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Start der Kreisliga II mit 71 neuen Spielern

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Maximilian Trzewik ist einer von drei Spielern, die vom SBC Traunstein II zum TSV Siegsdorf gewechselt sind. Der SBC muss die meisten Abgänge der Kreisliga II verkraften. (Foto: Butzhammer)

Die markanteste Zahl, die bei den Personalveränderungen der Fußball-Kreisliga II auffällt, ist die »6«: Denn fast die Hälfte der 14 Vereine hat während der Sommerpause die Trainerbank neu besetzt. Dagegen wirken die 71 Neuzugänge und 33 Abgänge bei den 14 Clubs als »normale« Zahlen, zumal wohl nicht alle Neuen – darunter zahlreiche Junioren – den Sprung in die Kreisliga schaffen werden.


Die meisten Zugänge präsentierten neben dem in der vergangenen Saison beinahe abgestiegenen TSV Siegsdorf (Transferbilanz: 11 Neue/3 Abgänge) die Regionalliga-Reserve des TSV Buchbach (9/3) sowie der TSV Peterskirchen (8/1) und FC Perach (8/1). Dagegen müssen der TSV Bad Reichenhall (0/4) und die SG Schönau (0/1) im Prinzip mit dem »alten« Spielermaterial auskommen.

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Neulinge werden kein Kanonenfutter sein

Keinerlei Abgang haben der TSV Teisendorf (4/0) sowie die beiden Aufsteiger TSV Neumarkt-St. Veit (4/0) und SV Kay (7/0) zu verkraften. Überhaupt dürften die Neulinge keineswegs Kanonenfutter sein – davon ist beispielsweise auch Teisendorfs landesligaerfahrener Trainer Sepp Aschauer (früher SV Kirchanschöring) überzeugt: »Ich habe den SV Saaldorf auf meiner Rechnung ganz weit oben stehen, auch Reichenhall und Perach – mit seinen starken Neuzugängen aus Simbach – muss man sehr hoch einschätzen.«

Schwer einzustufen ist das Team mit den meisten Abgängen, der SB Chiemgau Traunstein II (6/8). Ein weiteres Problem könnte für die Landesliga-Reserve aus der Großen Kreisstadt die Tatsache werden, dass die Truppe im Zuge einer konzeptionellen Neuausrichtung nicht als Einheit trainieren wird. So wird Bernd Ober beim SBC mehr als Koordinator denn als Trainer fungieren. Seine Kicker holt er sich zum Teil aus der »Ersten« runter und zum anderen Teil aus der U 19 (Bezirksoberliga) nach oben.

Unter den sechs neuen Übungsleitern auf der Kommandobrücke sind zwei Spielertrainer (Daniel Winklmaier in Peterskirchen, Manuel Neubauer in Buchbach) zu finden. Hinzu gesellen sich ein Trainerduo (Franz-Xaver Butzhammer/Mathias Rehrl in Saaldorf) sowie mit Willi Aigner (Siegsdorf), Andreas Wessels (Schönau) und Michi Schlagintweit (Reichenhall) drei »normale« Trainer.

Beim Betrachten der Kaderlisten fällt zudem ins Auge, dass zahlreiche Neuzugänge während ihrer Laufbahn schon auf höherem Level als »nur« in der Kreisliga gespielt haben: Dazu gehören beispielsweise der Kayer Michael Fuchs, der Peterskirchner Hans Irl, der Teisendorfer Florian Zauner, der Oberteisendorfer Bastian Buchner, der Seeoner Sebastian Millkreiter und die drei Siegsdorfer Fabian und Maxi Trzewik sowie Arthur Wittmann.

Es steht also eine interessante Saison 2015/16 vor der Tür, die am morgigen Freitag mit dem Gastspiel des SV Kay in Buchbach eröffnet wird (Anstoß um 19.30 Uhr). Tags darauf geht’s am Töginger Wasserschloss mit dem Heimspiel der dortigen Landesliga-Reserve gegen den TSV Siegsdorf weiter (12.30 Uhr). Die Gäste wollen auf keinen Fall eine neuerliche Zittersaison wie zuletzt erleben, als sie erst in der Relegation den Fall in die Kreisklasse vereitelt haben.

Der TSV Peterskirchen begrüßt am Samstag um 15 Uhr den SB Chiemgau Traunstein II im Mörntalstadion. Hier wurde – wie übrigens bei einigen weiteren SBC-Partien – das Heimrecht getauscht. Allerdings betont Sportbund-Koordinator Ober, »dass das – wenn man von einem einzigen Spiel absieht – jeweils auf Wunsch des Gegners passiert ist«.

SG Schönau hofft auf Revanche für Pokalniederlage

Die SG Schönau möchte sich am Samstag um 17 Uhr in der Heimvorstellung gegen den TSV Teisendorf für die kürzlich im Wieninger-Pokal erlittene 1:4-Niederlage revanchieren. »Da haben wir sehr effektiv agiert – Wiederholung erwünscht!«, würde sich dagegen Sepp Aschauer über einen neuerlichen Sieg der »Rothosen« freuen. Bis auf Hannes Schmuck (Urlaub), Florian Niederreiter (beruflich verhindert) und Langzeitausfall Andi Hinterreiter kann der TSV-Trainer seine Wunschformation auf den Rasen des Alpenstadions schicken – »aber unser Kader ist nach wie vor sehr klein«, dämpft er die Erwartungen.

Das letzte Samstagsspiel wird um 18 Uhr angepfiffen: Dazu begrüßt der SV Oberteisendorf den FC Perach und hofft, trotz seiner Außenseiterrolle einen guten Start hinlegen zu können. Zwei Partien runden am Sonntag den ersten Spieltag ab: Der SV Saaldorf hat um 15 Uhr den TSV Neumarkt-St. Veit zum Neulingsduell zu Gast und wird »hoch motiviert in die Kreisliga starten«, so SVS-Pressesprecher Hans Prechtl. Allerdings bangt der Meister der Kreisklasse IV um den Einsatz von Kapitän Johannes Hafner, der eine langwierige Verletzung herumschleppt. Die Neumarkter haben zudem mit bärenstarken Testspiel-Ergebnissen aufhorchen lassen: Den A-Klassisten TSV Schnaitsee servierten sie 6:0 ab, dem Kreisklassisten TuS Mettenheim (12:0) schenkten sie gar doppelt so viele Treffer ein.

Gespannt darf man auch auf die Kreisliga-Premiere des SV Seeon/Seebruck sein, der sich um 16 Uhr vor eigenem Publikum gegen den TSV Bad Reichenhall gleich einem echten Härtetest unterziehen muss. Während die Vorbereitung der Seeoner absolut ordentlich verlief, müssen die Kurstädter ihre Leistungsträger Florian Huber, Viktor Kastner und Michael Kantsperger vorgeben. Positiv dagegen für Schlagintweit: Sechs vielversprechende A-Jugendliche sind in den Kader aufgerückt und hoffen natürlich gleich in der Saison-Anfangsphase auf ihre Einsatzzeiten. cs