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»Solche direkten Duelle müssen wir möglichst gewinnen«

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Er traf für den TSV Siegsdorf im Hinspiel gegen Ruhpolding zum Ausgleich: Alexander Mayer. (Foto: Weitz)

Hoher Besuch in Grabenstätt (Samstag) und ein »Abstiegskracher« in Traunwalchen (Sonntag): Auch an diesem Wochenende bietet die Fußball-Kreisklasse Gruppe IV den Fans wieder reichlich spannende Begegnungen.


Während die zwei Sonntagsspiele vom Kampf um den Klassenerhalt geprägt sind, geht es am Samstag auch für die Spitzenmannschaften zur Sache. Das Führungstrio, das sich von der Konkurrenz schon etwas abgesetzt hat, steht dabei vor höchst unterschiedlichen Aufgaben: Der SV Saaldorf muss am Samstag um 16 Uhr beim TSV Grabenstätt ran, während der SC Inzell (gegen Surheim) und der TSV Siegsdorf (gegen Ruhpolding) zur gleichen Stunde jeweils Heimrecht besitzen.

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Eine Stunde zuvor ist bereits der Tabellenvierte TSV Berchtesgaden (27 Punkte) gegen Schlusslicht TSV Chieming gefordert.

Die Gastgeber gehen als klarer Favorit in diese Begegnung und möchten mit einem »Dreier« die 30-Punkte-Marke knacken, die auswärts noch sieglosen Gäste haben aber immerhin bei vier von acht Auswärtsspielen je einen Zähler mitgenommen.

So gilt für den TSV Berchtesgaden – der das Hinspiel mit 2:1 zu seinen Gunsten entschied – wie für das Spitzentrio: Man sollte den Gegner auf keinen Fall unterschätzen.

Diesen Fehler werden die Saaldorfer (2./37 Punkte) sicher nicht machen, denn sie sind auswärts beim TSV Grabenstätt gefordert. Die Schützlinge von Trainer Hans Weißenberger sind mit drei Siegen im Jahr 2014 die »Mannschaft der Stunde«, doch davon wollen sich die Grabenstätter nicht zu sehr beeindrucken lassen. Trainer Siegi Straßhofer hatte mit seinen Mannen dem SVS schon im Hinspiel ein 0:0 abgetrotzt.

Der SC Inzell (3./34) will den Anschluss zu den zwei Ersten der Tabelle wahren. Voraussetzung dafür wäre für die Schützlinge von Jürgen Biermaier ein Heimerfolg gegen den BSC Surheim (9./20). Doch die von Kruno Ruzic betreuten Gäste haben nur zwei Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz und werden daher mächtig kämpfen, um nicht noch weiter in der Tabelle abzurutschen.

Derby in Siegsdorf

Spitzenreiter TSV Siegsdorf (39 Punkte) bietet am Samstag um 16 Uhr das Lokalderby mit dem SV Ruhpolding (5./25), der nach dem jüngsten 2:3 gegen Fridolfing erst einmal den Anschluss zu den Spitzenplätzen verloren hat. Der SVR machte den Siegsdorfern schon im Hinspiel das Leben schwer, führte sogar durch Jonas Neuhofer mit 1:0, ehe Alexander Mayer und Maximilian Wurm mit ihren Treffern in der Schlussphase doch noch den Siegsdorfer 2:1-Erfolg sicherstellten.

Die Hausherren wissen also, dass sie im Duell zweier ehemaliger Spieler des FC Traunstein auf den Trainerbänken – Helmut Felber für Siegsdorf, Willi Aigner für Ruhpolding – vor einer schwierigen Aufgabe stehen.

Am Sonntag (jeweils ab 15 Uhr) geht es für die beteiligten vier Mannschaften um den Klassenerhalt. Die besten Aussichten dafür hat von ihnen der TSV Fridolfing (7./22), der den ESV Freilassing II (12./15) empfängt. Fridolfing (Andi Straßer) wird ebenfalls von einem ehemaligen Spieler des FC Traunstein betreut und würde gerne an den 2:1-Sieg aus der Vorrunde anknüpfen.

Die Gäste ihrerseits haben mit ihren zwei Siegen in diesem Jahr neue Hoffnung geschöpft und setzen besonders auf Torjäger Andi Brandl, der schon sieben Treffer für den ESV II markiert hat.

Ein echtes Kellerduell haben der TSV Traunwalchen (11./18) und der SV Laufen (10./19) vor sich: Die Hausherren nehmen derzeit den Platz zur Abstiegs-Relegation ein und möchten diesen nach oben verlassen. Trainer Gerald Straßhofer weiß: »Solche direkten Duelle müssen wir möglichst gewinnen.«

Starke Rückrunde

Daher war das jüngste 0:3 gegen den SC Inzell vom Ergebnis her auch kein Problem, nur der Ausfall von Angreifer Andreas Kötzinger (Bruch der Kniescheibe) schmerzt. »Ansonsten gibt es bei uns außer kleineren Blessuren keine Probleme, und wir haben eine gute Stimmung«, berichtet Straßhofer. »Schließlich haben wir in der Rückrunde erst ein Spiel verloren«, betont er.

Die Bilanz (4-1-1) kann sich wirklich sehen lassen. Schon gegen Laufen möchte man diese ausbauen, danach folgen drei weitere Heimspiele in Serie, ehe eine Auswärtspartie in Ruhpolding und der Saisonabschluss auf eigenem Platz gegen den ESV Freilassing II anstehen. Danach wollen die Traunwalchner nicht nur eine gute Rückrundenbilanz ziehen, sondern auch sagen können: »Wir sind weiter Kreisklassist.« Den nächsten Schritt in diese Richtung sollten sie nun gegen Laufen schaffen. who