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»Stammtischmannschaft« bleibt an der Spitze

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Stefan Sontheimer (am Ball) zeigte eine starke Partie im Spitzenspiel der Kreisklasse IV und erzielte den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich per Kopf. Inzells Verteidiger Markus Maier versuchte ihn in dieser Szene am Torschuss zu hindern. (Foto: Wegscheider)

Das Spitzenspiel der Fußball-Kreisklasse IV hielt, was es versprach: Der Gastgeber SC Inzell hatte beim 2:2 gegen den TSV Berchtesgaden bei Dauerregen das glücklichere Ende für sich. TSV-Spielmacher Andi Hartmann war nach dem Schlusspfiff enttäuscht: »Aufgrund der Möglichkeiten hätten wir das Spiel gewinnen können. Es läuft momentan richtig gut. Eigentlich sind wir ja eine Stammtischmannschaft, denn wir trainieren ja kaum. Aber unsere Freundschaft steht über dem Sport und jeder kämpft für jeden, das ist bei uns das Erfolgsgeheimnis.«


Die erste gute Gelegenheit in diesem Gipfeltreffen hatte der Rangzweite Inzell, doch Michi Panitz traf nach einem weiten Zuspiel von Michi Schaffler nur den rechten Außenpfosten (5.). Danach übernahmen die Gäste das Geschehen. Marius Tugui tankte sich auf der rechten Seite durch, legte zurück auf den freistehenden Christian Winkler, aber der TSV-Stürmer brachte es aus 4 m nicht fertig, das Leder im Netz zappeln zu lassen (7.). SC-Tormann Sebastian Schwabl konnte auf der Linie klären. Eine weitere tolle Parade zeigte Schwabl in der 15. Minute. Andi Hartmann schickte Knauer auf die Reise, der zog aus 18 m ab, konnte Schwabl aber nicht überwinden.

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So langsam fand Inzell zu seinem Spiel. Andi Panitz versuchte es aus der Distanz, allerdings war Sebastian Seibold nicht zu überwinden. Gleich danach war Fabian Zeidler mit einem Alleingang an der Reihe, doch der zielte über das Berchtesgadener Tor und der dritte Versuch des SC von Spielertrainer Sepp Weiß flog ebenfalls über den Querbalken.

Glück hatten die Hausherren, dass Knauer einen Freistoß von Andi Hartmann per Kopf nur an die Latte setzte. Robert Gruber bediente in der 36. Minute den freistehenden Michi Panitz auf der linken Seite und der ließ sich nicht zweimal bitten. Der Inzeller Torjäger knallte das Leder ins Netz – 1:0.

Der sehr gut leitende Schiedsrichter Matthias Ro-the hatte gerade angepfiffen zur zweiten Halbzeit, da stand es 1:1. Knauer flankte von der rechten Seite zu Stefan Sontheimer und der köpfte aus 10 m den Ausgleich. Die Partie war weiter hochklassig und nach einer Stunde hätten die Gäste führen müssen. Knauer zog von halb links ab, aber Sebastian Schwabl lenkte die Kugel an den Pfosten. Der Abpraller landete bei Christian Winkler, der jedoch das leere Tor nicht traf.

In der 64. Minute zirkelte Schaffler einen Freistoß auf den langen Pfosten. Michi Panitz köpfte in die Mitte und sein Bruder Andi brauchte das Spielgerät aus 4 m nur zum 2:1 über die Linie zu schieben. Die Mannschaft von Richard Hartmann blieb weiter gefährlich und das Spiel lief vor allem über Knauer. Seinen Freistoß-Knaller konnte Sebastian Schwabl mit einer sensationellen Parade zur Ecke abwehren. Diese brachte Matthias Hinterbrandner nach innen, Robert Reichlmeier stieg am höchsten und markierte in der 76. Minute per Kopf den verdienten Ausgleich.

Die letzte gute Aktion in diesem Topspiel hatten die Gäste in der 90. Minute. Eine Ecke des TSV wurde von der Inzeller Hintermannschaft zu kurz abgewehrt und das Leder landete bei Martin Förg. Der fasste sich ein Herz, zog aus 30 m ab, aber Schwabl unterstrich seine Topleistung mit einer starken Parade. hw

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