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Präsident des Deutschen Skiverbandes zieht ein positives Fazit – Insgesamt kamen an den fünf Tagen 65 000 Zuschauer in die Chiemgau-Arena

Steinle adelt Ruhpolding: »Hier stimmt drumherum alles«

»So ein Tag, so wunderschön wie heute«, sangen die 17 000 Zuschauer am Sonntag in Ruhpolding einstimmig nach dem zweiten Platz von Franziska Preuß. Schon nach dem Damen-Rennen war die Stimmung in der Chiemgau-Arena also prächtig. Und einer strahlte zu diesem Zeitpunkt ebenfalls bereits übers ganze Gesicht: Claus Pichler. Der Ruhpoldinger Bürgermeister und Präsident des Organisationskomitees hatte alle Hände voll zu tun. Er durfte nämlich zu diesem Zeitpunkt zahlreiche Glückwünsche für einen rundum gelungenen Biathlon-Weltcup in seiner Gemeinde entgegennehmen.

Bei den beiden Abschlussrennen am Sonntag waren 17 000 Zuschauer dabei – insgesamt kamen an den fünf Wettkampftagen 65 000 Fans nach Ruhpolding. Damit war Ruhpoldings Bürgermeister und Präsident des Organisationskomitees, Claus Pichler, sehr zufrieden. (Foto: Brenninger)

Claus Pichler: »Große Zufriedenheit«

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»Ich kann mich an keinen Weltcup erinnern, der in so vielen Bereichen so positiv gelaufen ist«, freute er sich. »Die Ergebnisse aus deutscher Sicht haben gepasst, die Zuschauer waren zufrieden und wir haben trotz der unterschiedlichen Witterungsbedingungen immer ideale Rahmenbedingungen geschaffen«, fasste er zusammen. »Wir können mit einer großen Zufriedenheit auf den Weltcup zurückblicken. Es gab keine größeren Probleme oder Pannen«, fügte er hinzu. Man habe viele neue Fans für den Biathlon-Sport gewinnen können, zeigte sich Pichler auch für die nächsten Jahre bereits zuversichtlich. Auch mit den Zuschauerzahlen war Pichler durchaus zufrieden. Insgesamt kamen an den fünf Wettkampftagen 65 000 Zuschauer in die Chiemgau-Arena, gab er bekannt – und das, obwohl am Mittwoch und Samstag keine idealen Bedingungen mit Regen- und Schneefall herrschten. »Das Interesse war also außerordentlich groß,« freute sich der Bürgermeister.

Auch der Präsident des Deutschen Skiverbandes, Dr. Franz Steinle, zog ein positives Fazit. »Wir haben in Ruhpolding eine tolle Veranstaltung gesehen und super Ergebnisse eingefahren«, betonte er. »Hier stimmt drumherum alles.« Vor allem der Sonntag mit einem »Bilderbuchwetter« und den passenden Ergebnissen durch Franziska Preuß und Simon Schempp hatte es Steinle angetan, »schöner kann man sich einen Wettkampftag nicht vorstellen«.

Man müsse sich auch künftig keine Angst machen, um die Standorte Oberhof und Ruhpolding, versicherte Steinle, der sich an drei Tagen ein Bild vor Ort machte. Denn nach dem Weltcup in Oberhof, bei dem die deutsche Mannschaft keinen einzigen Podestplatz eingefahren hat, gab's viel Kritik. »In Oberhof waren die Ergebnisse wirklich durchwachsen«, stellte Steinle daher fest, fügte aber auch schnell hinzu: »Es ist trotzdem widersinnig, irgendetwas infrage zu stellen.« Ruhpolding und Oberhof bleiben feste Größen im Biathlon, versicherte er.

Karin Orgeldinger: »Auf dem richtigen Weg«

Kein Anlass zur Kritik hatte auch DSV-Sportdirektorin Karin Orgeldinger, ganz im Gegenteil. »Wir sind zufrieden mit den Ergebnissen«, betonte sie. Man habe die letzten Monate intensiv daran gearbeitet, die deutschen Biathleten an die erweiterte Weltspitze heranzuführen, betonte sie. Das sei nun von Erfolg gekrönt. »Es freut uns auch, wie professionell die Athleten agieren.« So, zeigte sich Orgeldinger überzeugt, »funktioniert der Leistungssport sehr gut – und zwar auch in der Zukunft. Wir sind auf dem richtigen Weg«. SB