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Auch sie darf am Wochenende beim Continentalcup antreten: Lisa Zinecker vom SV Oberteisendorf. (Foto: DSV)

Stützpunkt mit großem Aufgebot zum Continentalcup

Schöner Erfolg für den Stützpunkt Ruhpolding: Bei den internen Qualifikationen der deutschen Skilangläufer für den Continentalcup-Auftakt schafften es fünf Langläuferinnen und zwei Langläufer in die COC-Mannschaft. Diese stellt insgesamt 24 Aktive – nämlich je sechs Damen und Herren in den Altersklassen U 20 und U 23.

»Wir sind erstmal zufrieden«, betont daher Stützpunkttrainer Frank Nitsch. Er hatte sich mit seinen Schützlingen seit dem 14. November in Livigno (Italien) auf die Wettkämpfe vorbereitet. Diese sollten im etwa eine Stunde Fahrtzeit entfernten Santa Caterina stattfinden, wurden von dort aber wegen Schneemangels nach Livigno verlegt. Dort traten die deutschen Sportler innerhalb des Italien-Cups in einem internationalen Feld (unter anderem mit Aktiven aus Frankreich, Slowenien, Polen) an. »Das war schon ein halber Continentalcup«, kommentiert dies Nitsch.

Erfreulich war, dass sich in der U 23 neben Alexandra Danner (SC Lenggries) – die die erhoffte starke Sprintleistung zeigte – auch Sophie Lechner (TSV Marquartstein) einen Platz für den COC sichern konnte. Sie überzeugte im Distanzrennen. »Allerdings muss man auch zugeben, dass die drei etablierten Kräfte Katherine Sauerbrey (SC Steinbach-Hallenberg), Helen Hoffmann (WSV Oberhof) und Lara Dellit (WSV Asbach) erkrankt gefehlt haben«, weiß Nitsch. Stützpunkt-Langläuferin Kim Hager (SC/TV Gefrees) verpasste einen COC-Platz knapp, »ihr haben zwei Sekunden auf Amelie Hofmann (WSV Isny) gefehlt«, berichtet ihr Trainer.

In der Altersklasse U 20 schafften es sogar drei Sportlerinnen des Stützpunkts in den COC. Charlotta de Buhr (SC Aising-Pang) überzeugte im Sprint, Christina Döringer (Nordic-Team Klingenbrunn) und Lisa Zinecker vom SV Oberteisendorf schafften es über das Distanzrennen. Döringer ist heuer neu am Stützpunkt. Zinecker schaffte es über einen Trainerentscheid ins Team.

Als zweitbester Deutscher im Sprint erfüllte Anian Sossau (SC Eisenärzt) die Erwartungen und sicherte sich einen Platz in der U-23-Auswahl. Das schaffte auch Paul Gräf (WSV Asbach). Der 22-Jährige, der heuer bekanntlich keinem DSV-Kader angehört, war im Distanzrennen zweitbester Deutscher hinter Thomas Bing. »Das war schon richtig gut«, lobt sein Trainer.

Unglücklich lief es lediglich für Alexander Brandner (WSV Bischofswiesen): Der 21-Jährige »hat sich in der Vorbereitung im Sprint sehr stark gezeigt – aber im Wettkampf war er hinter Maxim Cervinka viertbester Deutscher«, bedauert Nitsch. Er macht seinem Schützling aber Mut: »Das Potenzial hat er.«

Das Team blieb gleich in Livigno, ehe es am Mittwoch nach Santa Caterina weiterreiste, wo am Wochenende ein Sprint (Freie Technik) und ein Distanzrennen (Klassische Technik) ausgetragen werden sollen. Es folgt die Rückkehr nach Deutschland und am Wochenende 10./11. Dezember ein Deutschlandpokal in Seefeld.

Dort können sich all diejenigen wieder für den COC anbieten, die es diesmal nicht geschafft haben. Es gibt für die Langläufer im Deutschen Skiverband nämlich ein neues Auf- und Abstiegssystem: Im Deutschlandpokal ist im Prinzip ein Sieg gefordert, um in den COC aufsteigen zu können. Wer im COC läuft, muss dort mindestens bei einem Wettkampf oder in der Gesamtwertung eines Wochenendes unter die Top Ten kommen – wer dieses Ziel verfehlt, steigt in den Deutschlandpokal ab.

Umgekehrt gilt: Ein Podestplatz im COC bedeutet die Startberechtigung für den Weltcup. Wer wiederum im Weltcup nicht in einem der Wettbewerbe oder der Gesamtwertung unter die Top 30 kommt, steigt in den COC ab.

»Das ist ein schönes System, das für alle Ebenen Chancen bietet«, freut sich Nitsch. Auch mit den heimischen Weltcup-Teilnehmern zeigt er sich zufrieden: Lucas Bögl (SC Gaißach) hatte zuletzt sogar schon die halbe WM-Norm, geschafft, auch Albert Kuchlers (SpVgg Lam) 25. Platz über 10 km klassisch sei gut gewesen, »damit hat er seine bisher beste Weltcup-Leistung eingestellt.« Schade sei, dass Jonas Dobler (SC Traunstein) erkrankt gefehlt habe, »er fällt auch für dieses Wochenende in Lillehammer (Norwegen) aus«, bedauert Nitsch. Dagegen sollen Bögl und Kuchler möglichst wieder an ihre Leistungen vom Auftakt anknüpfen. Schließlich geht es darum, sich für weitere Weltcup-Einsätze zu empfehlen.

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