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SV Kirchanschöring als krasser Außenseiter

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Er wird dem Fußball-Bayernligisten SV Kirchanschöring in der Begegnung beim Tabellenführer FC Pipinsried am morgigen Samstag fehlen: der weiterhin angeschlagene Maxi Sturm. (Foto: Butzhammer)

Eine Herkulesaufgabe hat der SV Kirchanschöring am morgigen Samstag um 17 Uhr in der Fußball-Bayernliga Süd zu absolvieren: Die Mannen von Trainer Michael Kostner gastieren beim ungeschlagenen Spitzenreiter FC Pipinsried (Bilanz: 7-2-0). Diesen schätzt der SVK-Coach »derzeit sogar stärker« ein als den amtierenden Meister Türkgücü München in der vergangenen Saison.


Die jüngsten Ergebnisse des Spitzenreiters sprechen Bände: 5:1 in Hankofen-Hailing, jeweils 5:0 gegen Kottern und zuletzt in Pullach. Insofern steht fest, dass die »Kirchanschöringer« als Außenseiter in den Landkreis Dachau reisen. Stephan Thee, Christoph Rech und Co. befinden sich hingegen ganz klar in der Favoritenrolle.

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»Trotzdem werden wir uns nicht hinten reinstellen wie die letzten Gegner der Pipinsrieder, für die das dann letztlich auch schiefgegangen ist«, sagt Kostner, »wir werden etwas riskieren. Beim Anpfiff steht es erst einmal 0:0, und einen Punkt wollen wir mitnehmen.«

Es sei aber definitiv kein Beinbruch, falls es gegen den Ex-Regionalligisten doch nicht klappen sollte, betont der SVK-Cheftrainer. Verzichten muss Kostner morgen auf Florian Hofmann, der privat verhindert ist und bei einer Hochzeit zu Gast ist, sowie den angeschlagenen Maxi Sturm (der wohl nächstes Wochenende zu Hause gegen den TSV Dachau wieder mitmischen kann).

Verzichten muss der Trainer auch auf seinen Sohn Kevin, den eine Achillessehnenverletzung noch etwa vier Wochen außer Gefecht setzen dürfte. Ansonsten hat er alle Mann an Bord.

Und auch mit der jüngsten Vorstellung gegen Türkspor Augsburg, die wegen des Notarzteinsatzes für Herbert Voggenberger (der SVK-Fan verstarb wenig später 80-jährig/wir berichteten) abgebrochen wurde, war Kostner durchaus zufrieden: »Das ist natürlich eine sehr traurige Geschichte. Da rückt der Sport in den Hintergrund, wenn es um Leben und Tod geht. Und wir alle, auch die Türken aus Augsburg, hatten vollstes Verständnis für den Spielabbruch. Doch meine Jungs waren richtig gut im Spiel, haben 1:0 geführt und waren nah dran am 2:0«, meint der SVK-Coach.

Ein Nachholtermin steht übrigens auch schon fest: Die Türken reisen am Mittwoch, 2. Oktober (Anstoß: 17.45 Uhr), ein zweites Mal nach Kirchanschöring. »Trotzdem kann man das nicht als Maßstab für den kommenden Samstag nehmen, was wir letzte Woche gespielt haben. Pipinsried ist einfach ein ganz anderes Kaliber«, redet Michael Kostner Klartext. cs