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Starke Laufergebnisse in der Vorbereitung

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Julian Erhardt (Nummer 324) unterstrich zuletzt bei der Winterlaufserie in München seine gute Laufform. Ein Wettkampf steht jetzt noch aus und der Überseer Profi Triathlet möchte die Gesamtwertung der dreiteiligen Laufveranstaltung jetzt unbedingt gewinnen.

Bis zum ersten Triathlon-Wettkampf der Saison muss sich Julian Erhardt noch ein paar Monate gedulden. Aber der Überseer Profi hat natürlich längst die Vorbereitungen aufgenommen und glänzte dabei zuletzt mit einigen guten Laufergebnissen. »Ich nehme im Winter gern so viele Läufe mit, wie es geht«, betont er im Gespräch mit unserer Sportredaktion. Dabei zeigte Erhardt mit neuen Bestzeiten über 5 km und über 10 km, dass mit ihm in dieser Saison wieder zu rechnen ist.


Seine neue 5-km-Bestmarke stellte er beim Vorsilvesterlauf in Aschau auf. 15:15 Minuten benötigte er für die Strecke und wurde damit Zweiter. Die 10-km-Bestzeit knackte er in München. Hierfür benötigte er 31:46 Minuten und holte damit in der Landeshauptstadt den Sieg. »Das ist nicht so selbstverständlich gewesen. Da waren gute Läufer dabei, aber ich habe mich als Triathlet dagegen behaupten können«, freut er sich.

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Auch den zweiten Lauf der Winterserie im Olympiapark gewann er – diesmal ging's über 15 km. Teil drei findet nun am 10. Februar über 20 km statt. Auch hier will Julian Erhardt starten. »Das passt in meinen Trainingsplan rein und ich habe jetzt natürlich auch das Ziel, die Gesamtwertung zu gewinnen.« Dabei werde er aber nicht taktieren, sondern den Lauf mit vollem Risiko angehen, sagt er.

Direkt danach geht's für ihn in diesem Jahr dann erstmals ins Trainingslager. Ziel ist Spanien. In der Nähe von Alicante will Erhardt in 18 Tagen »vor allem viel Grundlagen auf dem Rad sammeln«. Und das bei besten Bedingungen. »Von der Infrastruktur und von den Temperaturen passt es einfach perfekt in Spanien. Ich kann dort gut trainieren«, freut er sich schon.

Im April geht's für ihn traditionell noch ins Trainingslager in die Toskana. Dort will er sich den Feinschliff für die Saison holen. Kurz darauf wird es für den Triathleten richtig ernst. Er will am 5. Mai bei der Challenge Riccione starten. »Dort konnte ich bisher ja noch nicht überzeugen«, erinnert er sich an die durchwachsenen Ergebnisse aus den Vorjahren. Diesmal soll's anders laufen. Eventuell will Erhardt dafür auch eine Kleinigkeit in seiner Vorbereitung ändern und im Vorfeld des Mitteldistanzrennens noch bei einem kleineren Triathlon starten. »Mal schauen, ob sich davor noch etwas ergibt.«

Ein paar Wochen später findet die Championship Samorin statt. Am 2. Juni messen sich in der Slowakei die besten Triathleten der Welt. Julian Erhardt hat dafür die Qualifikation geschafft. Ob er dort aber auch starten wird, ließ er offen. Denn ausgerechnet an diesem Wochenende findet in Mußbach auch das erste Rennen der Rhein-Neckar-Cup-Serie statt – und dort ist der Überseer ja bekanntlich Titelverteidiger. »Da würde ich meinen Titel natürlich gern verteidigen«, sagt er. »Es wird wohl eine Bauchentscheidung zwischen den beiden Veranstaltungen werden.«

Fix dabei ist Erhardt aber natürlich beim Eberl-Chiemsee-Triathlon am 30. Juni. »Das ist eine Herzensangelegenheit für mich«, sagt der Überseer. Und weil er im vergangenen Jahr mit seiner Disqualifikation so viel Pech hatte, möchte er es diesmal unbedingt wissen. »Bis zur Disqualifikation bin ich gut im Rennen gewesen. Von der Zeit her wäre ich definitiv aufs Podium gekommen«, ärgert er sich immer noch ein wenig. »Ich habe da also noch eine Rechnung offen.«

Aber jetzt steht in den nächsten Monaten erst einmal noch harte Trainingsarbeit auf dem Programm. Zurzeit geht Julian Erhardt auch gern Langlaufen – und ist etwa auch bei der Chiemgau-Team-Trophy am Sonntag, 27. Januar, am Start. »Das ist eine coole Veranstaltung«, betont er. Den Lohn für die ganze Schinderei möchte er dann natürlich schon am liebsten am 5. Mai in Italien einfahren. SB