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SV Kirchanschöring will sich rehabilitieren

Die »Woche des Leidens« ist jetzt vorbei, das nächste Ziel steht vor der Tür: Die Landesliga-Kicker des SV Kirchanschöring möchten sich heute (Anstoß: 17 Uhr) im Gastspiel bei 1860 Pfarrkirchen für das jüngste, deprimierende 3:4 (nach 3:0-Führung) gegen den TSV Waldkirchen rehabilitieren und mit einem »Dreier« vom Aufsteiger und Tabellendrittletzten zurückkehren.

Bernd Eimannsberger ist in den wohlverdienten Urlaub aufgebrochen und steht Landesligist SV Kirchanschöring in Pfarrkirchen nicht zur Verfügung. (Foto: Butzhammer)

»Wir fahren wieder mit der Südostbayern-Bahn«, erklärt SVK-Pressesprecher Sepp Thanbichler, der hofft, dass möglichst viele gelb-schwarze Fans bei der Abfahrt um 13.34 Uhr in Kirchanschöring im Zug sitzen. Die Rückankunft ist für 22.24 Uhr terminiert. »Die Südostbayern-Bahn hängt extra einen Waggon für uns an, das wird sicher wieder eine tolle Sache«, so Thanbichler.

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Eine »tolle Sache« ganz anderer Art macht indes Bernd Eimannsberger, der in den USA-Urlaub abgedüst ist und erst wieder Mitte Oktober zur Verfügung stehen wird. Ansonsten dürfte es jedoch im Kader der beiden SVK-Trainer Sepp Aschauer und Uli Habl (er nahm die Pfarrkirchner bereits unter die Lupe) keine gravierenden Veränderungen geben.

Die gravierendste Veränderung im Vergleich zum Waldkirchen-Spiel soll die sein, dass die unnötigen Fehler – die die Partie trotz Überzahlspiel kippen ließen – diesmal nicht wiederholt werden.

»Wir haben es in der zweiten Halbzeit, als Waldkirchen ein Tor nach dem anderen gemacht hat, nicht mehr auf die Reihe gekriegt, uns umzustellen. Diese Kritik müssen sich die Spieler genauso wie wir als Trainerteam gefallen lassen«, blickte Thanbichler selbstkritisch zurück, »wir konnten in dieser Woche auch nicht ganz normal zur Tagesordnung übergehen, sondern haben noch lange über diesen verrückten Spielverlauf diskutiert.«

Man müsse aus so einem grausamen Spiel lernen, fordert der »Anschöringer« Pressesprecher, »äußerst bitter war halt vor allem, dass wir in der Nachspielzeit ausgekontert wurden.« So etwas dürfe einfach nicht passieren, nachdem man schon zuvor drei Gegentreffer kassiert hatte. »An diesem Tag ist nach einer perfekten ersten Halbzeit alles schief gelaufen«, resümiert Thanbichler, »es ist ja auch nicht so, dass wir nach dem ersten oder zweiten Gegentor keine Chancen mehr gehabt hätten. Da war ein 4:1 möglich, später auch ein 4:2. Doch die Chancenverwertung hat nach der Pause ebenfalls plötzlich nicht mehr geklappt.«

So ist es nur ein schwacher Trost für den SVK, dass man im Laufe dieser Woche eine Art »Nachfolger« gefunden hat. Denn: »Im Bayernliga-Spiel in Sonthofen hat der FC Unterföhring am Mittwoch bis zur 79. Minute mit 5:2 geführt, in der 95. Minute hat dann Sonthofen zum 5:5-Enstand ausgeglichen«, schmunzelt Thanbichler.

Nun hofft man im SVK-Lager, dass man heute in Pfarrkirchen – der Neuling hatte seinen Aufstieg bekanntlich im Elfmeterkrimi beim ESV Freilassing gefeiert – nicht über einen kuriosen Spielverlauf schmunzeln muss, sondern über einen konzentriert und engagiert herausgespielten »Dreier«, der beim Kellerkind in jedem Fall angepeilt wird. cs