weather-image
25°

Starbulls-K.o. in der Verlängerung

5.0
5.0
Bildtext einblenden
So torgefährlich präsentierte er sich zwar auch im Heimspiel gegen Bietigheim, doch es reichte nicht zum Sieg (vorne rechts): Tyler Mc Neely. Er will mit den Starbulls am heutigen Freitag in Bietigheim den 2:2-Ausgleich in der Playoff-Serie schaffen. (Foto: Ziegler)

Jetzt ist die Heimserie doch gerissen: Zum ersten Mal in einem Playoff-Halbfinale der DEL II zwischen den Starbulls Rosenheim und den Bietigheim Steelers hat eine Auswärtsmannschaft triumphiert! Und es traf die Starbulls! Die Mannschaft von Trainer Franz Steer musste sich dem amtierenden Meister nach Verlängerung mit 4:5 geschlagen geben. In der Playoff-Serie führen die Steelers nun mit 2:1 Siegen.


Der Sieg der Steelers war durchaus nicht unverdient. Zwar gehörten den Rosenheimer Eishockeyspielern die ersten Minuten und auch das erste Tor ging auf das Rosenheimer Konto, als Andrej Strakhov erfolgreich war, doch bei einigen Angriffen deuteten die Gäste bereits ihre Gefährlichkeit an.

Anzeige

Als sich die Hausherren dann auf die Strafbank begaben, war es vorbei mit der Führung. Die Gäste glichen durch Alexej Dmitriev aus. Ab diesem Zeitpunkt drängte Bietigheim auf die Führung – kurioserweise erzielten diese dann die Starbulls durch Kim Staal.

Ein Doppelschlag sorgte dann aber dafür, dass der Meister mit einer Führung in die zweite Drittelpause ging. Zunächst zog Dmitriev sofort knallhart ab, als die Gäste einmal mehr ein Bully für sich entschieden und traf zum 2:2, ganze 33 Sekunden später nutzte Markus Gleich die Konfusion bei den Starbulls zum 3:2.

Als sich im letzten Drittel erneut Dmitriev als »Starbulls-Schreck« erwies und seinen dritten Treffer – nach sieben Sekunden Powerplay – erzielte, schien die Partie gelaufen.

Aber Rosenheim kämpfte, Tyler McNeely drückte aus kurzer Distanz ein – der Anschluss. Große Torchancen wollten dann nicht mehr herausspringen und die Starbulls mussten etwas riskieren. Torwart Pasi Häkkinen ging raus, ein zusätzlicher Feldspieler kam. Zwei Passversuche misslangen, dann setzte sich McNeely auf links durch und versenkte die Scheibe im Alleingang zum Ausgleich – das Kathrein-Stadion war ein Hexenkessel.

In der Verlängerung war nicht viel von Abtasten zu spüren. Dmitriev scheiterte für Bietigheim, dann McNeely für die Starbulls. Nach 164 Sekunden fiel die Entscheidung: David Wrigley durfte ungehindert durchmarschieren, Matt McKnight beförderte den Puck über die Linie – 4:5. Jetzt haben die Steelers den Vorteil auf ihrer Seite.

Starbulls-Trainer Franz Steer befand, dass »wir gut zurückgekommen sind.« Man habe aber »dumme Strafzeiten« kassiert und müsse die Niederlage nun abhaken. Bereits am heutigen Freitag wird in Bietigheim das vierte Spiel der Serie ausgetragen.

Statistik: Starbulls Rosenheim - Bietigheim Steelers 4:5 n. V. (1:0, 1:3, 2:1, 0:1). Tore: 1:0 (7.) Strakhov, 1:1 (24.) Dmitriev, 2:1 (32.) Staal, 2:2 (37.) Dmitriev, 2:3 (38.) Gleich, 2:4 (46.) Dmitriev, 3:4 (47.) McNeely, 4:4 (60.) McNeely, 4:5 (63.) McKnight. – Schiedsrichter: Bidoul, Westrich. – Strafminuten: Rosenheim 14, Bietigheim 10. – Zuschauer: 2587. tn