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Start bei den Olympischen Spielen 2026 »wäre ein Traum«

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Sie fühlt sich am Stützpunkt Ruhpolding wohl – und durfte sich zuletzt über einen dritten Platz im Continentalcup freuen: Skilangläuferin Kim Hager. (Foto: Wukits) Foto: Ernst Wukits

Der größten Enttäuschung der Saison folgte ein echtes sportliches »Ausrufezeichen«: Skilangläuferin Kim Hager (SC/TV Gefrees) vom Stützpunkt Ruhpolding durfte sich kurz vor dem Saisonende über einen dritten Platz beim Continentalcup in Premanon (Frankreich) freuen. Zuvor hatte sie knapp die Teilnahme an der U-23-WM verfehlt.


Über den dritten Platz »habe ich mich richtig gefreut. Da konnte ich zeigen, was ich kann«, zeigt sich die 21-Jährige erleichtert. Umso mehr bedauert sie es, dass »ich die Qualifikation für die U-23-WM leider nicht geschafft habe. Dabei war ich bei den Sichtungsrennen auf der Distanz gut – aber es war leider kein Platz mehr frei. Da war ich echt enttäuscht«, erinnert sie sich.

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Hager, die der Sportfördergruppe der Landespolizei angehört, baut nun darauf, im kommenden Winter den Sprung zu den Nachwuchs-Titelkämpfen zu schaffen. »Das ist dann mein letztes U-23-Jahr, da hoffe ich, dass es klappt und ich gut abschneide.«

So, wie bei der Junioren-WM 2019 in Lahti in der Altersklasse U 20, als Kim Hager mit der Staffel Sechste geworden war. Zudem hatte sie über 15 km in klassischer Technik den 15. Platz errungen.

Zwar war Kim Hager mit ihrer Familie schon als Kind viel mit dem Rad und auf Skiern im Fichtelgebirge unterwegs, doch zum Langlaufen kam sie durch eine Freundin. Das war im Alter von elf Jahren – doch beinahe wäre ihre Langlauf-Karriere kurz nach dem Beginn wegen Problemen mit ihren Ellenbogen wieder beendet gewesen: »Das hat sich so entwickelt. Erst hatte ich einen Knorpelschaden an einem, dann am anderen Ellenbogen.«

Insgesamt sechs Operationen musste Hager damals überstehen, »ich hatte immer wieder Probleme, das war eine schlimme Zeit.« Hilfe erhielt sie in einer Sportklinik in Pforzheim, letztlich konnte sie wieder ohne Beschwerden ihren Lieblingssport ausüben.

Hagers Leistungen entwickelten sich gut. Als sie nach der Realschule in ihrem Heimatort Gefrees (Oberfranken) auch noch die Fachoberschule in Bayreuth mit dem Fachabitur beendet hatte, erfolgte vor gut zweieinhalb Jahren der Wechsel zum Stützpunkt Ruhpolding – und zur Landespolizei. »Man muss erst die Leistungen schaffen, dann kann man sich da bewerben. Ich habe von dieser Möglichkeit von meinem früheren Heimtrainer erfahren.«

Mit dem Wechsel in die Sportfördergruppe und in den Stützpunkt war für sie auch klar, dass es mit dem Leistungssport etwas werden könnte. »Ich fühle mich hier richtig wohl und habe eine Top-Trainingsgruppe. Daheim hatte ich nie ältere Teamkollegen, mit denen ich mich messen konnte, es ist einfach besser hier.« Auch im Ort Ruhpolding selbst fühlt sie sich sehr wohl.

»Wohlfühlen« galt für sie heuer auch in der Skating-Technik. »Das habe ich schon den ganzen Winter über gemerkt.« In der klassischen Technik lief es nicht nach Wunsch, »das hängt wohl auch mit dem Joggen zusammen, da bin ich auch nicht so gut und muss wohl nächstes Jahr mehr machen«, weiß sie. »Dabei war ich früher sogar in der klassischen Technik mal ganz gut.«

Letztlich gelte es ohnehin, sich insgesamt weiterzuentwickeln. Dabei hofft sie natürlich auch darauf, dass im nächsten Winter wieder eine »normale« Saison ansteht. Denn dadurch, dass sie nicht zur U-23-WM durfte, »hatte ich im ganzen Februar keinen einzigen wichtigen Wettkampf, das war echt blöd. Da war ich gerade richtig fit, und es war schwer, sich nach der verpassten Junioren-WM wieder zu motivieren.« Letztlich gelang es der 21-Jährigen aber, sich neue Ziele zu setzen, dadurch kam auch die Motivation wieder zurück. Der erfreuliche 3. Platz in Frankreich über 10 km Freistil – nur um 11,8 Sekunden hinter der Französin Coralie Bentz und nur 4,9 Sekunden hinter U-23-Weltmeisterin (Sprint) Lisa Lohmann – war der Lohn. Dass es eine Woche später in Pokljuka (Slowenien) »dann bei mir einfach schlecht« lief, »war schon etwas komisch«, wundert sie sich.

Nun steht am kommenden Wochenende noch ein Wettkampf in der Schweiz an, zudem beginnt auch wieder die viermonatige Ausbildung bei der Landespolizei. »Das tut richtig gut«, freut sie sich auf die »Abwechslung für den Kopf«, zumal man »ja trotzdem noch normal trainieren kann.« Die Trainingseinheiten finden dabei wie üblich am Stützpunkt in Ruhpolding statt, zum Teil auch eigenständig.

Hagers Ziel für die nähere Zukunft ist erst einmal die U-23-WM im Jahr 2022. Des Weiteren »möchte ich mich allmählich für den Weltcup anbieten, dort Erfahrungen sammeln und in den A-Kader kommen«, hofft sie. Dies sollen die ersten Schritte zu ihrem großen Fernziel sein, den Olympischen Spielen. »Da 2026 dabei sein zu können, das wäre ein Traum.« Und der soll sich dank intensiven Trainings erfüllen ...

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