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Strahlende Sieger: Der Grabenstätter Florian Wiesholler (links) landete beim Traunsteiner Halbmarathon einen Start-Ziel-Sieg. Sein Trainer Julian Erhardt, der Profi-Triathlet aus Übersee, gewann zum dritten Mal in Folge den 12-km-Lauf. (Foto: Wukits) Foto: Ernst Wukits

Strahlende Sieger beim Traunsteiner Halbmarathon

Was für ein sportliches Fest! Die 12. Auflage des Traunsteiner Halbmarathons konnte nach der zweijährigen Corona-Pause am Muttertag endlich über die Bühne gehen. Letztlich gingen insgesamt an die 300 Läufer beim Halbmarathon und beim 12-km-Lauf bei besten äußeren Bedingungen an den Start. Die würdigen Sieger des Halbmarathons hießen Florian Wiesholler und Kerstin Esterlechner. Auf der kürzeren Strecke hatten Profi-Triathlet Julian Erhardt und Christiane Kuchler-Poll (Mehr als Bewegen) die Nase vorn.


»Wir haben gute sportliche Ergebnisse gesehen«, freute sich Organisator Helmut Otillinger vom TV Traunstein. Der Sportverein organisiert das Rennen ja zusammen mit Sport Praxenthaler. Auch Sprecher Christoph Grabner würdigte die Leistungen »von allen, die mitgemacht haben«. Es sei wieder eine tolle Veranstaltung gewesen, ergänzte der Moderator.

Für den Grabenstätter Florian Wiesholler, der seit über zwei Jahren nun schon in der Läuferszene in der Region und darüber hinaus ganz vorne mitmischt, war's der erste Start in Traunstein. »Ich habe mich richtig darauf gefreut«, betonte er im Gespräch mit unserer Sportredaktion. Er kam beim Lauf über 21,0975 km in ganz starken 1:14:01 Stunden ins Ziel und stellte damit eine neue persönliche Bestleistung über die Halbmarathon-Distanz auf. »Dass das jetzt so gelaufen ist, ist super«, strahlte Wiesholler. Sein Trainer Julian Erhardt unterstrich das ebenfalls: »Bei der Strecke ist das eine Leistung«, lobte der Profi-Triathlet aus Übersee seinen Schützling.

Auch die Damen-Siegerin Kerstin Esterlechner (Autohaus Reiter) strahlte im Ziel am Traunsteiner Stadtplatz über das ganze Gesicht. »Ich wollte den Lauf unbedingt gewinnen«, betonte sie – und ihr Plan ging in 1:29:23 Stunden auf! »Es ist wirklich gut gelaufen«, hob sie hervor. Auch die erfahrene Sportlerin betonte, dass die Strecke in Traunstein wahrlich nicht einfach sei und gerade der Berg gegen Ende hin wirklich »zach ist«. Zweite Frau bei den Frauen wurde Nina Koller (TSV Bad Reichenhall/1:29:33) vor Tanja Kühn (1:37:50).

Für Kerstin Esterlechner geht's in den nächsten Wochen jetzt wieder eher in die Berge: Die starke Läuferin wird unter anderem beim Hochgern-Lauf am kommenden Sonntag (10 Uhr) am Start sein und auch beim Stoißer-Alm-Berglauf am Samstag, 28. Mai, ihr Können unter Beweis stellen.

Beim Halbmarathon wurde auch wieder die Otillinger-Trophy an den besten Läufer und an die beste Läuferin mit Wohnsitz in Traunstein vergeben. In Abwesenheit des Streckenrekord-Halters Filimon Abraham, der den Wanderpokal bei den letzten beiden Auflagen geholt hatte, schnappte sich diesmal Thomas Einsiedler die Trophäe.

»Das ist für mich auf jeden Fall etwas Besonderes«, sagte der Traunsteiner, der in der Gesamtwertung hinter Wiesholler und Patrick Kühn (TSV Traunwalchen/ 1:18:09) in 1:19:15 starker Dritter geworden ist. In seiner Altersklasse 30 - 39 belegte er damit hinter Kühn noch den zweiten Rang. Mit seiner Zeit schaffte er ebenfalls eine neue persönliche Bestmarke. »Ich bin absolut zufrieden«, sagte Thomas Einsiedler.

Bei den Frauen ging die Otillinger-Trophy an Laura Sommerauer. Die Traunsteinerin wurde in 1:42:29 Achte in der Gesamtwertung und Fünfte in ihrer Altersklasse 18 - 29.

Dreimal wurde bislang im Rahmen des Traunsteiner Halbmarathons auch der 12-km-Lauf ausgetragen und dreimal hieß der Sieger bei den Männern Julian Erhardt! Der Profi-Triathlet aus Übersee musste zuletzt wegen einer Grippe im Training kürzertreten, wurde aber für den Lauf in Traunstein rechtzeitig fit. »Für mich hat das Rennen in Traunstein gut reingepasst«, erzählte er. Er siegte in 42:01 Minuten vor Severin Bächle (TV Traunstein/ 43:27) und Ciaran Quinn (Dublin University/44:15).

Für Erhardt wird nun am 22. Mai bei der Challenge-WM in Samorin (Slowakei) die Triathlon-Saison mit einem Rennen über die Mitteldistanz (1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren, 21,1 km Laufen) beginnen. »Vom Gefühl her passt es ganz gut. Mein Körper muss sich jetzt nur noch von der Erkrankung erholen«, zeigte er sich optimistisch.

Begeistert von der Veranstaltung in Traunstein zeigte sich auch die 12-km-Siegerin Christiane Kuchler-Poll (Mehr als Bewegen). Die Läuferin aus Neubeuern startete kurz entschlossen erstmals in Traunstein und sicherte sich in 50:21 Minuten den ersten Rang. Auf den weiteren Podestplätzen folgten Christine Schäler (56:10) und Alina Rimbach (58:26).

»Ich kannte die Strecke ja nicht und es war schon anstrengend«, betonte Christiane Kuchler-Poll. »Aber es lief gut und es war vor allem super, dass so viele Leute am Weg gestanden sind und die Läufer angefeuert haben.« Im nächsten Jahr könnte es daher gut möglich sein, dass sie wieder nach Traunstein komme, sagte sie. »Dann starte ich vielleicht beim Halbmarathon.«

Diese Worte hörte Helmut Otillinger sehr gern und er hatte für alle Läufer auch gleich noch gute Nachrichten: »Es wird auch 2023 den Traunsteiner Halbmarathon geben«, versprach der Organisator. Und der Termin steht freilich auch schon fest: In Traunstein wird auch im nächsten Jahr traditionell wieder am Muttertag gelaufen.

SB

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