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Spitzenreiter SC Inzell beim SV Kirchanschöring II gefordert

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Das könnte eng werden: Sowohl Ruhpoldings Burak Aydin (links) als auch der Grassauer Thomas Sollacher dürften mit ihren Mannschaften an diesem Spieltag in der Kreisklasse IV hart gefordert werden. Aydins SVR muss in Bischofswiesen versuchen, wichtige Zähler im Abstiegskampf einzufahren, Sollachers ASV ist gegen den zuletzt dreimal in Serie siegreichen SC Vachendorf auf eigenem Platz im Einsatz. (Foto: Wukits)

Zwei Mannschaften haben sich an der Spitze der Fußball-Kreisklasse IV von der Konkurrenz abgesetzt. Der SC Inzell und der BSC Surheim haben schon je zehn Zähler Vorsprung auf die Verfolger. Diese hoffen nun darauf, dass das Spitzenduo am 12. Spieltag bei seinen Auswärtsaufgaben stolpert – und müssen versuchen, selbst konstanter aufzutreten.


Dabei scheint der BSC Surheim (2./28 Punkte) bei Schlusslicht TSV Berchtesgaden (14./6) am Samstag um 15 Uhr vor der leichteren Aufgabe des Spitzenduos zu stehen. Doch die Schützlinge von Trainer Kruno Ruzic sollten gewarnt sein: Vor eineinhalb Wochen reiste der SC Inzell nach Berchtesgaden – und kassierte dort seine erste Saisonniederlage. Daran zeigte sich auch wieder die Ausgeglichenheit dieser Spielklasse.

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Gastgeber hofft auf zweiten Heimsieg

Für diese Ausgeglichenheit spricht auch, dass der ASV Piding (7./17) und sein vier Plätze besser gestellter Gast SC Anger (18) nur um einen Zähler getrennt sind. Die Pidinger haben zwar bislang vorwiegend auswärts gepunktet, doch vor zwei Wochen gab's gegen den SV Ruhpolding den ersehnten ersten Heimsieg – nun soll am Samstag (Beginn 15 Uhr) der zweite folgen.

Ebenfalls am Samstag um 15 Uhr hat der SB Chiemgau Traunstein II (11./10) den TSV Fridolfing (8./16) zu Gast. Trainer Gerry Straßhofer erwartet für sein junges Team »einen sehr harten Kampf. Denn die Fridolfinger sind ein kampfstarkes, erfahrenes Team mit zwei richtig guten Stürmern«, zeigt er großen Respekt. Dies umso mehr, als bei seiner personell geschwächten Mannschaft nun auch noch in Tobi Berz und Felix Maaßen zwei echte Stützen ausfallen. »Aber vielleicht erhalten wir aus der Ersten Mannschaft ein bisschen Hilfe«, hofft er. Zuletzt beim Tabellenzweiten BSC Surheim »sind wir vor allem für unsere mangelnde Chancenverwertung bestraft worden, da wäre ein Punkt verdient gewesen«, blickt er auf das 0:1 vom vergangenen Spieltag zurück – erst in der Nachspielzeit kassierte man den Gegentreffer. Allerdings: »Viele Unentschieden bringen einen auch nicht weiter«, weiß Straßhofer, dessen Schützlinge schon vier Remis eingefahren haben. Und daher »wird es mal wieder Zeit, dass wir einen Sieg einfahren«, so Straßhofer.

Drei Punkte sind auch das Ziel der Mannschaften, die sich eine Stunde später gegenüberstehen: Der FC Bischofswiesen (12./10) und sein Gast SV Ruhpolding (9./13) wollen vor der Winterpause noch genügend Zähler sammeln, um in Sachen Klassenerhalt einigermaßen beruhigt »überwintern« zu können. Der FCB muss beweisen, dass er das hohe 0:6 bei Spitzenreiter Inzell gut weggesteckt hat, die Ruhpoldinger (zuletzt 1:3 gegen Grassau) wollen sich ebenfalls rehabilitieren.

Um 16.15 Uhr versucht dann der SV Kirchanschöring II (6./17), dem Spitzenreiter SC Inzell ein Bein zu stellen. Leicht wird das nicht, denn die Schützlinge von Jürgen Biermaier/Georg Dumberger wissen, dass sie im spannenden Titelkampf mit dem BSC Surheim nicht nachlassen dürfen.

Für den Abschluss des Samstags sorgt der ASV Grassau (5./18). Um 18 Uhr geht es im heimischen ASV-Sportpark gegen den SC Vachendorf (10./11). Dabei darf sich der Gastgeber aus dem Achental aber keine Schwäche leisten. Denn der SCV holte zuletzt drei Siege in Folge – und erzielte dabei elf Tore.

»So etwas nennt man einen Lauf«

»So etwas nennt man einen Lauf«, meint Grassaus Trainer Heinz Kink und warnt seine Mannschaft eindringlich davor, den Gegner zu unterschätzen. Dabei wird er sicher wieder auf die bewährte Defensivformation um Thomas Färbinger zurückgreifen, die sich mit den beiden Brüdern Benedikt und Vincent Barthel zuletzt gut bewährt hat – genauso wie Torwart Peter Zeissberger, der in Ruhpolding sein Team mit zwei hervorragenden Aktionen im Spiel gehalten hatte.

Neben den schnellen Außenverteidigern Markus Kreuz und Florian Hächl setzt Kink vor allem auf den Denker und Lenker des ASV-Spiels, Thomas Sollacher. Unterstützt wird dieser vom eher defensiv ausgerichteten Mannschaftskapitän Tobias Hörterer. In der Offensive überzeugten zuletzt sowohl Helmut Hain als auch Florian Lindlacher, und Sturmführer Dajan Pajic hat offensichtlich zu seiner alten Treffsicherheit zurückgefunden. Ob Christian Kreuz oder Sam Diokhane wieder einsatzbereit sind, wird sich erst kurzfristig entscheiden. Besonders motiviert dürfte der ASV deshalb sein, weil es im Vorjahr zwei Niederlagen gegen den SCV gab.

Nur eine Partie steht am Sonntag auf dem Programm: Dabei trifft der SV Oberteisendorf (4./18) um 15 Uhr auf Neuling ESV Freilassing II (13./7). »Wir sind relativ gut aufgestellt, auch wenn von den Stammspielern einige etwas angeschlagen sind«, so SVO-Pressesprecher Raphael Omelanowsky. »Vor eigenem Publikum sollten schon mal wieder drei Punkte her, vor allem weil der ESV keinen guten Saisonstart hatte.« Dabei wünscht sich Omelanowsky für die Andi-Horner-Schützlinge »möglichst nicht nur ein 1:0, ein höherer Sieg wäre schon Balsam für die Seele.« Vor allem aber dient das vergangene Spiel als Warnung: Da führte man gegen den SV Kirchanschöring II mit 1:0, »und dann haben wir es versäumt, die Führung auszubauen.« Die Folge: In der Nachspielzeit gab's den Ausgleich. Insgesamt sind die SVO-Kicker durchaus im Soll: »Nach dem Abstieg ging es vor allem darum, nicht gleich durchzurutschen. Und jetzt peilen wir für diese Saison einen Platz unter den ersten Fünf an«, so Omelanowsky. Mit einem Heimsieg käme man diesem Ziel wieder etwas näher.

KK-III-Kellerduell beim TSV Traunwalchen

Im Kampf gegen den Abstieg nimmt der TSV Traunwalchen (13./4) am Sonntag (15 Uhr) einen neuen Anlauf, um den Anschluss zu den rettenden Plätzen – bzw. wenigstens zum Relegationsplatz – zu schaffen. Diesen Platz (11.) hat momentan Sonntags-Gast TV Altötting (8 Punkte) inne. Daher hofft das Traunwalchner Interimstrainer-Duo Markus Heinemann/Christian Wittfang nun auf den zweiten Saisonsieg der Platzherren. who