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Starke Vorstellung beim Saisonfinale

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Er hatte zum Saisonabschluss richtig Spaß: Stefan Pletschacher, der in Heerenveen kräftig Punkte sammelte. (Foto: Weitz)

Dimitri Koltakow sicherte sich wie erwartet den Titel, Hans Weber war vom Sturzpech gebeutelt, und Stefan Pletschacher zeigte zum Saisonabschluss eine hervorragende Leistung: Das war die Bilanz nach dem Eisspeedway-Grand-Prix in Heerenveen (Niederlande). Mit vier Punkten im GP IX und sogar sechs im GP X war Pletschacher richtig glücklich.


»Das hat richtig Spaß gemacht. Ich habe mich schon im Training wohlgefühlt«, jubelte der Ruhpoldinger. Zudem »haben endlich auch die Starts wieder gepasst. Ich hatte auch vom Motor und vom Setup her erstklassige Voraussetzungen«, freut sich der 39-Jährige. Nach langer Verletzungspause hatte er eine schwierige Saison, doch schon bei seinem Wildcard-Einsatz in Inzell hatte er am zweiten Tag angedeutet, dass er wieder mitmischen könnte.

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In den Niederlanden bestätigte er dies nicht nur, sondern übertraf sogar die Erwartungen. Besonders am zweiten Renntag: »Da hat mir sogar nur ein Punkt zum Halbfinale gefehlt«, so Pletschacher.

Pech hatte dagegen der für den MSC Teisendorf fahrende Hans Weber: Gleich bei seinem ersten Lauf im GP IX »war er außen und hat Gas gegeben, dann ist ihm das Hinterrad weggerutscht«, berichtet Pletschacher. Der 33-Jährige stürzte heftig und konnte nicht mehr antreten. Tags darauf fuhr er wieder, musste einen weiteren Sturz verkraften und kam dennoch auf 3 Punkte. Nach einer starken Saison hatte er also beim Abschluss Pech, doch seine Halbfinal-Teilnahme in Inzell und weitere gute Ergebnisse lassen für die kommende Saison hoffen.

Dort will Pletschacher sich dann wieder für die gesamte GP-Serie qualifizieren. Noch kämpft er mit Nachwirkungen seiner Schulterverletzung, »unter Vollbelastung treten am Arm immer noch kleinere Schwellungen auf.« Dies will er nun vollständig auskurieren, »hundertprozentig fit werden und Kondition tanken. Die Planungen für die nächste Saison laufen schon, das Material ist ohnehin top«, freut er sich.

Vom Verletzungspech überschattet war die Saison von Günther Bauer (Schleching). Er war deshalb auch in Heerenveen nicht mehr am Start und setzt ebenfalls auf den nächsten Winter.

In diesen geht Dimitri Koltakow nach seinem zweiten Titelgewinn in Folge wieder als Titelverteidiger. Selbst innerhalb der dominierenden russischen Piloten nimmt der 27-Jährige eine Sonderstellung ein: Er holte sich mit insgesamt 202 Zählern den WM-Titel – maximal wären nur acht Zähler mehr möglich gewesen!

Den Zweikampf um WM-Silber entschied Daniil Iwanow gegen Dimitri Khomisewitsch zu seinen Gunsten. Ein starkes Finale zeigte auch Dinar Walejew: Zum Saisonbeginn durch eine Verletzung ausgefallen, steigerte er sich und stand in den Niederlanden an beiden Tagen im Finale. Doch ein Westeuropäer lag in der WM-Gesamtwertung vor ihm: Martin Haarahiltunen (Schweden). Im GP IX war der 27-Jährige hinter den vier Russen im schwedischen »Fünferpack« hinter Stefan Svensson der zweitbeste Pilot seines Landes vor Niclas Svensson, Jimmy Olsen und Ove Ledström.

Dahinter folgte das österreichische Duo Harald Simon (Pfaffenschlag) und Franz Zorn (Saalfelden) vor Pletschacher. Weil Zorn jedoch am zweiten Tag als Fünfter groß auftrumpfte, setzte er sich in der WM-Gesamtwertung noch hauchdünn vor Simon.

Jasper Iwema (Niederlande) ließ seine Landsleute immerhin über 3 (GP IX) und 2 (GP X) Punkte jubeln. Auch der 18-jährige Wildcard-Pilot Baart Schaap (3 und 1) zeigte vor heimischem Publikum sein Talent.

Eine Talentschau ist immer auch der vor dem GP stattfindende Roelof-Thijs-Pokal. Hier setzte sich Lukas Hutla (Tschechien) vor Jonas Andersson (Schweden) und Charly Ebner (Österreich) sowie Rene Stellingwerf (Niederlande) durch. Iwema, der das Rennen als zusätzliche GP-Vorbereitung nutzte, wurde Neunter.

Bester Deutscher war der mit italienischer Lizenz fahrende Luca Bauer (Reit im Winkl) auf dem geteilten 13. Platz. Auf Rang 19 landete Franz Mayerbüchler (Inzell). who

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