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SV Kirchanschöring dreht dank Leitmeier die Partie

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Er war der gefeierte Mann beim SV Kirchanschöring: Sebastian Leitmeier (links) – hier beim Torjubel mit Alexander Köberich – der alle drei Treffer des SVK erzielte. (Foto: Butzhammer)

In der Fußball-Landesliga Südost lieferten sich der SV Kirchanschöring und der TSV Eching beim 3:1 einmal mehr einen heißen Tanz. Trotz der 1:0-Pausenführung der Gäste musste auch TSV-Abteilungsleiter Marcus Heiß schlussendlich anerkennen, dass »das im Großen und Ganzen ein verdienter Sieg für Kirchanschöring war.« Besonders im Fokus stand nach einer auch spielerisch starken Leistung Sebastian Leitmeier, der dem TSV Eching mit seinen drei Treffern binnen 25 Minuten den Garaus machte.


SVK-Ehrenpräsident Horst Hummelberger sprach im Anschluss »von einem der besten Spiele, die ich seit langem gesehen habe.« Anstatt des üblichen Spiels mit viel Ballbesitz zogen sich die Gäste an diesem Tage eher zurück und überließen den Kirchanschöringern das Aufbauspiel. Diese Aufgabe nahmen die Männer um Kapitän »Xandi« Köberich hervorragend an. Der Altenmarkter war es auch, der den ersten Treffer auf dem Fuß hatte, doch nach seinem Abschluss im »Sechzehner« rettete Echings Torwart Ferdinand Kozel gut per Fußabwehr (10). Nur eine Minute darauf jubelte der Großteil der 290 Zuseher zu früh: Einen der zahlreichen Ballgewinne im Mittelfeld nutzte Köberich, um Christian Heinrich steil zu schicken. »Heini« hob das Leder geschickt über den herausstürzenden Kozel, doch Attila Arkadas kratzte den Ball Zentimeter vor der Linie weg. »In der ersten Halbzeit sind wir nicht optimal mit unseren Chancen umgegangen und haben es versäumt, in Führung zu gehen.« Das ist aber auch der einzige Kritikpunkt, dem wir uns heute stellen müssen«, so SVK-Trainer Günter Heberle. Er musste zusehen, wie in der 13. Minute Schlussmann »Lu« Hoyer das erste Mal eingreifen musste. Thomas Mooser unterlief im Strafraum ein Fehler, den Vincenzo Potenza mit seinem Flachschuss aus kurzer Distanz beinahe zum 0:1 verwertet hätte, doch Hoyer brachte die Fußspitze dazwischen und lenkte das Leder an die Latte.

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Zehn Minuten vor der Pause war jedoch auch Hoyer geschlagen. Aus einer scheinbar harmlosen Szene segelte der Ball plötzlich in den Kirchanschöringer Strafraum, wo der kurz zuvor eingewechselte Julian Allgeier den Ball präzise neben den linken Pfosten setzte – 0:1. Eine bittere Pille für die Crew um Günter Heberle und Sepp Aschauer. Kurz vor der Pause bot sich eine Riesenchance zum Ausgleich. Leitmeier, bedient von Köberich, setzte sich im Duell mit Arkadas energisch durch, setzte einen Haken und drehte den Ball von halblinks an den Pfosten. Von dort aus fiel Christian Heinrich das Leder vor die Füße, der Torhüter Kozel sogar überwand, allerdings klärte der Echinger Peter Enckell auf der Linie (42.).

Im zweiten Durchgang sprang der Funke dann spürbar aufs Publikum über, ganz besonders als Sebastian Leitmeier nach 63 Minuten den Ausgleich erzielte. Potenzas Rückpass wurde zur Vorlage für »Leiti«, der alleine auf Kozel zusteuerte. Der Schlussmann verzögerte gut und zwang den Torjäger so, drei Haken mit der Hacke vor ihm zu setzen, ehe der Weg frei war um das Leder in die Maschen zu hämmern. Die Zuschauer waren begeistert.

Nun hatten die Gelb-Schwarzen mächtig Aufwind. Nur sieben Minuten später belohnten sich die »Anschöringer« für ihr ansprechendes Fußballspiel. Allerdings war es Echings Ludwig Stegmaier, der Leitmeier mit einem Lapsus den Weg zum Tor ebnete. »Leiti« blieb cool und verwandelte mit der Pike ins lange Eck (71).

Die Gäste ließen ihre individuelle Klasse durchaus aufblitzen, schafften es aber nicht, den gut organisierten SVK aus den Angeln zu heben. Dabei waren dem Echinger Torjäger Fabijan Hrgota seine fast 37 Jahre mittlerweile deutlich anzumerken: Max Willinger und Albert Eder waren ihm stets einen Schritt voraus.

Als Eching schließlich in den Schlussminuten alles nach vorne warf, stand Sebastian Leitmeier bereits parat, um sich auf die Reise zum dritten Treffer zu machen. So geschah es dann auch: Andreas Koch schnappte sich den Ball und schickte Leitmeier auf die Reise, der Kozel abermals aussteigen ließ und zum 3:1-Endstand einschob. bt