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Später Ausgleich des SB Chiemgau

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SBC-Spieler Daniel Willberger rettete seiner Mannschaft mit einem späten Ausgleichstor einen Punkt. (Foto: Weitz)

SB/DJK Rosenheim: Zmugg, Börtschök, Karayün, Christian Hofmann, Eyrainer, Florian Hofmann, Biegel (ab 61. Neumeier), Maximilian Höhensteiger, Wörndl, Eminoglu (ab 85. Karavil), Sulimani (ab 68. Schnebinger).


SB Chiemgau Traunstein: Ndiaye, Mayer, Frisch, Köppl, Alexander Schlosser, Dominik Schlosser (ab 82. Weiß), Willberger, Schön (ab 61. Vordermayer), Probst, Thomas Höhensteiger (ab 61. Tahir), Daniel.

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Schiedsrichter: Keck (FC Grünbach).

Zuschauer: 100.

Tore: 1:0 Wörndl (39.), 1:1 Willberger (87.).

Als eigentlich schon niemand mehr mit dem Ausgleich rechnete, da schlugen die Gäste doch noch zu: In der 87. Minute gelang dem SB Chiemgau Traunstein der 1:1-Ausgleich im Punktspiel der Fußball-Landesliga Südost beim SB/DJK Rosenheim. Als Schiedsrichter Christian Keck (FC Grünbach) wenige Minuten später die Partie bei heißen Temperaturen beendete, waren die Traunsteiner heilfroh um den einen Punkt, während die Rosenheimer nach dem verpassten Heimerfolg die Köpfe hängen ließen.

Traunsteiner Strafraumszenen waren Mangelware

Für die Gastgeber war es sicherlich mehr als bitter, weil sie das Team mit den besseren Chancen waren. Drei aussichtsreiche »Dinger« waren im zweiten Durchgang zu verzeichnen, womit man den Sack hätte zumachen müssen. Das wäre auch der Lohn für eine stärkere erste Halbzeit gewesen. Nach dem Wechsel überließ man den Gästen etwas mehr das Feld, wobei Traunsteiner Strafraumszenen bis zum Ausgleichstreffer so gut wie Mangelware waren.

»Ich bin bitter enttäuscht«, meinte SBR-Trainer Werner Wirkner nach der Partie, »wir hatten unsere Chancen zum 2:0 und müssen das Spiel entscheiden. Traunstein hatte bis auf ein paar Standards am Anfang gar nichts.« SBC-Coach Jochen Reil sprach von einem »verdienten 1:1, wo ein jeder einigermaßen damit leben kann – also wir zumindest schon«. Er sah seine Mannschaft in der zweiten Halbzeit obenauf.

Der SB Chiemgau war zunächst besser in der Partie und erspielte sich die von Wirkner erwähnten Ecken, die aber wirkungslos verpufften. Nach etwa zehn Minuten gewannen die Rosenheimer ihre Zweikämpfe im Mittelfeld – und erspielten sich eine Überlegenheit. »Wir haben dann Oberwasser bekommen und auch gut Fußball gespielt«, sagt Wirkner. Und man kam zu Torchancen: Zweimal hatte Andreas Wörndl die Führung auf dem Fuß, eine Direktabnahme landete bei Gäste-Tormann Issa Ndiaye, ein Schussversuch blieb in der Abwehr hängen. Beim dritten Mal klappte es dann und Wörndl setzte den Ball flach und überlegt ins lange Eck zur Führung. Vorausgegangen war ein katastrophaler Ballverlust von Traunsteins Andre Köppl. »So einfache Dinger dürfen nicht passieren, das ist sehr ärgerlich«, schimpfte Reil, während Wirkner seinen Stürmer lobte: »Er hat sich gewehrt, die Bälle gehalten und sich mit dem Tor belohnt – so will ich ihn sehen.«

»Da waren wir zu weit weg vom Gegner«

Durch diesen Treffer war auch das Geschehen nach dem Wechsel vorbestimmt: Traunstein musste mehr nach vorne tun, was bei der extremen Hitze auch ordentlich weh tat. Die Rosenheimer verlegten sich aufs Konterspiel – ihnen tat am Ende weh, dass Fatih Eminoglu bei der besten Gelegenheit eine Hereingabe freistehend am langen Pfosten vorbeisetzte.

Der Kritikpunkt beim SBR war dann, dass man sich zu weit hinten positionierte, man hätte das Spielgeschehen eher zehn Meter weiter nach vorne verlagern müssen. Dadurch kam man auch nicht mehr in die Zweikämpfe: »Was in der ersten Halbzeit unser Vorteil war, ist dann zum Nachteil geraten. Da waren wir zu weit weg vom Gegner«, bemängelte Wirkner.

So kam Traunstein am Ende zu Strafraumaktionen, ohne sich groß durchspielen zu müssen. Wurden einige davon noch von der SBR-Defensive abgeblockt, so fand dann Daniel Willberger nach Ablage von Alex Schlosser die Lücke vor und schlenzte die Kugel unhaltbar aus halbrechter Position ins linke Eck. »Wir haben die letzte Viertelstunde noch einmal aufs Gas drücken können, das war positiv«, sagte Reil – und nahm den einen Punkt gerne mit. tn