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SV Kirchanschöring II holt den Steiner-Pokal

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Der Kirchanschöringer Pappe Fall (rechts), der in dieser Szene von Kraiburgs Daniel Ziegler gestoppt wurde, verwandelte im Finale den entscheidenden Strafstoß im Elfmeterschießen. (Foto: Weitz)

Die 31. Auflage des Fußball-Steiner-Pokals wurde vom Elfmeterpunkt aus entschieden. In drei der vier Partien der Endrunde um den Pokal der Schlossbrauerei musste die Entscheidung im Elfmeterschießen fallen. Hier hatte der Kreisklassist SV Kirchanschöring II am Ende die Nase mit einem 7:5 gegen den Ligakollegen vom TV Kraiburg vorne. Das kleine Finale zwischen der SpVgg Pittenhart und dem TSV Bergen endete mit einem 13:12-Erfolg für die Elf von Gerhard Stötter. Es war ein wahrer Krimi, der sich in Stein abspielte, schon im Halbfinale am Freitag konnte sich der spätere Turniersieger erst vom Strafstoßpunkt gegen Bergen durchsetzen.


Damit sicherte sich die »Anschöringer«-Reserve das Preisgeld von 750 Euro. Kraiburg durfte sich trotz der Niederlage über einen 500-Euro-Scheck freuen. Bei bestem, aber brütend heißem Fußballwetter standen sich am Vorabend der Endrunden im Halbfinale der SV Kirchanschöring II und A-Klassist TSV Bergen gegenüber. Und die Partie sollte den normalen Verlauf nehmen: Stefan Judex mit einem 25-Meter-Knaller und Jakob Eder, der im Nachsetzen traf, brachten den Favoriten vor der Pause mit 2:0 in Führung. Doch im zweiten Durchgang schlugen die Männer von Wolfgang Oberauer, er vertrat Cheftrainer Herbert Bischof, zurück. Mittelfeldakteur Thomas Schlosser (69.) und Neuzugang Christian Knieps eine Viertelstunde vor Schluss sorgten für den Ausgleich und das anschließende Elfmeterschießen. Da hatten die Gelb-Schwarzen die Nase vorne.

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SpVgg Pittenhart verschläft Anfangsviertelstunde

Im zweiten Halbfinale verschlief die SpVgg Pittenhart die Anfangsviertelstunde und lag schon nach elf Minuten mit 0:2 gegen den TV Kraiburg im Rückstand. Manuel Kraus war mit einem Doppelpack binnen sechs Minuten erfolgreich. Dennoch gab die SpVgg das Spiel nicht verloren und kam durch Jakob Linner zum Anschlusstreffer. Kapitän Heinz Hintermayr stellte mit einer Granate den alten Abstand wieder her, den Linner abermals zum 2:3 noch vor der Pause konterte. Er traf mit einem Schuss ins lange Eck.

Im zweiten Durchgang gab es keine Tore mehr. Dafür wurde es farbenfroh: Denn Franz-Josef Bichler (65., Pittenhart) sowie Patrick Vogel und Andy Balck in den Schlussminuten mussten mit jeweils einer Ampelkarte vom Feld.

Der Finaltag bestand dann aus den Duellen der beiden A-Klassisten um den dritten Platz und die Kreisklassisten bestritten das Finale. Pittenhart gegen Bergen waren die ersten Kontrahenten, die Partie endete torlos, hatte aber das Spektakel im Elfmeterschießen, das so schnell nicht getoppt werden dürfte. Ingesamt waren 28 Strafstöße notwendig, bis der Sieger feststand. Die ersten 20 Schützen waren allesamt erfolgreich, dann folgte der erste Fehlschuss. SpVgg-Tormann Andi Reitmeier scheiterte, machte aber seinen Fehler gleich wieder gut und wehrte den folgenden Schuss ab, es wäre die Entscheidung gewesen. Es gab nochmals fünf Treffer, ehe die Bergener das Tor verfehlten und damit sich die SpVgg den dritten Platz sicherte. »Aufgrund der besseren Chancen in der normalen Spielzeit ist unser Sieg verdient«, sagte Pittenharts Trainer Gerhard Stöttner.

Im Finale sahen die Zuschauer sechs Treffer mit einer dreimaligen Führung für den TV Kraiburg. Torjäger Danny Windt, Daniel Ziegler und Manuel Kraus mit seinem dritten Treffer an den zwei Tagen ließen die Elf von Adrian Malec auf den Turniersieg hoffen. Doch der SVK II ließ nicht locker und kam durch Benedikt Fial und zweimal Thomas Mayer zum jeweiligen Ausgleich. Mayer war mit zwei Freistößen erfolgreich, bei denen Kraiburgs Nummer eins Matthias Gensthaler eine unglückliche Figur machte. Im folgenden Elfmeterschießen versenkten die vier Schützen des SVK II ihre Elfmeter, Pape Fall war für den entscheidenden verantwortlich, Kraiburg hatte zwei Fehlschüsse, sodass der SV Kirchanschöring II sich die Siegerprämie holte und nun der Titelträger 2016 ist.

»Wir sind das Portugal des Steiner-Pokals«

Trainer Stefan Eder freute sich: »Wir sind das Portugal des Steiner-Pokals«, sagte er, weil es in der Gruppenphase nur eine minimale Punktausbeute gab. »Für uns ist es nach dem Vizetitel im Vorjahr natürlich eine tolle Sache.«

Die Siegerehrung führten der Geschäftsführer der Schlossbrauerei Stein, Stefan Haunberger, und der Organisator des Turniers seitens des TSV Stein/St. Georgen, Thomas Georg, durch. Beide übergaben den Siegerscheck und den Pokal an den Gewinner, die Platzierten durften sich über einen Scheck freuen. Der Vorsitzende des Ausrichters, Vitus Pichler, bedankte sich in einleitenden Worten bei den Mannschaften und hob die Tradition der Veranstaltung hervor. td

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