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Start für die »kleine Wundertüte«

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Fridolfings Trainer Bernhard Zeif will mit dem TSV schnell genügend Punkte sammeln, »um mit den Abstieg nichts zu tun zu bekommen«. (Foto: Butzhammer)

Die neue Saison in der Fußball-Kreisklasse IV beginnt bereits am heutigen Donnerstag – und mit einer Englischen Woche: Der SV Linde Tacherting, in der vergangenen Saison Fünfter der Kreisklasse III, empfängt heute um 19.30 Uhr mit dem TSV Tittmoning den Direktabsteiger aus der Kreisliga II.


Für Tacherting wird die Saison in der Kreisklasse IV »eine kleine Wundertüte«, wie Trainer Christian Fleißner sagt. »Wir müssen uns jetzt erst mal reintasten in die Liga.« Deshalb ist ein gesicherter Mittelfeldplatz zunächst das Saisonziel. Der Wechsel der Gruppe sei zwar »nicht auf eigenen Wunsch« erfolgt, trotzdem freut sich Christian Fleißner darauf, »mal etwas anderes zu sehen«.

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Einfach wird der Start in die neue Liga aber nicht, schließlich muss Tacherting gleich drei längere Ausfälle kompensieren: Moritz Huber und Alexander Lanzl könnten nach einem Syndesmosebandriss in der Hinrunde immerhin noch zum Einsatz kommen, Manuel Karlstetter – mit sieben Treffern in der vergangenen Saison zweitbester Torschütze der Tachertinger – wird nach einem Kreuzbandriss noch länger ausfallen.

Mit dem SC Vachendorf und dem TSV Heiligkreuz starten am Samstag zwei weitere »Neuzugänge« in die Kreisklassen-Saison: Vachendorf ist als Meister der A-Klasse VI aufgestiegen und tritt um 15 Uhr beim ASV Piding an. Heiligkreuz, der Meister der A-Klasse V, startet um 16 Uhr auswärts beim FC Bischofswiesen.

Vachendorf hat sich mit Mathias Greiml (TSV Übersee), Sebastian Maierhofer (TSV Bergen), Markus Berger (TSV Petting) und Maximilian Baumann (SB Chiemgau Traunstein) verstärkt. Mit den Ergebnissen der Vorbereitungsspiele kann SCV-Trainer Martin Meier durchaus zufrieden sein: Vachendorf holte einen 3:1-Sieg gegen Obing, ein 2:2 in Frasdorf (beide Kreisklasse), einen souveränen 5:2-Erfolg gegen den TSV Siegsdorf und musste sich dem TuS Traunreut (beide Kreisliga) mit 2:3 geschlagen geben.

Bereits am Freitag ist der TSV Fridolfing um 19 Uhr beim TSV Berchtesgaden zu Gast, eine Stunde später empfängt der SV Laufen den TSV Bad Reichenhall. Während der Spielerstamm in Fridolfing unverändert bleibt, hat Philipp Brüderl seine Fußballschuhe an den Nagel gehängt. Neu dazugekommen sind Daniel Stapfer (SV Leobendorf), Dominik Kühnhauser, Florian Oswald, Johannes Praxenthaler und Torwart Marco Winkler (alle aus der JFG Salzachtal).

Zudem steht Fridolfings Trainer Bernhard Zeif in absehbarer Zeit auch Andreas Stöwe wieder zur Verfügung: »Nach über einem Jahr Leidenszeit (Kreuzband-OP) ist er wieder voll ins Training eingestiegen. Er braucht zwar noch ein wenig, ist aber im Laufe der Vorrunde hoffentlich wieder voll einsatzfähig«, sagt der Trainer. Lucas Aicher fällt hingegen wohl die komplette Vorrunde aus, nachdem er sich erneut die Schulter ausgekugelt hat und um eine Operation nicht mehr herumkommt.

Nach einer laut Bernhard Zeif »schwierigen ersten Vorbereitungsphase mit einer sehr schwankenden Trainingsbeteiligung und durchwachsenen Ergebnissen« (2:5 gegen DJK Otting, 2:5 gegen TSV Waging, 5:4 gegen TV Obing, 1:6 gegen SV Oberteisendorf, 3:0 gegen FC Hammerau und 1:0 gegen TSV Petting) sei sehr deutlich geworden, »dass die nötige defensive Stabilität noch immer nicht vorhanden ist«. Für Fridolfings Trainer ist deshalb klar: »Wenn wir es als Team nicht schaffen, das eigene Tor besser zu schützen, werden wir uns in dieser Saison mit dem Abstiegskampf beschäftigen müssen.«

Allerdings hofft Bernhard Zeif, dass es soweit nicht kommt: »Wir wollen hinter meinen Favoriten TSV Tittmoning, SC Anger, SV Oberteisendorf und dem sehr stark einzuschätzenden Aufsteiger TSV Heiligkreuz eine solide Saison spielen und schnellstens genügend Punkte sammeln, um mit den Abstieg nichts zu tun zu bekommen.«

Allerdings ist der Auftakt in Berchtesgaden gleich eine Herausforderung: »Für das erste Saisonspiel kann die Aufgabe nicht schlimmer sein, als auf der sehr schwer zu bespielenden Breitwiese in Berchtesgaden«, sagt Bernhard Zeif. Er weiß aus den vergangenen Duellen, wie »unbequem« es dort für die Gäste werden kann. »Wir müssen den Schalter wieder umlegen und alles in die Waagschale werfen, um etwas zu holen. Aber wir werden alles versuchen, um nicht mit leeren Händen nach Hause zu fahren.«

Noch spielfrei sind der SV Oberteisendorf und der SC Anger, für sie ist aber bereits beim zweiten Spieltag am Dienstagabend die Sommerpause zu Ende. jom