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Starke Leistung beim Weltpokal

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Starke Leistungen boten die heimischen Radrennfahrer Robert Glaßl, Daniel Bichlmann (beide Traunstein) und Markus Swassek (Ruhpolding) bei ihren Wettkämpfen im Rahmen des Senioren-Weltpokals in St. Johann/Tirol.


Während Bichlmann in einem Rahmenrennen der jüngeren Fahrer am Start war, waren Glaßl und Swassek im Weltpokal, der »inoffiziellen Senioren-Weltmeisterschaft« der Radsportler, in zwei verschiedenen Klassen am Start.

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Massot überragend

Glaßl hatte in seiner Altersklasse zwei Runden (insgesamt 76 Kilometer) zu absolvieren. Auf der relativ flachen Strecke setzte sich zu Beginn der zweiten Runde beim Anstieg zur Huberhöhe der Franzose Robert Massot ab und holte sich mit über zwei Minuten Vorsprung den Sieg. »Er war der überragende Mann«, lobt Glaßl.

Dahinter folgte aus dem Feld der gut 50 Fahrer eine 20 Mann starke Spitzengruppe, in der sich auch der Sportler des RSV Traunstein befand. Im Sprint dieser Gruppe setzte sich der Däne Hans-Jörgen Hellerup durch und wurde somit Gesamtzweiter vor Wladimir Bialiauski (Weißrussland), Glaßl belegte als bester Deutscher den achten Platz.

Swassek auf Rang 15

Tags darauf fuhr der Ruhpoldinger Markus Swassek (Team Baier Landshut) in seiner Altersklasse auf den 15. Platz. Hier wurden drei Runden, also 114 Kilometer, gefahren, und das Feld splitterte sich immer weiter auf.

Den Sieg holte sich Allard Epping (Niederlande) mit 15 Sekunden Vorsprung vor Roberto Maggioli (Italien), knapp dahinter folgte Sergej Severinow (Russland), Swassek erkämpfte den 15. Platz.

Glaßls Sohn Daniel Bichlmann hatte in einem Rahmenrennen der U-30-Fahrer über drei Runden den dritten Platz belegt.

Duo setzte sich ab

Alexander Fadeew (Russland) und Luca Rocchi (Italien) hatten sich vom Rest des Feldes abgesetzt und machten den Sieg im Zielsprint unter sich aus, wobei der Russe einen Tick schneller als der Italiener war.

In der Verfolgergruppe erwies sich Bichlmann (Team Baier Landshut) im Spurt als Schnellster und holte sich den dritten Gesamtplatz.

Tragisches Unglück

Ausgerechnet nach den »echten« Wettbewerben ereignete sich am Abschlusstag der WM noch ein tragisches Unglück: Beim Wettbewerb zur »Journalisten-WM« kollidierten in einer unübersichtlichen Kurve drei Teilnehmer mit einem Auto, das dort gerade fuhr, zwei der Sportler kamen dabei ums Leben.

»Die 38 Kilometer lange Runde ist sehr gut abgesperrt, aber bei einigen Nebenwegen kann man es nicht ganz verhindern, dass doch mal ein Autofahrer auf der Strecke fährt«, erläutert Glaßl.

Erfahrung fehlte

Zudem hätten erfahrene Radsportler bei einer so unübersichtlichen Kurve in einer für den Ausgang des Rennens nicht entscheidenden Situation die Kurve nicht »geschnitten«, das heißt teilweise die Gegenfahrbahn benutzt, weil man um die theoretische Gefahr wisse. So kam es durch die Verkettung unglücklicher Umstände zu dem Unfall, der das sportliche Geschehen bei der Senioren-WM überschattete. who