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Starke Leistungen bei schwierigen Bedingungen

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Jubel bei Alois Hundseder: Der St. Georgener lief als erster der 100-Kilometer-Läufer ins Ziel in der Ruhpoldinger Chiemgau-Arena.

Nicht nur mit den langen Strecken hatten die Teilnehmer beim Chiemgauer 100 zu kämpfen. Denn die Natur sorgte mit Gewitter und Hagel für schwierige Bedingungen. Dadurch ließen sich die Ultraläufer aber nicht davon abhalten, die Distanzen zwischen 60 Kilometer und 100 Meilen im Gebiet zwischen Ruhpolding, Inzell und dem Hochfelln zu laufen.


Auf der Königsdisziplin über 100 Meilen war Florian Probst aus Raisting nicht zu schlagen. Mit seiner Zeit von 22:49 Stunden verwies er den US-Amerikaner Michael Postaski mit fast zwei Stunden Vorsprung auf Platz zwei. Alex Zapletal aus Tutzing sicherte sich Rang drei. Als einzige der vier angetretenen Damen absolvierte Lue Tornbo Baastrup aus Dänemark in 30 Stunden die komplette Langdistanz.

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Der Eisenärzter Uli von Großmann absolvierte als einziger Teilnehmer alle Rennen und war mit einer Wettkampfzeit von 30 Stunden und Rang fünf vorne mit dabei.

Über die 100 Kilometer kam Alois Hundseder aus St.  Georgen mit der Witterung und den teilweisen schwer zu laufenden Trails hervorragend zurecht und überquerte nach 12:29 Stunden die Ziellinie in der Chiemgau-Arena. 36 Minuten betrug sein Vorsprung auf Marcel Geißler. Marcel Laponder, der für die Bergwacht Ruhpolding startete, belegte Rang drei.

Bei den Damen gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Claudia Herrmann (Bayreuth) hatte nach 17:20 Stunden nur 30 Minuten Vorsprung auf Daniela Becker. Zeitgleich noch unter 18 Stunden liefen Gela Baur und Sybille Brückelmayer gemeinsam auf Platz drei ins Ziel.

Auch wenn es einige Aufgaben gab, freute sich Giselher Schneider über eine gelungene 15. Ausgabe des Rennens: »Der Start- und Zielbereich in der Chiemgau-Arena und die damit verbundene veränderte Streckenführung kamen gut an. Und die Topathleten haben großartige Leistungen gezeigt.«

Auch von den Teilnehmern gab es durchweg positive Rückmeldungen für die familiäre Atmosphäre und die gute Organisation. Obwohl die Streckenmarkierungen an zwei Stellen mehrfach entfernt wurden, reagierte die Rennleitung schnell mit Zusatzposten und -markierungen und verhinderte so Schlimmeres. Die lange Renndistanz muss mit vielen ehrenamtlichen Streckenposten, die per Funkgerät verbunden sind, besetzt werden, um für die nötige Sicherheit zu sorgen. Zudem gilt es, die Läufer mit entsprechender Verpflegung zu unterstützen. Insgesamt waren es etwa 75 ehrenamtliche Helfer bei der Vorbereitung und während des Rennens gefordert.

Neben unzähligen Litern an Wasser und Iso-Getränken wurden 30 Kilogramm Kartoffeln, über 400 Brezen und Semmeln, zehn Kuchen, drei Kilogramm Käse, 23 Liter Suppe, 500 Gel-Riegel und fünf Kilogramm Salz benötigt. Besonderes Augenmerk legten die Veranstalter auch darauf, dass sämtliche Markierungen eingesammelt und wiederverwendet werden.

Nach den langen Strapazen freuten sich die Athleten am folgenden Tag auf die Siegerehrung. Und hier zeigte sich der Wettergott von seiner besten Seite. pf