Spitzenläufer zieht es nach Inzell

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Das Sommereis in Inzell nutzten auch Claudia Pechstein (von links), Lennart Jasch und Carlijn Achtereekte aus den Niederlanden für ihr Training. (Foto: Wukits) Foto: Ernst Wukits

Der Chef der Inzeller Max-Aicher-Arena, Hubert Kreutz, hat die Pläne des neuen kommissarischen Präsidenten der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG), Matthias Große, positiv aufgenommen. Große hat vorgeschlagen, Inzell zum Mittelpunkt des deutschen Eisschnelllaufsports zu machen.


So sollen in Zukunft alle großen Veranstaltungen in Deutschland in der Max-Aicher-Arena ausgetragen werden. Das betrifft auch internationale Wettbewerbe wie Weltcups und Weltmeisterschaften. Aktuell will sich Inzell für die Junioren-Weltmeisterschaft 2023 und die für Senioren 2024 bewerben. »Ich freue mich darüber, dass er uns das zutraut«, sagt Stadionchef Hubert Kreutz.

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Auch als Trainingszentrum soll Inzell eine Rolle spielen. Große will demnach erreichen, dass Inzell im Eisschnelllaufen einen ähnlichen Stellenwert wie das niederländische Heerenveen bekommt. »Es gibt keine vergleichbare Arena in Europa und Inzell hat die beste Halle und das schnellste Eis Europas«, hatte Matthias Große im BR-Interview erklärt. »Ich kann das nur befürworten und das alles ist perfekt für Inzell«, meint Kreutz. Das Umfeld der Arena spreche für sich und auch deshalb zieht es die Sportler nach Inzell: In der Saisonvorbereitung sind eine Reihe von Möglichkeiten zum Radtraining und anderen Aktivitäten gegeben. »Wir haben es jetzt wieder beim Sommereis bemerkt, wie gerne auch die internationalen Spitzenläufer zu uns nach Inzell kommen«, sagt der Stadionleiter. »Das Feedback der Sportler war gut und wir haben alles unter einen Hut gebracht.«

Immerhin musste im Vorfeld des Sommereises ein Hygienekonzept aufgrund der Corona-Pandemie erarbeitet werden. Die sei von den anwesenden Sportlern aus zehn Nationen gut angenommen worden, freut er sich. So waren in den vier Wochen täglich bis zu 500 Sportler auf dem Eis unterwegs. »Zum Glück hat sich laut den Rückmeldungen auch niemand mit dem Coronavirus angesteckt«, ist Huber Kreutz abschließend froh.

Derzeit arbeiten er und seine Mitarbeiter an einem neuen Hygienekonzept für das Wintereis. Dieses soll am 19. September beginnen und bis 28. Februar 2021 dauern. Dann wird nicht nur wie zuletzt die 400-Meter-Bahn vereist, sondern auch das Eishockeyfeld. Dazu sollen Möglichkeiten für die Eisstockschützen und für den Publikumslauf geschaffen werden. SHu

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