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Steigt TSV Teisendorf in die Zweite Judo-Bundesliga auf?

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Die Teisendorfer Judoabteilung steht vor einer »Woche der Entscheidung«. Grund ist eine Anfrage des Ligabeauftragten, ob der Regionalligist bereit wäre, an den Aufstiegskämpfen zur Zweiten Bundesliga teilzunehmen. Die Kämpfe finden am 9. November statt. Möglich ist aber auch, dass es gar keine Aufstiegskämpfe gibt und Teisendorf am »Grünen Tisch« in die zweithöchste deutsche Liga aufsteigen würde.


Der TSV Teisendorf hat die abgelaufene Saison als Tabellenvierter abgeschlossen. Die besser platzierten Mannschaften aus Sindelfingen, Esslingen und Ravensburg haben auf einen Aufstieg verzichtet. TSV-Abteilungsleiter Konrad Gasser ist nun dabei, Vor- und Nachteile eines möglichen Aufstiegs abzuwägen. Sportlich scheut der Spartenchef den Vergleich nicht: »Wenn wir in Bestbesetzung antreten, brauchen wir uns nicht zu verstecken.«

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Finanziell bedeutet die Zweite Bundesliga jedoch eine große Herausforderung. »Die Fahrten nach Wiesbaden, Leipzig oder Rüsselsheim sind kein Pappenstil«, so Gasser. Daneben kommen deutlich höhere Kosten auf den Verein zu; für Maßnahmen, die der Deutsche Judobund fordert. Alleine die Anzüge mit offiziellen Rückennummern und Logos würden mit bis zu 5000 Euro zu Buche schlagen. Auch die Verwaltungskosten wie beispielsweise Strafzahlungen für unbesetzte Gewichtsklassen liegen zudem deutlich höher als auf bayerischer Verbandsebene. Sorge bereitet dem Spartenleiter auch, dass der vorgesehene Umbau der Turnhalle zeitlich in die Bundesligasaison fallen könnte und man in diesem Falle mit Einschränkungen im Trainingsbetrieb rechnen müsste.

Unsicher ist sich Gasser über die sport- und verbandsrechtlichen Folgen, wenn er – nach einer letztjährigen Absage zur Teilnahme – nun wieder »Nein« sagen würde. Er hofft, dass es keine negativen Konsequenzen gibt; sind doch die Regularien durchaus dehnbar.

Wie beispielsweise vor acht Jahren, als die Teisendorfer als aufstiegsberechtigter Bezirksligameister nicht in der Landesliga starten durften, sondern gleich in die nächsthöhere Klasse, die Bayernliga, »geschoben« wurden. Geschadet hat dem TSV der große Schritt nicht, vielmehr ist man – nach einem weiteren Aufstieg – jetzt im vierten Regionalligajahr – oder wird es doch das erste Bundesligajahr? awi