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SV Kirchanschöring gegen Ex-Bundesliga-Torwart

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Trifft er gegen seinen Namensvetter? Kirchanschörings Florian Hofmann hatte im Hinspiel in Pullach ein Tor erzielt, nun trifft er auf Michael Hofmann im Tor des SVP. (Foto: Butzhammer)

Die Leistung hat jüngst beim 1:2 in Heimstetten gestimmt, das Ergebnis jedoch nicht. Insofern muss der SV Kirchanschöring, am vergangenen Wochenende in die »rote Zone« der Fußball-Bayernliga Süd abgerutscht, alles daransetzen, in den restlichen beiden Partien vor der Winterpause zu punkten.


Am morgigen Samstag um 14 Uhr dürfte es im Heimspiel gegen den SV Pullach extrem schwer werden, denn die Gäste reisen als Tabellendritter an und weisen nur drei Zähler Rückstand auf Spitzenreiter VfR Garching auf. Eine Woche darauf (Samstag, 28. November, 14 Uhr), muss der SVK beim abgeschlagenen Schlusslicht SpVgg Ruhmannsfelden ran, wo alles andere als ein Dreier eine herbe Enttäuschung wäre.

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Freier Eintritt für alle Damen

Um zum letzten Heimspiel im Jahr 2015 nochmals viele Zuschauer begrüßen zu können, haben sich die Verantwortlichen der Gelb-Schwarzen etwas einfallen lassen: »Gegen Pullach gibt es wieder einen 'Ladys Day'«, so Abteilungsleiter Manfred Abfalter, »alle Damen haben freien Eintritt.«

Der prominenteste Pullacher steht bekanntlich im Kasten und heißt Michael Hofmann. Auch wenn er erst im Verlauf der aktuellen SVP-Erfolgsserie sein Comeback gab, so hat der 43-jährige Ex-»Löwe« doch erheblichen Anteil daran, dass die Pullacher seit 13 Spielen ungeschlagen sind. »Allein schon beim 2:1 in Erlbach hat er wahnsinnig gehalten«, so SVK-Pressesprecher Sepp Thanbichler.

Zumindest scheint das Torwartproblem der Pullacher bestens gelöst zu sein, denn im Hinspiel (1:1) hatte Schlussmann Cerruti Nsuka-Zola beim SVK-Führungstreffer von Florian Hofmann nicht die allerbeste Figur abgegeben. Allerdings dürfte die Tatsache, dass Michael Hofmann im Gästekasten steht, auch einen besonderen Reiz auf die SVK-Offensivleute um Manuel Jung ausüben. Denn wer will den nicht mal einem ehemaligen Bundesliga-Torwart das Nachsehen geben?

Auch auf der Trainerbank sind die Pullacher top besetzt: Frank Schmöller wurde 1987 mit dem Hamburger SV DFB-Pokalsieger und Bundesliga-Vize. Als Trainer wurde er Bayernliga-Meister 2011 mit dem FC Ismaning und feierte dort den Aufstieg in die Regionalliga Bayern. Vorher hatte Schmöller (48 Bundesliga- und 107 Zweitliga-Einsätze als Spieler) diverse Jugendmannschaften der SpVgg Unterhaching betreut.

Spieler sollen sich »richtig wehren«

SVK-Spielertrainer Patrick Mölzl spricht angesichts der Serie des Gegners von einer »harten Aufgabe«, die für sein Team eine »große Herausforderung« darstelle. Seine Jungs müssten »alles in die Waagschale werfen« und sich »richtig wehren«, um gegen die Raben aus dem Isartal bestehen zu können.

Thanbichler hofft, dass Mölzl nach seiner Fußverletzung wieder einsatzbereit ist, »und dass wir zumindest einen Punkt in 'Anschöring' behalten können, wie im Hinspiel – das wäre auf alle Fälle okay.« Pullach sei eine auf allen Positionen sehr gut besetzte Mannschaft, »die nicht umsonst da oben mitspielt.«

Besonders ein Offensivmann ist beim Tabellendritten (verlor letztmals am 16. August) zu beachten: Der 20 Jahre junge Menelik Ngu’Ewodo, der im Nachwuchs für den FC Augsburg und TSV 1860 München gestürmt hatte, knipste in den letzten vier Begegnungen insgesamt fünfmal. Auf Albert Eder und Co. dürfte also in der SVK-Defensivabteilung absolute Schwerstarbeit warten. cs