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Skilangläufer überzeugen im Continentalcup

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Gut in Form ist Skilangläufer Anian Sossau (SC Eisenärzt). Das bewies er zuletzt auch beim Continentalcup in Oberwiesenthal, wo
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Foto: Symbolbild/Wukits

Die heimischen Skilangläufer haben beim Finale des Continentalcups in Oberwiesenthal noch einmal richtig aufgetrumpft. »Das war genau so, wie wir es uns als Ziel gesetzt hatten«, freut sich Stützpunkttrainer Frank Nitsch. Denn von seinen Topleuten »hat jeder mindestens ein gutes Rennen absolviert.«


Überhaupt präsentierte sich das deutsche Team gut – und das bei wechselhaftem Wetter. »Wir hatten alles von stürmisch bis Neuschnee und Regen, aber an einem Tag kam sogar die Sonne durch«, berichtet Nitsch. Das habe die Ski-Präparation erschwert, »aber da haben wir als gesamtes deutsches Team gut zusammengearbeitet.«

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Das half auch den Stützpunkt-Athleten. So schafften es etwa in der Altersklasse U 20 Alexandra Danner (SC Lenggries) und Anian Sossau (SC Eisenärzt) im Sprint (Skating) jeweils ins A-Finale. Und dort holte Sossau als Dritter hinter Davide Graz (Italien) und Maxim Cervinka (Bertsdorfer SV) einen Podestplatz. Auch Florian Knopf (SLV Bernau/9.) überzeugte. Im Massenstart (KT) über 15 Kilometer wurde Knopf mit nur 3,2 Sekunden Rückstand hinter dem Italiener Luca del Fabbro Zweiter, Sossau erkämpfte den 26. Platz.

Erstmals im Continentalcup eingesetzt waren Jonah Werner (SC Aising-Pang) und Philipp Stasswender (SC Vachendorf), die erstmals internationale Erfahrung auf diesem Niveau sammelten. Besonders erfreulich war dabei Werners 29. Rang im Massenstart (43. Sprint). Für Stasswender gab es die Plätze 42 (MST) und 47 (Sprint). Zum Abschluss gab's für die jüngeren Jahrgänge auch eine Staffel (3 x 5 km), wobei Knopf, Sossau und Friedrich Moch (WSV Isny) Sechste wurden.

Stützpunkt-Athlet Albert Kuchler (SpVgg Lam) belegte im Massenstart als zweitbester Deutscher hinter Valentin Mättig (WSV Erzgebirge Oberwiesenthal/+ 26,9) den siebten Platz (+ 27,6). »Damit war er zweitschnellster U-23-Läufer, das war sein bestes Saisonrennen«, zeigt sich Nitsch sehr angetan. Den Sieg hatte sich der Franzose Valentin Chauvin geholt, währen im Sprint Janik Riebli (Schweiz) vorne lag. Hier war Mättig (5.) bester Deutscher, Kuchler (52.) kam nicht in die Finalläufe. Dafür wurde er im Verfolgungslauf (15 km/FT) beim Sieg von Arnault Clement Zwölfter. Valentin Mättig (+ 1,3) landete auf Rang 3.

In der COC-Gesamtwertung siegte Chauvin (675 Punkte) klar vor seinem Landsmann Jean Tiberghien (484). Bester Deutscher war Mättig (9./265), für Kuchler gab's Rang 20 (149).

Alexandra Danner überzeugte als Fünfte des Sprintfinales der U 20. Hier gewann Lisa Lohmann (1./WSV Oberhof) vor Jessica Löschke (2./TSV Leuna), Vierte wurde Anna-Maria Dietze (SV Pulsschlag Neuhausen). Stützpunkt-Sportlerin Kim Hager (SC/TV Gefrees) mischte als Zehnte gut mit, Rang 40 ging an Johanna Heibler (WSV Samerberg).

Im Massenstart (10 km) setzte sich Barbora Havlickova (Tschechien) vor Lisa Lohmann (+ 9,1) durch. Hager wurde Siebte, Danner belegte den 24. Rang, Heibler den 37. Platz.

In der Staffel (3 x 3,3 km) gewann Tschechien. Dahinter holte sich Frankreich (+ 52,2) ganz knapp den zweiten Platz vor der Schweiz (+ 53,9) und dem deutschen Trio (+ 54,8), dem neben Danner und Hager noch Linda Schumacher (SSV Geyer) angehörte.

Bei den Frauen entschied Katerina Janatova (Tschechien) den Sprint zu ihren Gunsten, Antonia Fräbel (WSV Asbach) wurde Sechste. Sie gewann den 10-km-Massenstart und wurde Zweite des Verfolgungslaufs (FT). Fräbel (821 Punkte) gewann die Gesamtwertung vor Lydia Hiernickel (Schweiz/460) und Ilaria Debertolis (Italien/451).

Gesamtfünfte wurde Stützpunkt-Athletin Nadine Herrmann (Bockauer SV/376), die zeitweise auch im Weltcup antrat. »Sie hatte zwar zuletzt beim Weltcup in Falun (Schweden, d. Red.) Schienbeinprobleme und konnte nicht ganz an ihre gewohnten Leistungen anknüpfen, aber insgesamt hat sie in dieser Saison ganz klar einen Schritt nach vorne gemacht. Sie hat ihre Bandbreite verbessert und ist jetzt eine komplette Athletin«, lobt Frank Nitsch.

Nächster großer Wettkampf für sein gesamtes Team ist die deutsche Meisterschaft Teamsprint (KT), Langstrecke (FT) und Vereinsstaffel (FT) vom 29. bis 31. März in Reit im Winkl. Dass es dann allmählich Zeit fürs Saisonende ist, dokumentiert auch die Ausschreibung: Denn am Sonntag ist bei der Startzeit (9.30 Uhr) vermerkt: »Achtung Sommerzeit« – denn in der Nacht vom 30. auf 31. März werden die Uhren vorgestellt. who