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Sportliche Höchstleistungen beim Triathlon in Waging

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Bayerische Triathlon-Meisterschaft in Waging am See: Robert Wimmer (TSV Bad Endorf/Mitte) gewann vor Andres Carnevali (MRRC München II/links) und Niklas Hirmke (RSV Freilassing Triathlon/rechts). (Foto: Müller)

Gut 17 Grad betrug die Wassertemperatur des Waginger Sees, als sich die Triathleten nahe des Strandkurhauses in die Fluten stürzten. Die äußeren Bedingungen waren beim Schwimmen, Radfahren und Laufen optimal. Sehr zufrieden zeigte sich Organisationsleiter Peter Zeiler von der Triathlon-Abteilung des TSV Waging: »Es hat wieder alles gepasst.« Sein Team mit gut 150 Helfern hatte beim 9. Waginger-See-Triathlon mit Bayerischer Meisterschaft der Elite, den Rennen der Regionalliga und Bayernliga sowie dem »Volkstriathlon« wieder ganze Arbeit geleistet.


Insgesamt waren rund 550 Athleten am Start. Bayerischer Meister (Sprintdistanz Elite) wurde nach 750 Metern Schwimmen, 20 Kilometern Radfahren und fünf Kilometern Laufen Robert Wimmer (TSV Bad Endorf) mit einer hervorragenden Zeit von 54:04,2 Minuten. Dahinter gab es einen spannenden Zweikampf um den zweiten Platz, letztlich wurde Andres Carnevali (MRCC München/54:15,9 Minuten) Vizemeister vor Niklas Hirmke (RSV Freilassing/54:18,0). »Ich bin hergekommen, um Bayerischer Meister zu werden und das habe ich geschafft«, zeigte sich Wimmer sehr zufrieden. Bayerische Meisterin wurde Liora Feicht (MRRC München/1:03:28,7). Sie verwies ihre Vereinskollegin Maria Paulig (1:03:43,9) sowie Hanna Krauß (SSV Forchheim/1:04:23,4) auf die Plätze. Anschließend verriet sie das Erfolgsrezept ihres Vereins: »Zum Schluss haben wir das machen dürfen, was wir beim München Road Runners Club am besten können, nämlich Laufen.«

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Bei der Volksdistanz (ebenfalls 750 m, 20 km und 5 km) siegte der Österreicher Franz Höfer (57:28,5 Minuten) vor Florian Huber (Tri Team Grassau/59:12,9) und seinem Landsmann Peter Huber (1:00:04,1).

Bei den Damen war Julia Viellehner (1:03:29,6) vom TSV Altenmarkt/Team Hungerhuber eine Klasse für sich. »Mir hat man auf der Laufstrecke ständig gesagt, dass noch eine Läuferin vor mir sei, deshalb habe ich richtig Gas gegeben – doch gefunden habe ich sie nicht«, erzählte die heimische Ausnahmesportlerin Viellehner mit einem Schmunzeln. Am Ende war ihr Sieg mit 4:18,0 Minuten Vorsprung auf Josephine Merker (Chiemgau Tourismus) ungefährdet.

Für Viellehner, die fast genauso schnell war wie die Bayerische Meisterin Feicht, war es der zweite Sieg bei der zweiten Teilnahme. Zu einer tollen Geste kam es bei der Siegerehrung, als einige Athleten ihre Siegprämien spontan für eine Familie spendeten, deren Hof in Petting nach einem Blitzschlag komplett abgebrannt war. 1250 Euro kamen dabei zusammen. Der Erlös aus dem Tombola-Losverkauf ging an die Kinderkrebshilfe Berchtesgadener Land und Traunstein. Hauptgewinn war ein Cube-Bike.

Auch der Vizepräsident des Bayerischen Triathlonverbandes (BTV), Dr. Harald Funk, Wagings Zweiter Bürgermeister Matthias Baderhuber, die Leiterin der Tourist-Info Waging Eva Gruber, der Geschäftsführer des Chiemgau Tourismus Stephan Semmelmayr und der Chef des Strandkurhauses Waging Andreas Barmbichler zeigten sich von der Veranstaltung begeistert. Nun richten sich die Blicke bereits auf 2017, denn dann steht mit dem 10. Waginger-See-Triathlon ein Jubiläum an. mmü