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SV Erlbach mit guten Standards zum 2:1-Erfolg beim SVK

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Er brachte den SV Kirchanschöring in Führung, doch letztlich reichte es im Derby gegen den SV Erlbach nicht ganz zu einem Punktgewinn für den SVK: Florian Hofmann. (Foto: Butzhammer)

SV Kirchanschöring: Kracker, Janietz, Höller (ab 65. Schmidhuber), Omelanowsky (ab 66. Vogl), Gürcan, Mölzl, Söll, Eimannsberger, Hofmann, Schild, Sturm (ab 46. Willinger).


SV Erlbach: Malec, Schaumeier, Bonimeier, Schreiner, Schwarzmeier, Popp, Maier (ab 51. Mösmang), Holzner, Jäger (ab 66. Salzinger), Hahn, Leitmeier (ab 76. Messerer).

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Schiedsrichter: Steckermeier (TSV Altfraunhofen).

Zuschauer: 813.

Tore: 1:0 Hofmann (7.), 1:1 Bonimeier (20.), 1:2 Jäger (64.).

Nach dem 2:1 (1:1)-Erfolg des SV Erlbach im Derby der Fußball-Bayernliga Süd beim SV Kirchanschöring waren sich die Experten einig: Der Sieg der Berg-Elf war verdient, weil die Gäste aus dem Holzland mehr Ballbesitz hatten, mehr Torgefahr ausstrahlten und deutlich weniger Fehler im Spielaufbau produzierten.

Zur Beruhigung beider Fanlager meinte Ehrengast Dr. Rainer Koch (DFB-Vizepräsident und BFV-Chef) auf der Pressekonferenz nach dem Prestigeduell: »Ich bin guter Dinge, dass wir dieses Derby auch im nächsten Jahr wieder in der Bayernliga erleben werden.«

Das würde vor allem Robert Berg freuen, der zum ersten Mal mit dem SVE einen Punktspielsieg gegen seinen früheren Verein feierte, wodurch das Team um Kapitän Peter Schreiner auf Platz 15 kletterte und den Rückstand auf die Hausherren – die nach wie vor »über dem Strich« zu finden sind – auf nur noch drei Zähler reduzierte.

»Es war bewundernswert, wie ruhig wir nach dem schnellen Rückstand weitergespielt haben, den wir aus dem Nichts kassiert haben«, freute sich der Gästetrainer. Florian Hofmann hatte in der 7. Minute mit seinem schwächeren rechten Fuß aus 18 Meter abgezogen – der Sonntagsschuss schlug unerreichbar für Klaus Malec im langen Kreuzeck ein.

»Alles kannst du eben nicht kompensieren«

»Alles kannst du eben nicht kompensieren«, erklärte SVK-Spielertrainer Patrick Mölzl, der sich nicht unbedingt darüber wunderte, dass es diesmal nicht gereicht hatte, um zum fünften Mal in Serie unbesiegt zu bleiben. Mehr als eine halbe Mannschaft musste er ersetzen, unter anderem Kapitän Albert Eder (verhindert) sowie die beiden Offensivleute Christian Heinrich (verletzt) und Manuel Jung (gesperrt). »Insofern ist diese Niederlage kein Beinbruch. Wir haben ja schon vor der Saison gewusst, dass uns in dieser Liga ein Auf und Ab erwartet.«

Der Ex-Kirchanschöringer Sebastian Leitmeier, Wolfgang Hahn und Christoph Popp, dessen akrobatischen Fallrückzieher Dennis Kracker toll parierte, sorgten gleich nach der SVK-Führung für Alarm im Strafraum der Gelb-Schwarzen, sodass der Ausgleich in der 20. Minute auch verdient war: Franz Holzner – in den vergangenen Wochen nicht in der Startelf, doch diesmal sehr stark agierend – zog einen Freistoß aus dem Halbfeld mit viel Gefühl im linken Fuß herein und Harald Bonimeier vollendete per Kopf via Innenpfosten zum 1:1. Glück hatten die Hausherren in der 34. Minute, als Kracker im Anschluss an eine Leitmeier-Hereingabe ein Eigentor von Martin Söll verhinderte.

Auch nach dem Seitenwechsel zeigte Erlbach mehr Zug zum Tor, während der SVK zu viele leichte Fehler im Spielaufbau machte und somit »keinen Druck aufbauen« konnte, wie es Co-Trainer Dominik Hausner formulierte. Dennoch war auf beiden Seiten die Führung möglich.

»Anschöringer« Anhang fordert vergeblich Elfmeter

So schoss Leitmeier am langen Eck vorbei, und auf der anderen Seite klärte Malec gegen Manuel Omelanowsky, und bei einer Aktion von Bonimeier gegen Tobias Schild forderte der »Anschöringer« Anhang einen Strafstoß. »Das war definitiv kein Elfer«, kommentierte SVE-Abteilungsleiter Hermann Speckmaier diese Szene aus der 60. Minute. Dagegen behauptete Mölzl, dass Bonimeier nach dem Spiel zugegeben hätte, »dass man hier Elfer pfeifen kann.«

Fakt ist, dass die Gäste vier Minuten später in Front zogen: Freistoß Holzner, Klärungsversuch Söll, Volleyschuss Popp, Glanzparade Kracker, Abstauber Christoph Jäger – so entstand das 2:1 für die Berg-Crew, die es danach versäumte, den Sack zuzuschnüren. Beispielswiese ließ Popp eine dicke Chance aus, als er den Ball am langen Eck vorbeisetzte (82.).

Am Ende hätten sich die Erlbacher nicht beschweren dürfen, wenn es doch nochmal hinten geklingelt hätte. Stephan Schmidhubers Versuch (Malec sicher) und Hofmanns Schlenzer (drüber) entfachten zwar keine ernsthafte Gefahr. Doch in der 88. Minute hatte der aufgerückte Tobias Janietz das 2:2 auf dem Fuß: Nach einer abgewehrten Mölzl-Ecke kam er in Top-Position zum Abschluss, drosch das Leder jedoch knapp am Kreuzeck vorbei. »Ich hoffe, das war die Wende – in den vergangenen Wochen hätten wir in dieser Szene sicher noch ein Tor kassiert«, atmete Berg erleichtert auf. cs

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