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Stefan Pletschacher im GP-Hauptfeld

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Er will in Heerenveen noch einmal angreifen: Stefan Pletschacher. (Foto: Weitz)

Eine starke heimische Beteiligung gibt es beim Saisonfinale im Eisspeedway in Heerenveen (Niederlande). Sowohl beim Roelof-Thijs-Pokal (Freitag) als auch beim Grand-Prix (Samstag und Sonntag) sind die Piloten aus der Region gut vertreten.


Im GP sind der für den MSC Teisendorf startende Hans Weber (Schliersee) und der Ruhpoldinger Stefan Pletschacher dabei. Im Roelof-Thijs-Pokal sind Luca Bauer (Reit im Winkl), Franz Mayerbüchler (Inzell) und Max Niedermaier (Edling) am Start.

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Fehlen wird dagegen Günther Bauer (Schleching). Der deutsche Rekordmeister hatte sich ja bekanntlich in Inzell bei einem Sturz heftig verletzt. Die Schmerzen vor allem an den geprellten Rippen waren heftig. »Ich bin zwei Wochen nur gelegen, jetzt geht es endlich aufwärts« freut sich der 46-Jährige. Allerdings: »Jetzt hat sich herausgestellt, dass auch noch am Innenband am Knie etwas beschädigt ist.« Insgesamt war die Saison heuer für Bauer mit zwei schweren Verletzungen eine bittere Erfahrung, »aber nächstes Jahr geht es wieder besser«, zeigt er sich zuversichtlich.

Ersatz für Bauer ist Routinier Stefan Svensson (Schweden). Weil auch Sergej Karatschintsew (Russland) nicht am Start ist, rückt Pletschacher als zweiter Mann der FIM-Ersatzliste nach. »Ich werde mein Glück versuchen und sehen, was möglich ist. Wir haben noch am Fahrwerk in bisserl was geändert«, so der 39-Jährige. Da er sich in dieser Saison nicht fest für den GP qualifiziert hatte, fehlte ihm die Rennpraxis. Daher »laufen schon die Planungen voll für die nächste Saison.«

Dennoch freut sich der Ruhpoldinger sehr auf die Rennen in den Niederlanden: Zum einen, weil er nochmals richtig angreifen kann, zum anderen, weil das Eis in Heerenveen möglicherweise seinem Fahrstil besser entspricht als das sehr schnelle Eis in Inzell.

Da bereits am Donnerstag (19 Uhr) das Training für den Roelof-Thijs-Pokal, am Freitag (9 Uhr) das GP-Training und am Abend (18.30 Uhr) der Pokal-Wettkampf stattfinden, dürfte das Eis schon am ersten Wettkampftag (Samstag, 18.30 Uhr) etwas ramponiert sein. Am Sonntag (13.30 Uhr) geht es dann weiter.

Zudem »ist das eine wunderbare Halle. Da passen gut 12 000 Zuschauer rein, und im Vorjahr waren am Samstag über 8500 Zuschauer da, da ist die Stimmung wirklich hervorragend«, schwärmt Pletschacher.

In der nächsten Saison will er sich auf jeden Fall wieder für den GP qualifizieren. 2017 war ihm dies gelungen, doch kurz vor dem WM-Start hatte er sich eine langwierige Verletzung zugezogen und fiel für die weitere Saison komplett aus. So hatte er erst kurz vor der WM-Qualifikation 2018 noch einige Trainingstage in Russland. Das aber ist im Vergleich zur Konkurrenz zu wenig. »Die Schweden hatten neben dem Training schon drei Ligarennen an drei aufeinanderfolgenden Wochenenden, bevor sie zur Quali gefahren sind«, berichtet er.

Daraus will er Konsequenzen ziehen: In der Vorbereitung für die Saison 2019 »werde ich entweder versuchen, auch schon vor der WM-Qualifikation einige Liga-Rennen in Schweden zu bestreiten, oder wie Harald Simon gleich mehrere Wochen zum Training in Russland bleiben. Nur dann ist man gut gerüstet.«

Gut gerüstet scheint schon jetzt Hans Weber (MSC Teisendorf) zu sein. Der 33-Jährige überzeugte beim GP in Inzell vor allem am zweiten Tag, als er sogar ins Halbfinale vorrückte. In der WM-Gesamtwertung nimmt er mit 36 Punkten Rang 13 ein – doch auf Rang 10 (Niclas Svensson/40) hat er nur geringen Rückstand. Daher betont er: »Ein paar Fahrer vor mir liegen in Reichweite. Die hinter mir zu lassen, ist mein Ziel in Heerenveen.« Weber, der am liebsten an beiden Tagen ins Halbfinale kommen möchte, könnte dann in der WM noch unter die Top Ten vorrücken.

Er fährt seit dieser Saison für den MSC Teisendorf, über dessen Unterstützung er sich sehr freut: »Da ist eine tolle Mannschaft, die einem richtig gut Rückhalt bieten kann«, weiß der »Eishans«. Nun hofft man beim MSC, dass er seine Ziele in Heerenveen erreicht. who

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