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Stefan Mauerkirchner behält die Nerven

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Traunsteins Stefan Mauerkirchner sorgte in der Nachspielzeit für einen SBC-Sieg: In der 92. Minute traf er per Elfmeter zum 1:0 in Freising. (Foto: Butzhammer)

Den dritten Sieg in Folge hat der SB Chiemgau Traunstein in der Fußball-Landesliga Südost gefeiert. Der Siegtreffer zum 1:0 beim SE Freising fiel dabei erst in der Nachspielzeit. Stürmer Stefan Mauerkirchner behielt die Nerven und traf per Elfmeter zum entscheidenden Tor (90.+2). Die Traunsteiner sind damit bei noch fünf ausstehenden Spielen als Tabellendritter weiter im Rennen um den Aufstiegsrelegationsplatz.


Dabei waren die Traunsteiner ersatzgeschwächt nach Freising angereist und mussten mit Kapitän Patrick Schön, Alexander Schlosser und Waldemar Daniel im Vergleich zur Vorwoche (3:2-Sieg gegen Türkgücü-Ataspor München) gleich auf drei Stammspieler verzichten. Immerhin lief Ersatzkapitän Max Bauer, der sich unter der Woche am Knie verletzt hatte, doch auf.

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»Wir haben diesmal sehr geduldig gespielt«, lobte SBC-Trainer Jochen Reil seine Elf. »Über die gesamte Spielzeit gesehen waren wir dann auch die bessere Mannschaft.« Nur in der ersten Viertelstunde habe sein Team ein wenig gewackelt. Mit unnötigen Querpässen machten sich die Gäste in der ersten Halbzeit gegen die eher passiv eingestellten Freisinger teilweise das Leben noch selbst schwer. »Aber dann sind wir immer besser ins Spiel gekommen«, betonte Reil.

Ihm gefiel diesmal im Vergleich zu den vorangegangenen Partien vor allem, dass seine Truppe wieder konsequenter verteidigte und kaum Möglichkeiten des Gegners zuließ. »Das war schon sehr gut«, freute er sich. Der einzige Kritikpunkt, den Reil wieder einmal hatte: »Wir müssen das 1:0 einfach viel früher machen.«

Die erste Chance des Spiels gehörte in der 9. Minute aber den Gastgebern. Der Schuss von Sebastian Waas aus 16 Meter ging knapp am linken Pfosten des diesmal wieder von Pascal Legat gehüteten SBC-Kastens vorbei (Issa Ndiaye nahm auf der Bank Platz). Die Gäste kamen in der 42. Minute so richtig gefährlich vor das Tor von Schlussmann Stefan Wachenheim, aber dieser parierte den Schuss von Maximilian Probst mit einer Glanztat.

Auch nach dem Wechsel blieb das Spiel spannend. In der 50. Minute versuchte der Traunsteiner Faruk Zeric sein Glück, aber wieder war Wachenheim zur Stelle. In der 75. Minute hatte erneut Probst den Führungstreffer auf dem Fuß. Aber der SE-Torwart bewahrte seine Elf erneut vor einem Rückstand.

Als alle dann schon mit einem Unentschieden rechneten, wurde der eingewechselte Mateusz Galanek elfmeterwürdig im Strafraum gelegt. Stefan Mauerkirchner schnappte sich den Ball, behielt die Nerven und versenkte die Kugel zum Siegtreffer. »Das war ein klarer Elfmeter«, beurteilte Reil die Szene. »Am Ende waren wir die cleverere Mannschaft«, freute er sich.

Sein Gegenüber Michael Schütz ärgerte sich über das unnötige Foulspiel im Strafraum in letzter Minute: »Blödheit muss bestraft werden, so darf man in der letzten Minute nicht hingehen.« Bis zu dieser Szene bescheinigte er seiner Elf eine tadellose Leistung, »es wäre ein tolles Unentschieden gewesen.« So aber hatten die Traunsteiner knapp die Nase vorn.

SE Freising: Wachenheim, Urban, Toprak, Mihajlovic (78. Seferi), Yildiz, Hohlenburger, Schmid, Aiteniora, Özdemir (90. Mayr), Kirchberger, Waas (59. Günaydin).

SB Chiemgau Traunstein: Legat, Frisch, Zeric, Bauer, D. Schlosser, Mauerkirchner, Probst, Willberger, Köberich, Müller (67. Galanek), Mayer.

Tore: 0:1 Mauerkirchner (90.+2/Foulelfmeter).

Zuschauer: 110.

Schiedsrichter: Stefan Dorfner (SV Falkenfels). SB