weather-image
14°

Starke Leistung von Tassani-Prell

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Gut gelaunt trotz aller Strapazen: Das deutsche Salomon-Master-Team (von links) Rudi Döhnert und Stephan Tassani-Prell kurz vor dem Ziel der vierten Etappe. (Foto: Schlosser)

Das deutsche Salomon-Master-Duo Stephan Tassani-Prell aus Ainring (bei seiner bereits achten Teilnahme) und der Rheinländer Rudi Döhnert überzeugten beim 10. Gore-Tex Transalpine-Run über 280 Kilometer und etwa 12 500 Höhenmeter von Ruhpolding bis Sexten mit einem ausgezeichneten vierten Rang der Master-Kategorie.


In der Wertung aller 350 teilnehmenden Zweierteams aus 28 Nationen bedeutete dies den unerwartet guten 10. Gesamtrang. Tassani-Prell/Döhnert benötigten für die insgesamt gut 275 Kilometer auf acht Etappen, die 13 000 Höhenmeter aufwiesen, 30:24:34 Stunden. Bei den Masters landeten die »Nord-Süd-Piraten« mit Torsten Strakosch vom SC Ainring und seinem Hamburger Teamkameraden Heinz Dankers auf Rang 16 (38:04 Std.).

Anzeige

Den beiden Routiniers gelang sogar ein Podestplatz

Auf der fünften von insgesamt acht Tagesetappen gelang den beiden Routiniers sogar mit Rang zwei beim »Bergsprint« ein Podestplatz. Hier spielte der heimische Berglaufspezialist Tassani-Prell über knapp sieben Kilometer und 1086 Höhenmeter von Sand in Taufers zum »Speikboden« seine Stärke aus.

Den Gesamtsieg sicherten sich eindrucksvoll Stephan Hugenschmidt/Mirco Berner (25:38:40 Stunden, Team Salomon Deutschland) vor den Spaniern David Castan Lopez/Alfredo Gil (26:16:37 Team La Sportiva - Multipower).

In der Klasse Master Men von Tassani und Döhnert holten sich Pascal Giguet/David Pasquio (Frankreich/27:49:35,9) den Sieg und waren damit drittschnellste aller Mannschaften.

In der Männer-Wertung zeigten Florian Freimoser und sein Vater Wolfgang Freimoser als Team Ruhpolding eine hervorragende Leistung: In 34:17:58 Stunden Gesamtzeit belegten sie bei den Männern den 13. und im Gesamtfeld den 28. Platz. In der Mixed-Kategorie hatte erwartungsgemäß das spanische Duo Emma Roca/Gerard Morales (Team Buff/30:50:54 Stunden) die größten Reserven in einem kraftraubenden Finale. Hier belegte die Rosenheimer Salomon-Athletin Julia Böttger mit ihrem Schweizer Teampartner Daniel Locher den ausgezeichneten dritten Rang (32:47:43 Stunden). In der gleichen Wertung erreichte der Tachertinger Martin Miguel Steinack mit Sandra Press (München/Team Catch us if you can) in 42:53:07 Stunden den 16. Rang.

Beim Master Mixed waren Hans und Marie Meixner (Neubeuern) als Team »Alpenstürmer« erfolgreich unterwegs und wurden Fünfte (39:25:03 Stunden) ihrer Klasse.

Acht harte Tage bei Schnee und Wind

Im Ziel im Dolomitenort Sexten überschlugen sich die Emotionen. Acht harte Tage bei Regen, Schnee, Temperaturen um den Gefrierpunkt und heftigen Winden hatten ihre Spuren hinterlassen. Auch die prominente Bergsteigerin Tamara Lunger – sie holte sich mit Annemarie Groß den Gesamtsieg bei den Damen (36:05:56 Stunden) – musste an den letzten beiden Tagen an ihre Belastungsgrenzen gehen.

»Ich muss mich bei Annemarie bedanken. Ohne ihre Hilfe hätte ich es nicht geschafft. Muskulär ging nichts mehr, deshalb musste der Kopf herhalten«, gestand die 28-jährige Bozenerin, die erst vor einem Monat ohne Hilfe von Sauerstoff den 8611 m hohen K2 in Pakistan bestiegen hatte.

Als Dank für die Hilfe ihrer läuferisch überlegenen Partnerin schob Tamara Lunger ihre Teamkollegin Groß in einer Schubkarre ins Ziel. schl/who