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Sportlich, gesellschaftlich und wirtschaftlich läuft alles bestens

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Dritter Gauschützenmeister Alois Wimmer (links) und die Schützenmeisterin der SG Kammer-Rettenbach, Pia Oberkandler (rechts), ehrten Waltraud, Robert und Thomas Heindl für 25-jährige Mitgliedschaft. Jugendwart Christian Freutsmiedl (hinten, links) bekam die silberne Gams. 2. Schützenmeister Florian Rothmaier (Zweiter von rechts) wurde mit der goldenen Verdienstnadel des BSSB ausgezeichnet.

Die Schützengesellschaft Kammer-Rettenbach war im vergangenen Jahr sportlich sehr erfolgreich. Auch was das Gesellige und Gesellschaftliche betrifft, hat der Verein mit der Radl-Bildersuchfahrt und dem Dorfschießen einen großen positiven Beitrag für die Dorfgemeinschaft geleistet. Und zum Dritten hat die SG auch keine finanziellen Sorgen und kann mit einer soliden finanziellen Basis für die Zukunft planen. Das ist das erfreuliche Fazit der Jahreshauptversammlung, zu der rund 30 Mitglieder ins Schützenheim nach Neukammer gekommen waren.


Schriftführer Klaus Oberkandler ging in seinem Bericht zunächst auf das Sportliche ein. Nicht weniger als drei Mitglieder waren im vergangenen Jahr beim Königsschießen auf Gauebene erfolgreich: Hans Kröger wurde Brezenkönig bei den Aufgelegt-Schützen, Alois Wimmer Wurstkönig in der Kategorie Kleinkaliber und Max Siglreitmaier belegte Platz eins im Auflageschießen. Er ist damit der erste Gaukönig in dieser Disziplin und wird den Alzgau beim Königsschießen des Bezirks Oberbayern im Mai in Schrobenhausen vertreten.

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Oberkandler berichtete nicht nur über die vereinsinternen Schießveranstaltungen, sondern auch über die Teilnahme der SG an Veranstaltungen benachbarter Vereine; über das Josefischießen der SG Haidforst und das Hunderterschießen in Nußdorf. Freundschaftsschießen absolvierte man bei der SG Eichengrün Hufschlag sowie an den eigenen Ständen gegen die SG Nußdorf und die SG Taching. Mit jeweils mehr als 50 Teilnehmern erfreuen sich diese Treffen eines sehr guten Zuspruchs.

Nach diesem sportlichen Überblick ging der Schriftführer auf die gesellschaftlichen Aktionen des Vereins ein. Neben der Radlbildersuchfahrt veranstaltete man für die Dorfgemeinschaft wieder das Kammerer Dorfschießen. Wegen des extremen Schneefalls war die Zahl der Teilnehmer zwar geringer als in den letzten Jahren; dennoch habe man die Veranstaltung als Erfolg verbuchen können.

Solide Basis bei den Finanzen

Kassierin Helga Artinger informierte in ihrem Bericht, dass unter dem Strich die Ausgaben über das Jahr etwas höher als die Einnahmen waren. Der Verein hat aber finanziell immer noch eine sehr solide Basis. Einer der größten Ausgabeposten, die nicht durch entsprechende Einnahmen kompensiert werden können, ist der für das Schützenheim (Strom, Heizung etc.), der im vergangenen Jahr mit rund 2000 Euro zu Buche schlug.

Sportwart Valentin Hartwig berichtete kurz über das Abschneiden der vier Mannschaften, die sich an den Rundenwettkämpfen des Alzgaus beteiligen. Die Erste Mannschaft der Auflageschützen errang in der B-Klasse die Vizemeisterschaft; die Zweite wurde Gruppenletzter. Die Mannschaft der aktiven Schützen, die im vergangenen Jahr aufgestiegen war, konnte die Klasse nicht halten.

Das Jugendteam startete sehr erfolgreich, wie Jugendwart Christian Freutsmiedl informierte. Gegen Ende der Saison ließ die Bereitschaft zum Mitmachen beim Training und bei den Wettkämpfen allerdings stark nach. Von den beiden letzten Wettkämpfen konnte man einen gar nicht absolvieren, weil es kurzfristig Absagen hagelte, und den letzten Wettkampf verlor man. Es reichte zwar trotzdem noch zum zweiten Tabellenplatz; ob unter diesen Voraussetzungen in der kommenden Saison ein Team gemeldet werden kann, steht noch nicht fest.

Die Frauenbeauftragte Tamara Zeilinger berichtete über die Wettbewerbe, an denen die Schützinnen des Vereins teilnahmen. Nach der Entlastung der Vorstandschaft, die dem Kassenprüfungsbericht von Wolfgang Osenstätter folgte, wurde Florian Jobst in die erweiterte Vorstandschaft gewählt. Er tritt die Nachfolge von Marion Brosch an, die auf das Amt verzichtet hatte, um einem Jüngeren Platz zu machen. Stadträtin Christa Fuchs leitete die Wahl. Sie war als Vertreterin der Stadt gekommen und würdigte auch namens des Oberbürgermeisters das Engagement des Vereins.

Einige Informationen aus dem Alzgau überbrachte 4. Gauschützenmeister Alois Wimmer. So habe zum Beispiel Landesschützenmeister Wolfgang Kink vorgeschlagen, Preise für Wurst- und Brezenkönige abzuschaffen, weil sie eher minderwertig seien. Dem werde man sich beim Alzgau aber keinesfalls anschließen und die alte Tradition hochhalten.

Schützenmeisterin Pia Oberkandler hob in ihrem kurzen Bericht noch einmal die Jahreshöhepunkte hervor. Auch hier stand das Gauschießen im Vordergrund. Besonders aber erwähnte sie das Ritteressen, das man statt des lustigen Schießens im Fasching veranstaltet hat. Dazu hatte Max Siglreitmaier die Schießstände in eine düstere Ritterburg umgestaltet und ein 5-Gänge-Menü vorbereitet. Pia Oberkandler freute sich, dass auch das vergangene Jahr für die SG ohne jeden Misston und in gutem Miteinander verlaufen ist. Vor allem aber hob sie hervor, dass wieder alle Mitglieder zu einem reibungslosen Ablauf der Veranstaltungen beigetragen haben.

Für 50 Jahre Mitgliedschaft bekommt Konrad Ortner das goldene Ehrenzeichen des Bayerischen Sportschützenbundes (BSSB) und für 40 Jahre Herbert Heindl das halb-goldene Ehrenzeichen. Beide nahmen nicht an der Versammlung teil. Waltraud Haindl sowie deren beide Söhne Thomas und Robert bekamen für 25-jährige Treue zur SG die Ehrennadel des BSSB. Geehrt wurden außerdem 2. Schützenmeister Florian Rothmaier mit der goldenen Verdienstnadel des BSSB und Jugendleiter Christian Freutsmiedl mit der silbernen Gams.