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Starke Leistungen beim IBU-Cup in Orsblie

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Sie war aus dem IBU-Cup-Team zeitweise in den Weltcup aufgestiegen und darf jetzt auch mit zur EM nach Russland: Karolin Horchler aus dem Stützpunkt Ruhpolding (vorn). (Foto: Wukits)

Zwei Podestplätze und mehrere weitere gute Leistungen erkämpften die deutschen Biathleten beim IBU-Cup in Orsblie (Slowakei). Denn im Einzellauf der Herren wurde Matthias Bischl (SV Söchering) Dritter, ebenso wie im Sprint der Damen Nadine Horchler (SC Willingen).


Die mannschaftlich stärkste Leistung boten die Herren des Deutschen Skiverbands (DSV) im Sprint: Hinter IBU-Cup-Spitzenreiter Matwej Elisejew (Russland), der fehlerfrei schoss, sowie dem Bulgaren Krasimir Anev (+ 1:27,8 Minuten/1 Strafminute) folgte nämlich nicht nur Bischl (+2:09,4) als Dritter, sondern auch Florian Graf (WSV Eppenschlag/Stützpunkt/+ 2:16,5 Minuten/1) als Vierter. Sein Stützpunktkollege Matthias Dorfer (SV Marzoll/+ 2:42,2/0) folgte nach fehlerfreiem Schießen knapp dahinter auf dem sechsten Platz.

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Zahlreiche Schießfehler verhindern Spitzenplätze

Die drei weiteren deutschen Athleten wurden durch zahlreiche Schießfehler und damit Strafminuten im Feld der 94 Teilnehmer deutlich zurückgeworfen. Sie erreichten folgende Plätze: 27. Steffen Bartscher, WSV Oberhof + 6:05,5/5; 36. Johannes Kühn, WSV Reit im Winkl + 7:13,2/7; 43. Philipp Horn, SVE Frankenhain + 8:15,9/8.

Bester Deutscher im Sprint (97 Teilnehmer) war Michael Willeitner (SK Berchtesgaden): Als Fünfter hatte er 39,3 Sekunden Rückstand auf Sieger Eduard Lapytow (Russland). Willeitner schoss ebenso fehlerfrei wie Matthias Bischl (+ 1:18,6), der den 11. Platz erreichte. Die weiteren Ergebnisse: 16. Florian Graf + 1:42,5/2; 20. Philipp Horn + 1:53,5/1; 27. Steffen Bartscher + 2:19,5/1; 50. Johannes Kühn + 3:25,8/5.

Bei den Damen setzte sich im Sprint (72 Teilnehmerinnen) Tiril Eckhoff (Norwegen/2 Fehler) vor ihrer Landsfrau Fanny Horn Birkeland (+ 3,7 Sekunden/1 Schießfehler) und Nadine Horchler (+ 22,5/0) durch. Rang 16 erreichte Annika Knoll (SC Friedenweiler/+ 1:18,1) vom Stützpunkt Ruhpolding. Die weiteren Platzierungen: 35. Marie Heinrich, Großbreitenbacher SV + 2.13,1/0; 37. Tina Bachmann, SG Stahl Schmiedeberg/Stützpunkt + 2:23,3/2; 48. Carolin Leunig, WSV Clausthal-Zellerfeld/Stützpunkt + 3:10,2/3; 49. Anna Siemoneit, SSV Altenberg + 3:15,1/2.

Im Einzellauf (71 Damen) gewann Marine Bolliet (Frankreich). Beste deutsche Athletin war Carolin Leunig (+ 3:59,7/1) auf dem 14. Platz, knapp dahinter landete als 16. Nadine Horchler (+ 4:08,1/3). Die weiteren Plazierungen: 25. Annika Knoll + 5:01,1/3; 44. Tina Bachmann + 8:31,9/5; 48. Anna Siemoneit, SSV Altenberg + 8:51,9/5; 60. Marie Heinrich + 10:04,1/6.

Die Ergebnisse »waren ganz in Ordnung«, so IBU-Cup-Trainer Remo Krug. Besonders bei den Männern seien die läuferischen Vorstellungen sehr erfreulich gewesen.

Kühn und Dorfer mit im EM-Aufgebot

Und daher wurde nun auch das Team für die Europameisterschaften (24. bis 28. Februar) in Tyumen (Russland) nominiert. Bei den Herren sind Matthias Bischl, Johannes Kühn, Florian Graf, Philipp Horn, David Zobel (SC Partenkirchen  / er hatte bei der Junioren-WM eine Medaille geholt) sowie Steffen Bartscher und Matthias Dorfer gemeldet.

Bei den Damen wurden Karolin Horchler (WSV Clausthal-Zellerfeld/Stützpunkt), Nadine Horchler, Annika Knoll und Luise Kummer nominiert, als Ersatz ist Carolin Leunig dabei.

»Bei den Damen ist das Leistungsgefälle doch größer, deshalb haben wir hier nicht so viele nominiert«, so Remo Krug. Pro Wettkampf dürfen in der neuen Arena, die heuer erstmals bei einem Sommer-Wettkampf getestet wurde, sechs Athleten einer Nation zum Einsatz kommen.

»Jeder bekommt seine Einsätze«

Dieses Kontingent werde man bei den Herren auch voll ausschöpfen, »und es bekommt jeder von unseren Nominierten auch seine Einsätze«, so der Inzeller. Ziel sei es, bei der EM um die Medaillen mitzukämpfen. Dass dies möglich ist, haben die Nominierten in dieser Saison bewiesen, unter anderem auch Karolin Horchler, die zuletzt ja sogar im Weltcup eingesetzt war und dort vor allem mit ihrem 9. Platz beim Sprint in Canmore (Kanada) ihre Sache gut gemacht hatte.

Am kommenden Sonntag erfolgt die Anreise: Per Bus geht es nach Prag, von dort folgt noch einmal ein gut viereinhalbstündiger Charterflug »bis hinter den Ural« nach Tyumen. »Wir freuen uns auf diese Wettkämpfe im neuen Stadion«, so Krug, »es soll eine richtig schöne Anlage sein.« Im Jahr 2017 soll Tyumen dann Khanty-Mansiysk als russischen Weltcuport ersetzen – möglicherweise sind dann ja Athleten aus dem EM-Team 2016 dort wieder am Start ... who