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Souveräner Sieg für Johannes Berndl

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So strahlt ein Sieger: Johannes Berndl vom RSV Traunstein.

Erfolgreiche Rennwoche für Johannes Berndl: Der Rennradfahrer des RSV Traunstein gewann die 20. Auflage des Dreiländergiros in Nauders.


Rund 1500 Athleten nahmen die Strecke über 170 Kilometer mit 3300 Höhenmeter durch Österreich, Italien und der Schweiz auf sich. Vor allem die traumhafte Kulisse zieht jedes Jahr viele Teilnehmer an, die dabei die legendäre Strecke über das 2797 Meter hohe Stilfserjoch absolvieren.

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Die Strecke führt über den Reschensee von Nauders nach Italien, anschließend steht das Stilfserjoch mit knapp 2000 Höhenmeter auf dem Programm, bevor es in der Abfahrt Richtung Schweiz geht. Über den Ofenpass nach Zernez und dann wieder Richtung Österreich macht das Rennen durch drei Länder zu etwas einzigartigem in Europa.

Mit dabei war zum ersten Mal auch der Trostberger Johannes Berndl vom Team Mailis.de. Pünktlich um 6.30 Uhr fiel der Startschuss. Bereits nach 35 Kilometer, zu Beginn des Stilfserjochs, machte Berndl klar, dass der Sieg heute nur über ihn ausgefahren werden kann. Mehrmals attackierte der 20-Jährige, bis nur noch eine fünfköpfige Spitzengruppe übrig blieb, die gemeinsam in die Abfahrt Richtung Santa Maria ging.

Über den Ofenpass nach Zernez und das flache Stück zurück zum Reschenpass harmonierten die fünf Ausreißer gut, sodass keine Gefahr von hinteren Fahrer lauerte. Am letzten Anstieg des Tages, hinauf zur Norbertshöhe, konnte sich Johannes Berndl mit einem weiteren Fahrer absetzen.

In Kehre fünf von zehn verschärfte der Trostberger das Tempo, sodass er sich auch von seinem letzten Begleiter lösen konnte. Auf den letzten 250 Höhenmeter und in der vier Kilometer langen Abfahrt ins Ziel konnte sich Johannes Berndl einen komfortablen Vorsprung von 30 Sekunden herausfahren. Nach 5:16 Stunden fuhr der Rennfahrer des RSV Traunstein als Erster über die Ziellinie. Komplettiert wurde das Siegerpodium von Manuel Schreiber und Mario Fingerlos.

Nach dem Rennen meinte der glückliche Sieger: »Schon vor dem Start fühlte ich mich heute besonders stark, was sich am Stelvio auch bestätigte. Das mir dieser Sieg beim prestigeträchtigen Dreiländergiro gelungen ist, freut mich ganz besonders!« Nach diesem Sieg blickt Berndl optimistisch auf die nächsten Rennen in den kommenden Wochen.

Zuvor hatte der Bergspezialist seine derzeit gute Form bereits beim Hungerburg-Classic-Rennen, einen der Bergklassiker in Österreich, bestätigt. Von Innsbruck ging es auf die 3,5 Kilometer lange Strecke zur 300 Höhenmeter gelegenen Hungerburg. Berndl fuhr ein kontrolliertes Rennen und wartete den richtigen Zeitpunkt ab, um sich von den anderen zu lösen.

Rund ein Kilometer vor dem Ziel setzte Berndl beherzt zur Attacke, der keiner folgen konnte und siegte in einer Zeit von 8:44 Minuten souverän vor Wolfgang Hofmann (Corratec).