen. Martin Fellner braucht mit Erlstätt einen Punkt für den Klassenerhalt – und will den gegen Spitzenreiter Ruhpolding holen. (Foto: Weitz)

Die 0:1-Heimniederlage des Spitzenreiters SV Ruhpolding im Nachholspiel gegen den TSV Palling (siehe Bericht untern) hat in der Fußball-A-Klasse VI vor den beiden letzten Spieltagen die Karten neu gemischt. Nun sind die beiden Kontrahenten mit 49 Punkten gleichauf, wobei das Restprogramm für Palling spricht. Am 25. Spieltag – alle Spiele werden am morgigen Sonntag um 15 Uhr angepfiffen – muss nun der SV Ruhpolding beim SV Erlstätt ran, Palling gastiert ein paar Kilometer weiter beim TSV Grabenstätt. Mit im Boot ist nun auch wieder der TuS Traunreut II, der allerdings beim TSV Bergen vor einer hohen Hürde steht.


Der SV Ruhpolding hat es am Fronleichnamstag versäumt, eine Vorentscheidung um den A-VI-Titel herbeizuführen: Die erste Heimniederlage der Saison passierte ausgerechnet im wichtigsten Spiel der Saison. Nun steht zwar die Elf von Markus Burgstaller noch an der Tabellenspitze, doch die beiden letzten Partien in Erlstätt und gegen Bergen müssen gewonnen werden, dann wäre die Rückkehr in die Kreisklasse perfekt. Denn gegenüber dem TSV Palling hat der SVR den besseren Vergleich, der bei Punktgleichheit entscheidet.

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Ruhpolding ist in Erlstätt gefordert

Beim SV Erlstätt (10. Platz/26 Punkte), der noch einen Zähler zum Klassenerhalt braucht, ist die Truppe aus dem Biathlon-Mekka am Sonntag gefordert. Fehlen wird im Saisonfinale Burak Aydin, der am Donnerstag im Topspiel in der Nachspielzeit vom Platz flog.

Dem TSV Palling fehlt in den letzten beiden Partien Torjäger Manuel Berger, der in derselben Situation die Rote Karte sah. Palling hat nach sechs Siegen in den vergangenen sieben Partien die Tabelle auf den Kopf gestellt und urplötzlich wieder Chancen auf die Meisterschaft. Dabei hat die Mannschaft von Christian Wimmer das leichtere Restprogramm: Morgen in Grabenstätt und kommenden Woche gegen den SV Surberg müssten zwei Siege machbar sein.

Nun geht es erst zum TSV Grabenstätt (9./27), der nach dem Punktgewinn in der Vorwoche beim TSV Traunwalchen II gerettet ist. Dabei hat der Kreisklassenabsteiger eine schwere Saison hinter sich. Nach der steinigen Vorrunde hat der Verein zur Winterpause den Trainer gewechselt. Hubert Deininger hat die Mannschaft nun zum Klassenerhalt geführt. Er hat auch Torwart Martin Spiegelberger reaktiviert, der mit zum Erfolg beigetragen hat. »Doch nach dieser Saison ist definitiv Schluss«, sagt das Torwart-Urgestein. Palling reist nach Grabenstätt als beste Auswärtsmannschaft und will nun die überraschende Chance nutzen. »Wir werden alles daran setzen, drei Punkte zu holen«, betont Christian Wimmer.

Die Verfolgerteams haben nun auch wieder Lunte gerochen – allen voran der TuS Traunreut II, der als Tabellendritter nur einen Zähler Rückstand hat. Die Siemensstädter, selbst bis in der Vorwoche auf Platz eins, müssen beim TSV Bergen (6./45) Farbe bekennen. Sollte dem TuS der Auswärtscoup gelingen, können sie zumindest für die Relegation noch mitreden. »Wir sind zwar in der Rückrunde ungeschlagen, aber mit den vielen Unentschieden haben wir uns aus dem Titelrennen verabschiedet«, meint Bergens scheidende Trainer Manfred Mühlberger. »Wir haben nun nichts mehr zu verlieren und befreit aufspielen«. Zünglein an der Waage könnten sie trotzdem sein in den Spielen gegen Traunreut und am kommenden Wochenende gegen Ruhpolding.

Der TSV Waging II hat noch Platz zwei im Visier

Nach der Niederlage in Chieming ist der TSV Waging II (4./46) aller Voraussicht nach in der Titelentscheidung ausgeschieden, hat aber noch Platz zwei im Visier. Die Aufgabe gegen die in der Rückrunde schwächste Mannschaft (1-2-8), den SC Schleching (12./19), ist für die heimstarken »Seerosen« machbar und lässt für den letzten Spieltag noch alles offen.

Schleching kämpft gegen den SV Surberg (13./18) um den Direktabstieg. Nach der passablen Vorrunde folgte der unerklärliche Absturz der Achentaler. Für Platz zwei bewirbt sich auch noch der TSV Übersee (5./45), der jüngst den Tabellenführer stürzte. Nun muss die Truppe von Thorsten Zaunmüller zur DJK Kammer (11./21), die in die Abstiegs-Relegation muss. Aus eigener Kraft kann Kammer das rettende Ufer nicht mehr erreichen – dazu wären zwei Siege notwendig und Erlstätt müsste zweimal leer ausgehen.

Den Sprung auf den Abstiegs-Relegationsplatz hat der SV Surberg gegen den Tabellenletzten TSV Traunwalchen II (13) selbst in der Hand. Ein Sieg, und die Billinger-Elf darf wieder hoffen. Für den TSV würde eine Niederlage oder ein Remis nach drei Jahren die Rückkehr in die B-Klasse bedeuten – in der Vorsaison schaffte die Kreisklassen-Reserve am letzten Spieltag den Klassenerhalt in Palling.

Einziges Spiel um die »Goldene Ananas« ist der Heimauftritt des TSV Tengling (8./30) gegen den Tabellennachbarn TSV Chieming (37). Tengling hat eine Horrorrückrunde hinter sich und schaffte nur zwei Siege und zwei Remis. Das Gegenteil ist der TSV Chieming, der sich vom Relegationsplatz wegspielte und genauso viele Punkte (19) wie der Spitzenreiter Ruhpolding holten. Eine Personalie gibt es bei den Chiemseern zu vermelden: Nach zweieinhalb Jahren verlässt »Hias« Scheurl den TSV. »Das habe ich schon vor der Saison angekündigt«, sagt der Inzeller. Nun hofft er zum Abschied noch auf zwei Erfolgserlebnisse in Tengling und beim Chiemsee-Derby zu Hause gegen Grabenstätt. td