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Starker Saisonauftakt für Johannes Kühn

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Er darf nach seinem zweiten Platz im IBU-Cup auf einen Platz im Weltcup-Team hoffen: Johannes Kühn (WSV Reit im Winkl). (Foto: Weitz)

Johannes Kühn (WSV Reit im Winkl/Stützpunkt Ruhpolding) hat beim Auftakt des IBU-Cups in Sjusjoen (Norwegen) seine Anwartschaft auf einen Platz im deutschen Weltcup-Team der Biathleten unterstrichen. Kühn musste sich im Sprint der Herren über 10 Kilometer nur um 5,7 Sekunden dem Franzosen Emilien Jacquelin geschlagen geben. Mit diesem guten Ergebnis machte sich der Tüßlinger wenige Tage nach seinem 26. Geburtstag noch ein nachträgliches Geschenk.


Jacquelin verzeichnete einen Schießfehler, Kühn drei. Dritter wurde Alexej Slepow (Russland/+ 8,1 Sekunden/2 Fehler). Im Vorderfeld landete auch noch David Zobel (SC Partenkirchen/+ 1:23,9/2) mit Rang 22. Der 21-Jährige gehört als einziger des deutschen Sextetts, das am Start war, nicht dem Stützpunkt Ruhpolding an. Zobel gilt als großes Talent – und untermauerte dies mit einer ordentlichen Vorstellung.

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Drittbester Deutscher war Matthias Dorfer vom SV Marzoll. Nach drei Fehlern im ersten Schießen lag er im Feld der gut 130 Athleten mit fast zwei Minuten Rückstand auf die Spitze zunächst auf dem 90. Platz. Doch ein fehlerfreies zweites Schießen und eine gute läuferische Leistung bescherten ihm mit 1:41,2 Minuten Rückstand auf den Sieger noch Rang 25.

Die weiteren heimischen Teilnehmer büßten ihre Chancen auf vordere Plätze durch zu viele Schießfehler ein. Es gab folgende Platzierungen: 34. Philipp Nawrath (SK Nesselwang/+ 1:59,6 Minuten/4 Schießfehler); 60. Michael Willeitner (SK Berchtesgaden/+ 2:56,5/6); 82. Roman Rees (SV Schauinsland/+ 3:44,2/8).

Bei den Männern sind noch zwei Plätze im Weltcupteam frei. Kühn dürfte seinen Platz dort schon vor dem zweiten Sprint am Samstag (10 Uhr) wohl sicher haben, Zobel und Dorfer haben die besten Aussichten auf den zweiten Platz.

Bei den Damen war ursprünglich geplant, nur noch einen Platz für den Weltcup-Auftakt zu vergeben. Da nun jedoch Laura Dahlmeier für den Weltcup-Beginn ausfällt, dürfen sich sogar die zwei Besten der zwei Sprints in Sjusjoen auf eine Chance in Östersund (Schweden) freuen.

Die nach ihrem Sieg im Testrennen favorisierte Denise Herrmann (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal/Stützpunkt Ruhpolding) patzte diesmal allerdings am Schießstand. Nach insgesamt sechs Fehlern kam sie mit 3:33,8 Minuten Rückstand auf Siegerin Juliana Kaischewa (Russland/0) auf den 44. Platz. Zweite des Rennens wurde die Norwegerin Thekla Brun-Lie (+ 41,9/1) vor der Russin Olga Jakuschowa (+1:18,8/1).

Beste Deutsche wurde Nadine Horchler (SC Willingen/+ 1:39,6/2) als Neunte. Ihre Schwester Karolin Horchler (WSV Clausthal-Zellerfeld/+2:03,3/3), die dem Stützpunkt Ruhpolding angehört, wurde Zwölfte.

Im Feld der gut 100 Teilnehmerinnen überzeugten auch die drei Nachwuchsathletinnen des DSV. Rang 15 (+ 2:06,9/2) ging an die 23-jährige Marie Heinrich (Großbreitenbacher SV). Drei Plätze dahinter landete die 24-jährige Luise Kummer (SVE Frankenhain/+ 2:17,8/3). Die 21-jährige Christin Maier (SC Urach/+2:41,9/3) komplettierte das mannschaftlich gute Abschneiden mit dem 26. Rang. Der 2. Sprint der Damen wird ebenfalls am Samstag ausgetragen. who

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