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Stressige Anreise, ganz starker WM-Auftritt

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Die Grassauer Triathletin Heike Funk holte sich bei der ITU-WM über die Langdistanz auf der dänischen Insel Fyn den Vizetitel in ihrer Altersklasse.

Auf den Punkt fit ist Heike Funk gewesen – der Lohn: Die Grassauer Triathletin kehrte von der ITU-Weltmeisterschaft auf der dänischen Insel Fyn mit einer Medaille über die Langdistanz heim und erfüllte damit auch ihre Erwartungen. Der 2. Platz in der AK 50 war auch ihr erster Titel bei einer WM. »Es war ein schöner Wettkampf und er hat viel Spaß gemacht«, freute sie sich im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt.


Die letzten Tage vor dem Rennen waren allerdings ziemlich stressig für Heike Funk. Die Triathletin fuhr nämlich mit ihrer Tochter Anna-Marie mit dem Auto zum Wettkampfort. Insgesamt zwölf Stunden waren sie an zwei Tagen unterwegs. »Das war sicher keine optimale Vorbereitung«, betonte Heike Funk.

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Dennoch schüttelte die Lehrerin die Strapazen der Fahrt schier mühelos ab – und legte vor allem im Wasser einmal mehr eine Topzeit hin. »Die 3 km Schwimmen liefen perfekt«, freute sich die erfahrene Sportlerin. Es sei im Wasser teilweise allerdings sehr eng gewesen, berichtete sie. Doch davon zeigte sich Funk unbeeindruckt und lag nach der ersten Disziplin deutlich vor ihren Konkurrentinnen. Sie stieg nach starken 46:38 Minuten als Erste ihrer Altersklasse aus dem Wasser.

Die flachen 121 Radkilometer waren dann »richtig anstrengend«, berichtete die sympathische Sportlerin. »Der Wind und die ständige Aeroposition machten mürbe.« Doch Heike Funk meisterte auch diese Herausforderung und lag nach der zweiten Disziplin noch immer in Führung. Allerdings schmolz ihr Vorsprung nun dahin. Die spätere Siegerin Fullen Gill aus England verkürzte den Rückstand auf die Führende Funk, die 2017 in der Altersklasse 45-49 in Kitzbühel Europameisterin auf der Olympischen Kurzdistanz wurde, kontinuierlich.

Auf der 30 km langen Laufstrecke war's dann schließlich so weit: Gill überholte Funk gleich auf den ersten Kilometern. »Sie war einfach um ein Eck schneller als ich«, sagte die Grassauerin ohne Groll und schob hinterher: »Das Laufen mag ich einfach nicht so gern.«

Aber auch über die WM-Silbermedaille freute sich Heike Funk, die nach 6:55:58 Stunden die Ziellinie überquerte, riesig. »Ein Podestplatz ist doch stark«, jubelte sie. Die Drittplatzierte Schweizerin Tanja Buehlmann Umbricht kam übrigens 20 Sekunden später als Funk ins Ziel. »Das war schon super, dass ich sie noch hinter mir lassen konnte«, ergänzte Heike Funk.

Nach dem Wettkampf ging's direkt mit dem Auto zurück. Schließlich musste Heike Funk wieder zur Arbeit. Und wie geht's jetzt sportlich weiter? »Jetzt ist erst einmal ein wenig Erholung angesagt«, betonte sie. Aber die Wettkampfsaison ist für die Triathletin noch nicht ganz zu Ende. Es steht unter anderem noch die Challenge Walchsee am 2. September auf dem Programm – und dabei werden übrigens wohl gleich mehrere Funks am Start sein, denn auch ihr Mann Harald und ihr Sohn Frederic wollen dort starten. SB

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