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Spektakulärer Sieg in Salzburg

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Er gehörte zu dem starken Mittelblock der Überseer, der zum Sieg beitrug: Jan Furk. (Foto: Wirth)

Der TSV Übersee gastierte in der Handball-Bezirksliga Gruppe II beim bisherigen Fünftplatzierten SG SHV/UHC Salzburg. Nach einer schwachen Vorstellung in den ersten 40 Minuten und einem zwischenzeitlichen Rückstand von 17:25 konnte der TSV Übersee das Spiel in den Schlussminuten drehen und mit 31:29 den nächsten wichtigen Sieg einfahren und so die Salzburger in der Tabelle überholen. Da allerdings auch der ESV Rosenheim gewann, sind die Überseer nun Sechste hinter dem ESV, aber vor den Mozartstädtern.


Es waren zwei Spielhälften wie Tag und Nacht. In der ersten Halbzeit dominierte der schnell aufspielende UHC Salzburg, der seine Torchancen konsequent von allen Positionen nutzte. In der Defensive standen die Hausherren aus Österreich ebenfalls sehr gut. Der TSV Übersee, der verletzungsbedingt nur mit einer Rumpftruppe nach Salzburg reiste, ließ sich dagegen von der harten Gangart der Salzburger derart verunsichern, dass allein in der ersten Halbzeit ein Dutzend hundertprozentige Chancen nicht genutzt wurden. Es wurde entweder das Aluminium »rund geschossen«, die Bälle neben das Tor geworfen oder es hielt der gut parierende Tormann. So ging es folgerichtig mit einer klaren Führung von 16:11 für die Salzburger in die Halbzeitpause.

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Nach dem Seitenwechsel bot sich den Zuschauern vorerst das selbe Bild. Salzburg stand kompakt in der Abwehr und nutzte durch Gegenstöße und gute Spielzüge seine Chancen eiskalt und erhöhte auf 25:17.

Doch dann ging plötzlich nichts mehr bei den Gastgebern und der TSV Übersee brachte nahezu bei jedem Angriff den Ball im Tor unter. So konnte ein 2:10-Lauf gestartet werden. Das war vor allem auf die sehr gute Abwehrarbeit in den letzten 20 Minuten und auf die große Kaltschnäuzigkeit vor dem UHC-Tor zurückzuführen.

Während sich der UHC Salzburg durch unsportliches Verhalten selbst dezimierte, legten die Gäste nochmal einen Gang zu. Sie konnten in der 53. Minute ausgleichen und kurz darauf sogar in Führung gehen. Ein stark haltender Andreas Lindlacher im Tor, der nur zwei Gegentreffer in den letzten zehn Minuten hinnehmen musste, ein klasse Mittelblock um Jan Furk und Sebastian Haßlberger und eine Offensive, in der jeder einzelne glänzen konnte, sorgten für den Sieg. Hier waren es Maximilian Leicher (9 Tore) und Franz Steiner (8 Tore), die für den Unterschied sorgten.

In den letzten Spielminuten ließen sich die Überseer dann nicht mehr beirren und belohnten sich für diesen atemberaubenden Kampf mit zwei Punkten.

Für den TSV Übersee spielten: Andreas Lindlacher und Bernhard Reichl (beide Tor), Andreas Reichl, Jan Furk, Leonhard Ehnle, Maximilian Leicher, Christoph Höllmüller, Franz Steiner, Matthias Ladner und Sebastian Haßlberger. fb