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Spannender Kampf um WM-Silber

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Er zeigte gute Rennen, doch mehr als der fünfte Platz war für die deutsche Mannschaft diesmal nicht drin: Günther Bauer. (Foto: Weitz)

Da war wohl nicht mehr drin: Mit einem fünften Platz musste sich das heimische Trio Günther Bauer (Schleching), Stefan Pletschacher (MSC Ruhpolding) und Max Niedermaier (Edling) bei der Team-Weltmeisterschaft im Eisspeedway begnügen. In Togliatti (Russland) holte sich das favorisierte russische Team mit klarem Vorsprung den Titel. Dahinter schnappte die eminent starke schwedische Mannschaft knapp dem österreichischen Trio die Silbermedaille weg.


Russland brachte mit Einzel-Weltmeister Dimitri Koltakow, Dimitri Khomisewitsch und Nikolaj Krasnikow eine hochkarätige Mannschaft an den Start, bei der sich die Fahrer gut mit den Einsätzen (je zwei Piloten pro Team pro Rennen) abwechselten – und kräftig punkteten. Zur Maximalpunktzahl (60) fehlten den Russen nur drei Zähler. Zwei davon gingen verloren, weil Khomisewitsch am ersten Tag im Duell gegen die Österreicher disqualifiziert wurde. Ein weiterer Zähler ging verloren, weil am ersten Tag der Schwede Ove Ledström vor Krasnikow Zweiter wurde, den Sieg holte sich hier Khomisewitsch.

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Am zweiten Tag war die Bilanz des Abonnements-Weltmeisters makellos. Bei Schweden war es der überragende Ove Ledström, der mit 29 Punkten aus elf Einsätzen die Grundlage für den zweiten WM-Platz legte. Doch auch sein junger Teamkollege Niklas Svensson erwies sich als guter »zweiter Mann« in den meisten seiner Einsätze (15 Punkte in 10 Rennen), während auch Daniel Henderson (4 aus 3) sich gut hielt.

Bei Österreich pausierte am ersten Tag vorwiegend Franz Zorn. Harald Simon begann stark, doch nach einer Disqualifikation und einem Sturz am ersten Tag kam er tags darauf kaum noch zum Einsatz. Hier kam dann häufiger Zorn aufs Eis und sammelte viele Zähler, doch die meisten Einsätze und Punkte verbuchte Manfred Seifter.

Das deutsche Trio hielt zwar in den direkten Duellen die Finnen gut auf Distanz, doch gegen die Tschechen mit den Brüdern Jan und Antonin Klatovsky reichte es nicht zu den erhofften Punkten. Am zweiten Tag verbuchte Günther Bauer in diesem direkten Duell sogar einen Ausfall. Dennoch zeigten er (15 Punkte aus 9 Rennen), Max Niedermaier (9 aus 9) und Pletschacher (4 aus 6, davon aber zwei Einsätze gegen Russland) starken Kampfgeist und bewiesen, dass sie für die kommenden Aufgaben gerüstet sind.

Beim Tabellensechsten Finnland gefiel vor allem Toni Norola. Auch Mikko Jetsonen hielt sich gut, während der kaum eingesetzte Routinier Antti Aakko nicht an frühere Glanzleistungen anknüpfen konnte.

Für Bauer und Pletschacher geht es am kommenden Wochenende zum zweiten Wettkampf der Einzel-WM (Grand Prix) nach Almaty (Kasachstan). Niedermaier fährt nicht wie ursprünglich erwogen zur gleichzeitig stattfindenden EM nach Ufa (Russland). Er wäre nämlich erster Nachrücker, wenn aus dem GP-Feld ein Fahrer ausfallen würde.

Der Endstand der Team-Weltmeisterschaft: 1. Russland 57 Punkte; 2. Schweden 48; 3. Österreich 46; 4. Tschechien 39; 5. Deutschland 28; 6. Finnland 21; 7. Schweiz 11. who