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Spannender Kampf um die Tabellenspitze

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Sie war die erfolgreichste Überseer Werferin im Spiel gegen den TuS Raubling: Viola Berger (vorn). (Foto: Wirth)

Die Überseer Damen erwiesen sich einmal mehr als Garant für nervenzerreißende 60 Minuten Handballkrimi: Vor heimischer Kulisse besiegten sie die Gäste aus Raubling im Spitzenspiel der Handball-Bezirksklasse III knapp mit 19:17. Sie bauten damit ihre Tabellenführung vor Raubling aus, doch Verfolger SHC Salzburg sitzt ihnen immer noch dicht im Nacken.


Dass es kein einfaches Spiel werden würde, war Trainer Hans Mitterer und seinen Spielerinnen klar. Raubling – mit einem Spiel weniger als Übersee – hatte immer noch Chancen auf die Tabellenspitze und wollte diese auch nutzen.

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Frühe Führung für die Gäste

Auch wenn Carolin Rinser für Übersee eröffnete, waren es die Gäste, die unmittelbar danach ausglichen und in der 4. Spielminute bereits mit 3:1 führten. Nun war es wichtig, nicht den Anschluss zu verlieren. Das erledigten Andrea Schöpfer mit einem gehaltenen Strafwurf und Anna Höllmüller mit einem für Übersee verwandelten Siebenmeter, sodass Viola Berger in der 7. Minute bereits wieder ausgleichen konnte. Einige technische Fehler und Ballverluste auf beiden Seiten gestalteten das Spiel in dieser Phase recht »torarm«.

Neuling Carolin Dorsch brachte Übersee schließlich mit einem hervorragenden Alleingang für lange Zeit letztmalig in Führung. Nun zeigten die Gäste jedoch ihre ganze technische Klasse und brachten mit schnellen Pässen in der Mitte die langsamen und in der Abwehr zu defensiv spielenden Überseerinnen in Bedrängnis. Das Ergebnis: Ein 6:10-Rückstand der Achentalerinnen in der 22. Spielminute. Viola Berger – Überseer Topwerferin des Spiels – konnte durch starken persönlichen Einsatz und mit starkem Willen noch zum 8:11-Pausenstand verkürzen. Ansonsten blieb der Auftritt der Gastgeberinnen in dieser Phase eher farblos.

Doch das Team von Hans Mitterer kam moralisch gestärkt und mit dem Willen, sich nicht abhängen zu lassen, aus der Kabine. Mit Kampfgeist, Entschlossenheit und einigen starken persönlichen Leistungen bot man der technischen Überlegenheit der Raublingerinnen Paroli und erzielte ein ums andere Mal den Anschlusstreffer. Nach dem Ausgleich zum 15:15 durch Melanie Friedmann wurden die Gäste etwas nervöser und aggressiver, die Überseer Mannschaft und das Publikum aber sahen den Sieg wieder greifbar nahe. Die letzten zehn Minuten waren dann Spannung pur: Die Heimmannschaft ging mit einem Tor in Führung, die Gäste glichen aus. Drei Minuten vor Schluss brachte Viola Berger ihr Team erneut mit 18:17 in Führung. Und die Gäste aus Raubling? Sie verpassten diesmal den Ausgleich und mussten in den Schlusssekunden sogar noch das 19:17 durch Theresa Widmann hinnehmen.

Torfrau Andrea Schöpfer wieder hervorragend in Form

Ein großartiger Sieg für Übersee – nicht zuletzt dank der wieder einmal hervorragenden Torfrau Andrea Schöpfer, die in 60 Minuten kaum Schwächen zeigte. Übersee festigte somit mit 18:2 Punkten die Tabellenführung. Für Raubling (15:5) dagegen rücken die Aufstiegshoffnungen in weite Ferne. Härtester Konkurrent der Überseerinnen ist nun der SHC Salzburg (17:3). Und im dritten ihrer vier letzten Saisonspiele müssen die Überseerinnen genau bei diesem Gegner am Samstag, dem 25. März antreten. Es bleibt also spannend – doch die TSV-Spielerinnen haben sich die beste Ausgangsposition erarbeitet.

Für Übersee spielten und trafen: Andrea Schöpfer (Tor), Magdalena Lucke (Tor), Viola Berger (7), Carolin Rinser (2), Melanie Friedmann (2), Anna Höllmüller (2), Christina Huber (2), Theresa Widmann (1), Kathrin Hartl (1), Kristina Hilz (1), Carolin Dorsch (1), Sabrina Rinser, Veronika Hilz und Nina Ramspott. fb