weather-image

SV Kirchanschöring setzte Lauf fort

5.0
5.0

Der SV Kirchanschöring bleibt in der Spitzengruppe der Fußball-Landesliga Südost vertreten: Auch ohne Ex-Profi Pat-rick Mölzl (Zerrung) und den einen oder anderen weiteren Leistungsträger gewann das Team des Trainerduos Sepp Aschauer/Uli Habl die Heimvorstellung gegen den Kirchheimer SC mit 4:2.


Dabei ließen sich die Gelb-Schwarzen auch von einem zweimaligen Rückstand nicht aus der Fassung bringen und siegten dank einer Leistungssteigerung im zweiten Durchgang völlig verdient. Sepp Aschauer gab zwar unumwunden zu, »dass wir diesmal in der einen oder anderen Situation das Glück auf unserer Seite hatten«, dennoch kann er stolz sein auf die Truppe, die einem keineswegs schwachen Gegner vier Treffer »einschenkte«.

Anzeige

»Die Kirchheimer werden am Saisonende nicht da stehen, wo sie jetzt zu finden sind – sondern viel weiter vorne«, ist sich Aschauer sicher, dessen Crew sich von Beginn an einem defensiv eingestellten KSC gegenüber sah. Trotzdem verbuchten die Gastgeber vor 481 Zuschauern die erste Offensivszene: Sebastian Leitmeier legte den Ball per Brust ab und Bernd Eimannsbergers fulminanter 18-Meter-Schuss zischte nur knapp am Kirchheimer Tor vorbei (3.).

In der 13. Minute gingen allerdings die Gäste in Führung: Georg Münch tauchte allein vor Torhüter Dennis Kracker auf und schob den Ball zum 0:1 ins SVK-Tor. Eine weitere Kostprobe seiner ausgefeilten Schusstechnik lieferte Eimannsberger in der 20. Minute ab, als er sein Visier erneut nur minimal verkehrt eingestellt hatte.

»Wir haben die Kirchheimer immer wieder mit einfachen Fehlern ins Spiel gebracht. Die Gäste haben dann aber auch sehr schnell von Abwehr auf Angriff umgeschaltet und waren insgesamt sehr gefährlich«, analysierte SVK-Koordinator Rudi Tschoner, der damit vor allem auf die beiden Szenen in der 24. und 28. Minute anspielte. Zunächst patzte Koch und der SVK hatte großes Glück, dass Münchs 30-Meter-Lupfer übers leere Tor flog. Dann tauchte Max Leimeister völlig frei vor Kracker auf, verlor aber das Direktduell gegen den routinierten »Anschöringer« Tormann.

Nach einer halben Stunde präsentierte sich auch der SVK wieder in der Offensive. Tom Dengel fand mit seinem 18-Meter-Schuss in Schlussmann Taygun Yildiz, der das Leder um den Pfosten drehte, seinen Meister (29.). Kurz danach glich Leitmeier zum 1:1 aus: Mit einem unwiderstehlichen Dribbling zog er in den KSC-Strafraum ein und vollendete mit einem halbhohen Schuss aus halblinker Position ins lange Eck (30.).

Für den Schlusspunkt in den ersten 45 Minuten zeichnete aber erneut Münch verantwortlich, als er nach unnötigem SVK-Ballverlust und anschließender Max-Leimeister-Vorarbeit halbhoch ins rechte Eck zum 1:2 vollendete.

Nach dem Seitenwechsel machte sich die Umstellung, Alexander Köberich aus der Innenverteidigung auf die »Sechs« vorzuziehen und Andreas Koch in die Kette zu beordern, positiv bemerkbar. Nun war von den Gästen nicht mehr viel zu sehen. Allerdings mussten die Gastgeber zunächst noch eine strittige Szene heil (sprich ohne Elfmeterpfiff für den KSC) überstehen: Tom Dengel hatte einen Kirchheimer im beziehungsweise am eigenen Strafraum unsauber attackiert. Statt eines Freistoßes oder gar eines Elfers für die Coric-Schützlinge gab es jedoch überraschend Freistoß für die Gastgeber (49.).

Ab der 66. Minute drehte der SVK die Partie: Erst verwandelte Kapitän Köberich einen an ihm selbst verursachten Elfer sicher zum 2:2, zwei Minuten später traf Max Vogl die Lattenunterkante des Kirchheimer Tores.

In der 82. Minute war es der eingewechselte Routinier Stephan Schmidhuber, der für die 3:2-Führung sorgte: Leitmeier drang in den Sechzehner ein und scheiterte an einer Glanztat von Yildiz, der Ball landete bei Schmidhuber, der noch seelenruhig einen Kirchheimer düpierte, ehe er abgeklärt einschob.

Nach Gelb-Rot für Gäste-Akteur Benedikt Weinzierl (86./wiederholtes Foulspiel) war es abermals Leitmeier, der in der Nachspielzeit den Sack zuschnürte: Vom neu ins Spiel gekommenen Simon Singhammer mustergültig bedient, umspielte er in einer Kontersituation noch den Torsteher und markierte den 4:2-Endstand. cs