Stephan Aitl und Kerstin Esterlechner sind die Premierensieger

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Kerstin Esterlechner siegte bei den Damen. (Foto: Brenninger)
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Florian Holzinger (links) und Stephan Aitl liefen beim Sechs-Stunden-Lauf einige Runden gemeinsam. Am Ende hatte Aitl die Nase vorn. (Foto: SC Eisenärzt)

Die Premiere des Sechs-Stunden-Laufs des SC Eisenärzt war ein voller Erfolg! Insgesamt stellten sich 14 Frauen und zwölf Männer sowie ein Mädchen und ein Bub der Herausforderung auf dem 6,6 Kilometer langen Rundkurs mit Start und Ziel am Siegsdorfer Schwimmbad.


Den Sieg sicherten sich Kerstin Esterlechner bei den Frauen und Stephan Aitl bei den Männern. »Es war wirklich sehr beeindruckend, welche Leistungen gezeigt worden sind«, hob Organisator Wolfgang Geistanger vom SC Eisenärzt bei der Siegerehrung hervor. Was ihn besonders freute, aber doch auch sehr überraschte, war die Tatsache, dass mehr Frauen als Männer am Start gewesen sind.

Die Frauen zeigten starke Leistungen. »Das war richtig schön«, freute sich Siegerin Kerstin Esterlechner kurz nach dem Ablauf der sechs Stunden im Zielbereich. »Und vor allem war es auch einmal etwas ganz anderes im Vergleich zu dem, was ich bisher in diesem Jahr alles gelaufen bin«, ergänzte die Berglauf-Doppelweltmeisterin (W 40) vom PTSV Rosenheim.

Erst in der Woche zuvor hatte Esterlechner den Alzauenlauf gewonnen (wir berichteten) und dort erst von der Veranstaltung des SC Eisenärzt erfahren. Spontan entschied sie sich dann zur Teilnahme am Sechs-Stunden-Lauf entlang der Traun – und meisterte die Aufgabe mit Bravour. »Damit ist meine Saison jetzt beendet«, betonte Esterlechner, die heuer unter anderem auch den Halbmarathon um den Simssee gewonnen hatte. »Das hier war jetzt ein krönender Abschluss meiner Saison«, fand sie. »Im nächsten Jahr greife ich dann wieder an.«

Insgesamt schaffte Kerstin Esterlechner 70 km. Auf dem zweiten Platz folgte Kathi Hallweger (Bergwacht Bergen) mit 62,37 km. Dann kamen vier Läuferinnen mit jeweils 55,44 km. Die Schnellste dabei war Monika Stetter (Tom the baker running), die sich so Platz drei sicherte. Auf den weiteren Plätzen folgten Elena Rauer (Lauffeuer Chiemgau), Martina Rothe (SV Surberg) – ihre Tochter Emma Rothe (SV Surberg/Jahrgang 2010) lief ebenfalls mit und zeigte mit 35,65 km eine beeindruckende Leistung – und Marina Schenk (TSV Palling). Petra Arlt (Speed Turtle) lief 53,51 km und wurde damit Siebte.

Besonders hervor hob Wolfgang Geistanger noch die Leistung der Zehntplatzierten Andrea Reichelt, die am Ende 44,44 km stehen hatte. »Sie ist eine absolute Laufanfängerin, die dieses Jahr erst mit dem Laufen angefangen hat«, lobte Geistanger. »Sie ist noch nie so lange oder so weit gelaufen.« Überglücklich kam Reichelt ins Ziel und freute sich laut dem Organisator »wie eine Schneekönigin«. Geistanger betonte: »Es freut mich am meisten, wenn ich jemand für diesen Sport begeistern kann.« Genau aus diesem Grund hatte er auch diesen Lauf erstmals organisiert.

»Wir haben mit dem Chiemgauer 100er ja eine hervorragende Ultra-Veranstaltung in unserer Region. Unser Ziel mit dem Sechs-Stunden-Lauf war es, allen Läufern einmal die Möglichkeit zu bieten, mal ein wenig an einen Ultra-Lauf heranzuschnuppern.« Dafür biete sich das Sechs-Stunden-Format bestens an, ergänzte er.

Freilich waren aber auch erfahrene Ultra-Läufer am Start. Bei den Männern setzte sich am Ende der Vachendorfer Stephan Aitl durch, der sich sehr über seinen Sieg freute. »Es ist sehr schön, wenn so ein Wettkampf direkt bei uns stattfindet und ich mit dem Rad zum Start fahren kann«, lachte der ehemalige Triathlet und ergänzte: »Und wenn dann auch noch ein guter Spezl der Veranstalter ist, dann muss man ja quasi starten«, sagte der Zweitplatzierte des Chiemgauer 100er in diesem Jahr.

Die Veranstaltung in Siegsdorf sei seiner Meinung nach »eine kleine, aber feine Veranstaltung« gewesen. Aitl (TSV Vachendorf) brachte es am Ende auf starke 76,23 km. Zweiter wurde Florian Holzinger (TuS Feuchtwangen), der lange mit dem Erstplatzierten zusammen lief, sich dann aber entschied, noch ein paar Kilometer mit seinem Sohn Xaver Holzinger (SV Surberg/Jahrgang 2010) zu machen. Während Papa Florian Holzinger es am Ende auf 69,30 km brachte, schaffte der Filius starke 42,58 km.

Dritter bei den Männern wurde Tom Schmitt (Tom the baker running/68,14 km). Es folgten Martin Zhang (100 Marathon Club/67,27 km), Rene Grözinger (VdHBF/ 64,37 km), Stefan Mühle (Lauffeuer Chiemgau/58,89 km) und Rainer Leyendecker (SV Schwindegg/58,18 km).

Organisator Wolfgang Geistanger versprach, dass es 2022 die zweite Auflage geben wird. Erwogen wird dann ein früherer Termin. »Mitte September«, informierte der Organisator.

Dann will auch Kerstin Esterlechner wieder dabei sein. »Wenn es vom Training und meinen Wettkämpfen her passt, bin ich gerne wieder am Start«, sagte sie. Auch Stephan Aitl, der nicht mehr nach einem festen Trainingsplan trainiert, könnte sich das gut vorstellen. Aber bei ihm habe jetzt die Familie Vorrang, betonte er. »Da kann man noch nicht soweit nach vorne planen.«

SB

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