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Stefan Mauerkirchner mit Hattrick

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Obwohl gesundheitlich angeschlagen war SBC-Angreifer Stefan Mauerkirchner gegen Ebersberg nicht zu stoppen und erzielte drei Treffer. (Foto: Weitz)

SB Chiemgau Traunstein: Abfalter, Bauer, Petzka (56. Marchl), Thudt, Sebastian Mayer, Tobias Berz, Schön, Mauerkirchner, Waritschlager (84. Maaßen), Heinrich (70. Johannes Schreiber), Defta.


TSV Ebersberg: Nagy, Riedl (66. Eglseder), Kir, Mathias Lechner (66. Huber), Manuel Mayer, Stefan Lechner, Volk, Barthuber, Konrad Voglsinger, Pries, Anton Voglsinger.

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Schiedsrichter: Donath (SpVgg Hebertshausen).

Zuschauer: 250.

Tore: 1:0 (62.) Mauerkirchner, 2:0 (64.) Mauerkirchner, 3:0 (78.) Mauerkirchner.

Rote Karten: keine. – Gelb-Rote Karten: keine.

Der SB Chiemgau Traunstein hat einen tollen »Surberg-Abschied« gefeiert: Dank eines lupenreinen Hattricks von Stefan Mauerkirchner binnen einer Viertelstunde gewann der Fußball-Bezirksligist das Spitzenspiel gegen TSV Ebersberg vor 250 Zuschauern mit 3:0 und stieß die Grün-Weißen, die als Spitzenreiter angereist waren, vom Tabellenthron. Neuer Tabellenführer ist der SBC.

Damit blieben die Schützlinge von Trainer Franz Gruber in allen fünf Heimspielen in der Ausweichstätte Surberg ungeschlagen (Bilanz: 4-1-0). »Das freut mich vor allem auch für den Surberger Vorstand Hermann Winkler, der ein hervorragender Organisator unserer Spiele war. Unser Dank gilt ihm und seinem engagierten Team«, so SBC-Pressesprecher Peter Mallmann.

Der »spielerische Held« war aber Stefan Mauerkirchner, den auch die Absplitterung am Handgelenk aus dem Bad Aibling-Spiel und Knieprobleme (er bekam einen heftigen Schlag ab) nicht erschüttern konnten. Er tat trotz dieser Handicaps das, was ein Torjäger machen soll: Tore schießen.

In der 62. Minute knallte er den Ball nach Vorarbeit von Dominik Waritschlager aus zwölf Meter zum 1:0 ins lange Kreuzeck und nur zwei Minuten später sorgte er für die Vorentscheidung in diesem Top-Spiel.

Erneut fädelte Waritschlager den Treffer ein. Der Rückkehrer vom TSV 1860 Rosenheim ging elegant bis zur Grundlinie durch und legte von dort an die Strafraumkante zu Patrick Schön zurück. Der frühere Traunreuter düpierte noch einen Ebersberger Abwehrmann, ehe er den Pfosten anvisierte. Beim Abpraller stand Mauerkichner goldrichtig – 2:0.

In der 78. Minute krönte der SBC-Angreifer seinen treffsicheren Auftritt mit dem 3:0. Nach einer Hereingabe von der rechten Seite vom eingewechselten Johannes Schreiber hatte er keine Mühe, das Leder aus kurzer Distanz per Direktabnahme im Ebersberger Gehäuse zu versenken.

»Heute ist es einfach gelaufen«, freute sich Mauerkirchner und auch Franz Gruber hatte eine Erklärung für den Dreierpack seines bulligen Stürmers parat: »Wir haben im Training hart daran gearbeitet. Diesmal hat er genau auf seiner Position gespielt: Weil ich Maxi Probst geschont habe, durfte Stefan ganz vorne ran. Für nächste Woche in Aschau/Inn, wenn der Maxi wieder fit ist, muss ich mir jetzt etwas einfallen lassen«, so der SBC-Übungsleiter, der im Übrigen von den Gästen enttäuscht war. »Ich hätte nicht erwartet, dass ein Tabellenführer die Bälle nur hinten heraushaut. Allerdings hat man in der ersten Halbzeit schon gesehen, dass die Ebersberger ein paar Klasseleute wie Stefan Lechner oder Maximilian Volk in ihren Reihen haben.«

In seiner eigenen Crew imponierten ihm diesmal vor allem die beiden Außenspieler Waritschlager und Schön. »Der Sieg war auf alle Fälle verdient, weil wir über 90 Minuten die bessere Mannschaft waren«, so Gruber. Auch Abteilungsboss Prof. Dr. Engelbert Thaler war vom Auftritt des SBC im zweiten Durchgang recht angetan. »Da waren schon sehenswerte Aktionen dabei, die Abstimmung war gut, das Tempo haben wir erhöht – Ebersberg hatte keine Chance mehr.«

Dem Traunsteiner Abwehrmann Max Bauer, der sich anschließend in den Urlaub verabschiedete, fiel ebenfalls ein Stein vom Herzen: »Endlich unser erstes Spiel ohne Gegentor in dieser Saison!«

Neben den drei Treffern hatten zwingende Torszenen eher Seltenheitswert. Die beste Ebersberger Chance besaß Stefan Lechner, als er den Pfosten traf, nachdem Andi Abfalter ohne Not seinen Kasten verlassen hatte (38.). Kurz darauf verzog Schön auf der Gegenseite nach Pass von Patrick Petzka nur knapp (44.).

Das war noch beim Stand von 0:0. Die Chance zum 4:0 vergab in der 87. Minute Johannes Schreiber, als er nach Gassenpass von Tobi Berz knapp übers TSV-Tor ballerte. cs