weather-image

SV Kirchanschöring besiegt Schwabmünchen

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Kirchanschörings Anton Peter (Mitte) ließ sich von Schwabmünchens Fabio Maiolo (links) und Thomas Rudolph nicht stoppen und brachte seine Mannschaft mit einem abgefälschten Ball in Führung. (Foto: Butzhammer)

Zufriedene, ja glückliche Gesichter gab es am Samstag beim SV Kirchanschöring: Die Fußballer haben zum Auftakt nach der Winterpause in der Fußball-Bayernliga Süd ihr Heimspiel gegen den TSV Schwabmünchen mit 2:0 (2:0) gewonnen und die Gäste damit in der Tabelle überholt.


Bis zum ersten Tor-Jubel gab es für die Kostner-Elf zwar schon einige gute Aktionen, doch auch die Gäste sorgten immer wieder für Gefahr. Allerdings fand sich für die Flanken jeweils kein Abnehmer in der Mitte (9./12. Minute).

Anzeige

Nach einem Eckball von rechts von Yasin Gürcan ging der SV Kirchanschöring schließlich in Führung: Albert Deiter nahm das Leder aus über 20 Metern volley, vor dem Tor fälschte Anton Peter mit der rechten Hacke ab und der Ball landete zum 1:0 im Tor (20. Minute). Für den Torschützen war der Treffer »nur teilabsichtlich«, wie er später erklärte. Albert Deiter habe »gut gezielt« und seine Hacke getroffen – »überragend gemacht«, lobte der Torschütze augenzwinkernd. »Bei mir war da vielleicht ein kleiner Reflex da.«

Vor dem Pausenpfiff ließen Manuel Omelanowsky (30.) und Tobias Schild (38.) mit Schüssen knapp neben den linken Pfosten oder das Außennetz die Zuschauer weiter hoffen. Bei den Gästen traf Fatlum Talla das Leder nicht richtig und vergab (40.). Kurz vor der Pause setzte sich Manuel Omelanowsky dann rechts an der Grundlinie durch, passte zur Mitte und Manuel Jung schoss das Leder links unten ins Netz zum 2:0 (45.).

In der zweiten Halbzeit hätte sich das Blatt noch wenden können, als Kirch-anschörings Neuzugang Lukas Pöllner, dem SVK-Trainer Michael Kostner bis dahin ein »hervorragendes Spiel« bescheinigte, mit der Ampelkarte vom Platz flog (57.). Mit zehn Feldspielern stand der SVK dann noch tiefer, durch die laut Trainer »kalkulierte Lufthoheit« gelang am Ende dank der »Zweikampfstärke« ein »glücklicher, aber verdienter Sieg«.

Während der Woche hatte beim SVK noch Co-Trainer Alex Harsch das Training geleitet, weil Michael Kostner krankheitsbedingt passen musste. Beim Sieg seiner Mannschaft stand er aber wieder an der Außenlinie. Der Chef-Trainer wusste, »dass Schwabmünchen eine spielerisch starke Mannschaft ist. Wir haben uns taktisch deshalb auch etwas anders verhalten.« So sei seine Mannschaft zu Beginn »gewollt tiefer gestanden«. In den ersten 30 Minuten sei es eine »ausgeglichene Begegnung« gewesen, »dann kam die gewünschte Standard-Situation« mit dem »Quäntchen Glück« und dem zweiten Treffer kurz vor der Halbzeitpause. Ein Lob zollte Kirchanschörings Trainer besonders Manuel Omelanowsky, der da »super nachgesetzt hat«.

Gästetrainer Paola Maiola gratulierte zum »verdienten Sieg«, die Schwaben hätten gewusst, »dass es hier richtig schwer wird aufgrund der körperlichen Überlegenheit« der Heim-Mannschaft. »Wir wollten hier vernünftig und guten Fußball spielen, wie wir es können: technisch schnell, was aber aufgrund der Platzverhältnisse nicht möglich gewesen war.« In den Zweikämpfen sei der SVK einfach »überlegen« gewesen. Bis zur 2:0-Führung sei es ein »Hin und Her« gewesen, dann musste er verletzungsbedingt zweimal wechseln. »Das war nicht gut für uns und torgefährlich waren wir auch nicht«, gab Paola Maiola zu.

SV Kirchanschöring: Schönberger, Janietz, Eder, Peter, Deiter, Pöllner, Omelanowsky (60. Muteba), Gürcan, Vogl (88. Urban), Schild (60. Köck), Jung.

TSV Schwabmünchen: Thiel, Karvar, Kusterer (72. Morfakis), Maiolo, Örnek, Schmid (27. Abazi), Prechtl, Mittermaier, Talla (44. Juric), Uhde, Rudolph.

Tore: 1:0 Peter (20.), 2:0 Jung (45.).

Gelb-Rote Karte: Pöllner (57./wiederholtes Foulspiel).

Zuschauer: 424.

Schiedsrichter: Florian Jäger (Salzburg). mw