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Starke Leistungen in Unterföhring

Kämpfte sich im 28 Teilnehmer starken Feld in der Gewichtsklasse 34 kg bis ins Finale vor und wurde schließlich Zweiter: Tobias Einsiedler (blaues Trikot) vom TV Traunstein. Weitere Aufnahmen vom Turnier der Nachwuchsringer in Unterföhring finden Sie im Internet unter www. traunsteiner-tagblatt.de (Foto: Wittenzellner)

Erneut mit teils ausgezeichneten Leistungen kehrten elf junge TVT-Ringer vom international sehr gut besetzten 34. Andi-Walter-Turnier aus Unterföhring heim. Neben Teilnehmern aus Bayern und Deutschland waren auch Vereine aus Österreich, der Schweiz, Tschechien und der Slowakei vertreten. Insgesamt waren 382 Ringer aus 57 Vereinen auf der Matte.


Obwohl der TVT diesmal auf einige Siegringer verzichten musste, landete das Team um Betreuer Rico Zeiser auch in der Vereinswertung wieder ganz weit vorne: Am Ende belegten die Kreisstädter einen sehr guten siebten Platz. Sechs Medaillen sprangen für die Traunsteiner heraus.

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Tobias Einsiedler (34 kg, C/D-Jugend) kämpfte sich in der Mammutgruppe mit 28 Teilnehmern mit sieben sehr deutlichen Erfolgen souverän ins Finale. Dort musste sich der zweifache Bayerische Meister etwas überraschend dem Schweizer Kay Neyer geschlagen geben.

Ben Wittenzellner (38 kg, C/D-Jugend) hatte sich ebenfalls in einer 28-köpfigen Gruppe zu beweisen und löste die Aufgabe mit Bravour. Der Kuriosität des Wettkampfprogramms blieb es geschuldet, dass er bei vier überlegenen Siegen und nur einer Niederlage am Ende nur Fünfter wurde. Amir Maloku landete in der gleichen Gewichtsklasse mit einem Sieg auf Rang 16.

Philipp Schrag (46 kg, C/D Jugend) zeigte sich im 15er-Feld ebenfalls gut aufgestellt, erwischte allerdings zu Beginn mit einer Schulterniederlage einen Fehlstart. Dem folgten vier sichere Siege und am Ende Bronze.

In der B-Jugend war Luca Zeiser (38 kg) unter elf Nachwuchsringern dominierend und holte sich mit geschickt angesetzten Kippen und Beinangriffen vier Siege, die den Turniersieg bedeuteten.

Robert Stumpf (50 kg, B-Jugend) zeigte gute Ansätze, musste aber aufgrund fehlender Wettkampfpraxis nach zwei Kämpfen die Segel streichen und wurde Zehnter.

Souverän kämpfte sich Leon Anfang (63 kg, B-Jugend) auf das oberste Treppchen des Siegerpodests. Drei Erfolge, bei denen er sich nur im Drei-Runden-Duell gegen den Inzinger Sandro Greil richtig strecken musste, bedeuteten Gold.

In der A-Jugend präsentierten sich die Traunsteiner Ringer trotz des Fehlens der Tatarinov-Zwillinge wieder sehr stark. Sergej Sebold (63 kg) konnte sich zwar mit einem Sieg nur auf den neunten Platz vorschieben, Ilja Vorobev (69 kg) legte aber wie gewohnt seine Gegner reihenweise aufs Blatt oder holte hohe Punktsiege. Nur gegen Lukas Gastl aus Inzing – immerhin Österreichischer Vizestaatsmeister in der Männerklasse (74 kg) – kam er nicht zurecht und musste sich in zwei Runden hauchdünn geschlagen geben. Im Kampf um Bronze legte Voro-bev den Unterföhringer Robert Kutschmann mit einem lehrbuchmäßig gezogenen Kreuzwurf in der ersten Runde aufs Blatt.

Tim Wittenzellner (76 kg) holte sich mit drei Schultersiegen den Poolerfolg. Im Finale musste er sich aber Manuel Schmid beugen, den er bei der Bayerischen Meisterschaft noch klar besiegt hatte. Am Ende gab es Silber für Wittenzellner. Andreas Boschko (100 kg) fehlt noch die Wettkampfpraxis, sodass am Ende ein sechster Platz zu Buche stand. Für den TV Traunstein ist das Abschneiden seiner Nachwuchsringer aber erneut eine Bestätigung der sehr guten Jugendarbeit.

Von den weiteren Ringern des Bezirks Inn-Chiem waren Teilnehmer des SC Anger (11), des TSV Trostberg (7), des TSV Berchtesgaden (7) und des SV Wacker Burghausen (6) am Start, die sich zum Teil ebenfalls ganz nach vorne kämpfen konnten und die eine oder andere Medaille einfuhren. awi