»Solide mit Tendenz nach oben«

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Er konnte mit seinen Leistungen bei der EM sehr zufrieden sein: Joel Dufter. (Foto: Wukits) Foto: Ernst Wukits

Für den Inzeller Joel Dufter war der Start bei den Eisschnelllauf-Europameisterschaften in Heerenveen ein letzter sportlicher Test vor den Olympischen Spielen in Peking. Am Start waren vom DEC Inzell auch Katja Franzen und Leia Behlau. Letztere könnte mit viel Glück noch ein Ticket für die Spiele erobern.


Für Joel Dufter gab es bei drei Starts jeweils Top-10-Plätze. Über 1000 Meter kam der 26-Jährige in 1:08,69 Minuten auf den 5. Platz. Über die 500 Meter reichte es in 34,95 Sekunden zum 7. Platz, zu einer Medaille fehlten Dufter zwei Zehntel.

Noch knapper ging es im Teamsprint zu. Nico Ihle, Moritz Kern und Dufter wurden knapp hinter Polen Vierte. »Es war ein solides Wochenende mit der Tendenz klar nach oben«, meinte der Inzeller. Vor allem über die 1000 Meter gehe es in die richtige Richtung. Zuletzt lagen seine Stärken eher auf den 500 Metern, die er eigentlich nicht so gerne mag. »Die 500 waren sehr eng. Leider habe ich auf den ersten 200 Metern einiges liegengelassen, danach lief es sehr gut«, sagt er. Luft nach oben besteht nach seiner Meinung im nicht-olympischen Teamsprint. »Wir haben einiges ausprobiert, leider hat uns am Anfang der Speed gefehlt. Wichtig ist aber, dass das Training mit den Norwegern passt. Es fehlen noch ein paar Kleinigkeiten bis Peking.«

Ein positives Fazit zog Leia Behlau. Sie war dreimal am Start und lieferte im direkten Duell mit Claudia Pechstein über 3000 Meter ein beherztes Rennen. Sie musste die erfahrene Konkurrentin am Schluss aber doch ziehen lassen. Behlau wurde in 4:14,20 Minuten Neunte, Pechstein wurde Siebte. »Da habe ich meine Flachland-Bestzeit um fast drei Sekunden verbessert«, freute sich die 25-Jährige.

Über 1500 Meter gelang ihr mit 1:59,51 Minuten »in Europa meine erste Zeit unter zwei Minuten«, stellte sie zufrieden fest. Mit dem Damenteam war es ihrer Ansicht nach schon ein Erfolg, als eines der sechs besten Teams Europas zu laufen. Am Ende wurde es ein fünfter Platz. »Wir haben dennoch viel Arbeit in den nächsten Jahren vor uns, um an die Weltspitze anzuknüpfen«, stellte sie fest. Ob es noch für Olympia klappt, wird sich wohl nächste Woche bei der endgültigen Nominierung entscheiden.

Knapp an Bronze vorbei lief Katja Franzen im Teamsprint mit dem 4. Platz. »Mit mehr Übung und Abstimmung wäre eine Medaille möglich gewesen. Ich sehe da viel Potenzial für die WM, wenn wir den Lauf besser einstellen«, so die 32-Jährige. Franzen war froh darüber, nach der krankheitsbedingten Vorsaison wieder den internationalen Anschluss geschafft zu haben. Sie schloss die 500 und 1000 Meter jeweils als Zwölfte ab. »Die Läufe waren nicht fehlerfrei, trotzdem bin ich alles in allem zufrieden.«

Zudem stand in der Inzeller Max-Aicher-Arena der zweite Deutschlandcup auf dem Programm. Unter anderem gewann dabei die österreichische Spitzenläuferin Vanessa Herzog über die 500 und 1000 Meter.

Für den Inzeller Nachwuchs war der Wettbewerb eine Gelegenheit zur Vorbereitung auf den Junioren-Weltcup und die Junioren-Weltmeisterschaft in Innsbruck. Die jüngeren Athleten mussten ihre Kadernormen erfüllen. Das gelang laut dem verantwortlichen Stützpunkttrainer Andreas Kraus seinen Sportlern dann auch. Mit den Leistungen von Maxi Patz, Stina Letteboer, Julia Geutner, Maira Jasch, Isabel Kraus und Julia Bachl sowie Leonie Mayrhofer zeigte er sich sehr zufrieden. »Die sind sehr gute Zeiten gelaufen«, lobte er.

SHu

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