weather-image
29°

Späte Entscheidung in Freising

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Er sorgte für den Führungstreffer des SB Chiemgau Traunstein: Stefan Mauerkirchner. (Foto: Weitz)

SE Freising: Schlerf, Miller, Haas, Toprak, Hohlenburger, Witzl (ab 46. Yildiz), Sassmann (ab 88. Günzel), Diranko (ab 46. Jonas Mayr), Schredl, Glas, Kirchberger.


SB Chiemgau Traunstein: Ndiaye, Kaltenhauser, Köppl, Bauer, Thudt, Berz (ab 46. Petzka), Schön (ab 57. Fenninger), Mauerkirchner, Tahir, Wimmer (ab 83. Sebastian Mayer), Kennedy.

Anzeige

Schiedsrichter: Wiesnet (SpVgg Niederaichbach).

Zuschauer: 110.

Tore: 0:1 Mauerkirchner (38.), 1:1 Sassmann (43.), 2:1 Haas (81.).

Der SB Chiemgau Traunstein hat sich im Gastspiel der Fußball-Landesliga Südost beim SE Freising vor allem in der ersten Halbzeit gut verkauft, am Ende mussten die Schützlinge von Interimstrainer Ludwig Trifellner dennoch eine 1:2 (1:1)-Niederlage hinnehmen. Auch wenn das Siegtor der Domstädter erst relativ spät fiel (81. Minute), so war der Erfolg der Michael-Schütz-Truppe in jedem Fall verdient. Die Freisinger hatten vor allem im spielerischen Bereich Vorteile.

»Individuelle Fehler und zu viele Ballverluste in der Vorwärtsbewegung«, monierte Trifellner bei seinen Kickern, die vor dem Kellerduell gegen den SB/DJK Rosenheim (Freitag, 19 Uhr) nur einen Zähler Vorsprung auf die Abstiegszone aufweisen. Das Inn/Salzach-Derby ist übrigens das erste von zwei Heimspielen in Folge für den SBC, der dann noch am Samstag, 31. Oktober (15 Uhr), zum Rückrunden-Auftakt den aktuellen Spitzenreiter FC Deisenhofen erwartet.

Die Trauben werden also auch in den nächsten Wochen hoch hängen für die Traunsteiner, zumal die Personallage derzeit auch nicht die allerbeste ist – und die kräftezehrende 18er-Liga auch schon erste Spuren hinterlässt. So haben einige Akteure Trainingsrückstand (etwa Patrick Schön, der dennoch spielen musste), andere wiederum können studienbedingt nicht mit der Mannschaft trainieren, sondern müssen sich anderweitig fit halten. »Gerade die Abwehr stand mir im Training zuletzt nicht zur Verfügung, was die Sache nicht leichter macht«, sagt Trifellner.

Nachdem Schöns Gehirnerschütterung abgeklungen ist, erwischte es diesmal Patrick Berz mit dem selben Problem: Nach einem Zusammenprall hielt er zwar bis zur Pause durch, doch dann ging nichts mehr und Trifellner brachte Patrick Petzka. Ein Lob zollte der Nachfolger von Adam Gawron Nachwuchsmann Christian Wimmer, der seine Sache im Mittelfeld sehr ordentlich machte und bei seinem Landesliga-Debüt bis zur 83. Minute draufbleiben durfte.

Die erste Chance in der Savoyer Au notierten zwar die Freisinger, als Kevin Witzl aus sieben Meter an Issa Ndiaye scheiterte (15.), doch den ersten Treffer setzten die Gäste, als Stefan Mauerkirchner einen Konter mit einem »Gerät« (Trifellner) aus spitzem Winkel abschloss. »In der ersten Halbzeit haben wir gut dagegengehalten. Schade, dass wir kurz vor der Pause den Ausgleich bekommen haben«, klagt Trifellner. Moritz Sassmann war es, der nach Vorarbeit von Andreas Hohlenburger aus fünf Meter zum 1:1-Halbzeitstand eindrückte (43.).

Nach der Pause erhöhten die Freisinger zwar die Schlagzahl, dennoch hatte »Lu« Trifellner Mitte der zweiten 45 Minuten noch immer das Gefühl, »dass wir hier etwas mitnehmen können.« Allerdings bauten die Gäste mit zunehmender Spieldauer körperlich ab, sodass Freising dem 2:1 stets näher war als der SBC.

Die eine oder andere SE-Möglichkeit verpuffte zwar (beispielsweise ein Freistoß von Mesut Toprak). Doch in der 81. Minute war’s passiert: Eine Flanke von Andreas Schredl beförderte Kapitän Christian Haas aus zehn Meter per Kopf in die Traunsteiner Maschen. Auch in dieser Szene bezeichnete Trifellner das Abwehrverhalten als »verbesserungswürdig, weil unsere Jungs da zu ballorientiert sind und nicht merken, was in ihrem Rücken passiert.« Eine echte Ausgleichschance konnten die Gäste, die in der Schlussphase mit langen Bällen operierten, dann nicht mehr erarbeiten.

Nun hofft man im SBC-Lager, dass Daniel Willberger am Freitag wieder zur Verfügung steht und auch Waldemar Daniel (Muskelfaserriss) nicht allzu lange ausfällt. Dann soll nach zwei Niederlagen in Folge endlich gepunktet werden. cs